ARA-290, Produktfoto
Heilung

ARA-290

EPO-abgeleitetes Helix-B-Peptid. Gewebeschutz ohne hämatopoetische Aktivität.

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Auf einen Blick

ARA-290 in Zahlen

Die wichtigsten Werte aus unserem Lexikon.

Ganzer Lexikon-Eintrag
Klasse
EPO-abgeleitetes Peptid

nicht-hämatopoetisch

Halbwertszeit
kurz
Anwendung
Subkutan

in mg

Größen
10 bis 16 mg

2 Größen im Shop

Nur für Forschungs- und Bildungszwecke. Werte aus dem TPD-Lexikon, Quellen dort verlinkt.

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Wissen

Alles zu ARA-290

Beschreibung

ARA-290 (auch Cibinetide genannt) ist ein synthetisches 11-Aminosäuren-Peptid, das aus der Helix-B-Domäne des Erythropoietin-Moleküls (EPO) abgeleitet ist. Strukturell entspricht ARA-290 einer kurzen Sequenz innerhalb von EPO, die in der wissenschaftliche Literatur als verantwortlich für die zytoprotektiven Eigenschaften von EPO charakterisiert wurde, ohne die hämatopoetische Aktivität.

Der Mechanismus liegt in der Aktivierung des innate Repair Receptors (IRR), einem Heteromer aus EPO-Rezeptor und CD131 (gemeinsame Beta-Kette mehrerer Zytokin-Rezeptoren). Im Gegensatz zum klassischen EPO-Rezeptor-Homodimer, der die Hämatopoese vermittelt, aktiviert IRR zytoprotektive und anti-inflammatorische Pfade ohne erythropoetische Effekte. Diese Selektivität macht ARA-290 zu einem mechanistisch eleganten Werkzeug.

In präklinischen Studien wurde ARA-290 in Modellen neuropathischer Schmerzen, diabetischer Neuropathie, Wundheilung und Inflammation umfassend charakterisiert. Die Daten zeigen Effekte auf Gewebeschutz, reduzierte Apoptose nach Ischämie und Modulation inflammatorischer Kaskaden. Ein wichtiger Aspekt: ARA-290 zeigt in Tiermodellen die Schutz-Effekte von EPO ohne das Risiko von Erhöhungen des Hämatokrits oder thromboembolischen Ereignissen.

Die Compound-Datenlage umfasst auch klinische Studien zur sarcoidose-induzierten kleinen Faser-Neuropathie und zu diabetischer Neuropathie. Die Reife ist substantiell.

Du erhältst ARA-290 in 16mg-Vials im 10er-Pack.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Risiken & Sicherheit

ARA-290 gilt laut Studien als gut verträglich. Ein zentraler Punkt: durch die selektive Aktivierung des Innate Repair Receptors zeigt der Compound die gewebs-protektiven Effekte von EPO ohne dessen hämatopoetische Aktivität und damit ohne das EPO-typische Thrombose-Risiko.

In Forschung und Anwender-Berichten beobachtet:

  • Injektions-Stelle: leichte Rötung, Druckgefühl oder vorübergehende Reizung an der Einstich-Stelle gehören zu den häufigsten Beobachtungen.
  • Kreislauf: vereinzelt werden kurzzeitiges Wärmegefühl oder leichte Müdigkeit kurz nach der Anwendung berichtet.
  • Selektivitäts-Vorteil: anders als EPO erhöht ARA-290 in Tiermodellen den Hämatokrit nicht, was thromboembolische Risiken in den vorliegenden Daten deutlich reduziert.
  • Langzeitdaten begrenzt: es existieren klinische Studien zu Neuropathie-Indikationen, belastbare Daten zu langfristiger nicht-klinischer Anwendung fehlen jedoch. Das Profil stützt sich auf Studien-Daten und Tiermodelle.

Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.

Studien

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FAQ

Häufige Fragen

Quellen zu jeder Antwort: Lexikon-Eintrag

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Was ist ARA-290?

Ein kleines Peptid mit dem Arzneistoff-Namen Cibinetid, entworfen aus der Struktur von Erythropoietin. Anders als EPO soll es keine roten Blutkörperchen bilden lassen. Es wirkt über den Innate-Repair-Rezeptor, einen Verbund aus EPO-Rezeptor und CD131.

Was zeigen die Studien bei Sarkoidose?

In der ersten Pilotstudie mit 22 Teilnehmenden sank der Beschwerde-Wert nach 4 Wochen um 11,5 Punkte, unter Placebo um 2,9. Eine zweite Studie mit täglicher Gabe unter die Haut über 28 Tage fand weniger Beschwerden, mehr Nervenfasern in der Hornhaut und eine längere Gehstrecke. In der Phase-2b-Studie mit 64 Teilnehmenden war nur die mittlere Studiendosis signifikant.

Was ist mit Typ-2-Diabetes?

In einer Phase-2-Studie mit täglicher Gabe unter die Haut über 28 Tage besserten sich Langzeitblutzucker und Blutfette über 56 Tage, die Nervenschmerz-Beschwerden ebenfalls. Bei Teilnehmenden mit deutlich verringerter Nervenfaser-Dichte in der Hornhaut nahm diese zu, unter Placebo nicht.

Hilft ARA-290 bei Augenerkrankungen?

Bei diabetischem Makulaödem zeigte eine kleine Studie mit 9 Teilnehmenden nach 12 Wochen keine Besserung von Sehschärfe und Netzhautdicke. Nur der Fragebogen zur Sehfunktion fiel etwas besser aus. Die Studie endete früh, weil das Prüfpräparat ablief.

Wirkt ARA-290 auf die Stimmung?

In einer Studie mit 36 Gesunden reagierte das Gehirn eine Woche nach der Gabe schwächer auf fröhliche Gesichter, die Aufmerksamkeit für positive Bilder stieg. Auf Stimmung und Gefühlslage wirkte ARA-290 nicht. Ein klares Bild wie bei einem Antidepressivum ergab sich nicht.

Welche Nebenwirkungen sind bekannt?

In den Studien fielen keine Sicherheitsbedenken auf. Bei diabetischem Makulaödem gab es nach 12 Wochen keine schweren Nebenwirkungen und keine Antikörper gegen den Wirkstoff. Prozentwerte zu einzelnen Nebenwirkungen nennen die Abstracts nicht.

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