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Sexuelle Gesundheit

Alprostadil

Alprostadil - synthetisches Prostaglandin-E1. Klassischer Compound der erektilen Dysfunktions-Forschung.

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Auf einen Blick

Alprostadil in Zahlen

Die wichtigsten Werte aus unserem Lexikon.

Ganzer Lexikon-Eintrag
Klasse
Prostaglandin E1

Vasodilatator

Anwendung
Lokal

medizinisch, 20mcg-Vials

Größen
20MCG/5vials

1 Größe im Shop

Nur für Forschungs- und Bildungszwecke. Werte aus dem TPD-Lexikon, Quellen dort verlinkt.

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Wissen

Alles zu Alprostadil

Beschreibung

Alprostadil (Prostaglandin E1, PGE1) ist ein synthetisches Prostaglandin das in mehreren klinischen Indikationen zugelassen ist: intracavernöse Anwendung bei erektiler Dysfunktion (Caverject), urethrale Anwendung (MUSE) und in der pädiatrischen Kardiologie zur Erhaltung des persistierenden Ductus arteriosus.

Laut Studien bindet Alprostadil an Prostaglandin-EP-Rezeptoren in glatter Gefäß-Muskulatur. Im penilen Schwellkörper führt die Aktivierung zu Vasodilatation der trabeculären Arteriolen und zu glatten Muskel-Relaxation - mit folgender Erektions-Förderung.

Im Vergleich zu PDE-5-Hemmern (Tadalafil, Sildenafil) hat Alprostadil zwei wichtige Unterschiede: erstens lokale Anwendungs-Form (intracavernös oder intra-urethral) statt oral, zweitens Wirkung unabhängig von sexueller Stimulation. Damit ist Alprostadil ein Werkzeug für PDE-5-Non-Responder oder für Setups mit komplett neuralem ED-Mechanismus.

Pharmakokinetisch sehr kurz - nach Injektion in den Schwellkörper Halbwertszeit von wenigen Minuten. Wirkung beginnt innerhalb von 5-10 Minuten und hält 30-60 Minuten.

Bekannte Effekte: lokale Schmerzen an der Injektionsstelle (in der Mehrheit der Anwender), seltener Priapismus (verlängerte Erektion über 4 Stunden). Bei sehr hohen Dosen systemische Vasodilatation mit Blutdruck-Abfall.

Du erhältst Alprostadil als lyophilisiertes Peptid in 5er-Packs mit 20mcg pro Vial.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Risiken & Sicherheit

Alprostadil ist ein in mehreren klinischen Indikationen zugelassenes Prostaglandin und damit gut charakterisiert, zeigt als Vasodilatator bei lokaler Anwendung aber ein definiertes Risiko-Profil.

In klinischen Studien und der Literatur dokumentiert:

  • Lokale Schmerzen: Schmerzen an der Injektionsstelle gehören laut Literatur zu den häufigsten Beobachtungen bei intracavernöser Anwendung.
  • Priapismus: eine verlängerte Erektion über mehrere Stunden ist ein dokumentiertes Risiko, vor allem bei höheren Dosierungen. Sie gilt als ernst zu nehmende Komplikation.
  • Hypotonie: bei höheren Dosen kann die vasodilatatorische Wirkung systemisch werden und einen Blutdruck-Abfall auslösen.
  • Gefährliche Kombinationen: parallel mit PDE-5-Hemmern wie Tadalafil oder Sildenafil ist eine additive Vasodilatation dokumentiert.
  • Lokale Reaktionen: über die Schmerzen hinaus sind in der Literatur Gewebs-Reaktionen bei wiederholter Anwendung an derselben Stelle beschrieben.

Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.

Studien

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FAQ

Häufige Fragen

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Ist Alprostadil zugelassen?

Ja. Der Wirkstoff ist in den USA seit 1981 zugelassen. Als Injektion in den Schwellkörper ist er bei Erektionsstörungen zugelassen, dazu als Hilfe bei der Diagnose. Eine andere zugelassene Anwendung ist bei Neugeborenen, um ein Blutgefäß am Herzen offen zu halten.

Wie wirkt Alprostadil?

Alprostadil bindet an Prostaglandin-Rezeptoren im Schwellkörper und erhöht in den Zellen den Botenstoff cAMP. Die glatte Muskulatur entspannt sich, die Arterien weiten sich. Blut strömt ein und wird im Schwellkörper gehalten.

Was zeigen die Studien?

In einer Studie mit 683 Männern, die sich sechs Monate selbst spritzten, folgte auf 94 Prozent der Injektionen sexuelle Aktivität. Männer und Partner waren nach 87 und 86 Prozent zufrieden. Über die Harnröhre gegeben hatten 64,9 Prozent der Männer zu Hause Verkehr, unter Placebo 18,6 Prozent.

Welche Nebenwirkungen sind bekannt?

Am häufigsten sind Schmerzen am Penis: 37 Prozent in den Zulassungsstudien, unter Placebo 2 Prozent, meist leicht bis mäßig. Dazu kamen verlängerte Erektionen (4 Prozent), Verhärtungen (3 Prozent) und Blutergüsse (3 Prozent). Über die Harnröhre gegeben fiel bei 3,3 Prozent in der Praxis der Blutdruck ab.

Was ist ein Priapismus?

Eine Erektion, die länger als 6 Stunden anhält. In den Studien kam sie bei 0,4 Prozent vor. Die Fachinformation sagt: Hält eine Erektion länger als 4 Stunden, sofort ärztliche Hilfe holen. Unbehandelt kann das Gewebe dauerhaft Schaden nehmen.

Wer sollte Alprostadil nicht anwenden?

Laut Fachinformation nicht bei Neigung zu Priapismus (etwa Sichelzellkrankheit, Plasmozytom, Leukämie), bei Verhärtungen oder Verkrümmung des Penis, mit Penisimplantat und bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff.

Kommen spontane Erektionen zurück?

In einer offenen Studie mit Männern mit Durchblutungs-bedingter Erektionsstörung berichteten im Lauf eines Jahres Selbstinjektion 85 Prozent von 54 Männern mit Angaben, dass spontane Erektionen wieder häufiger waren. Die Durchblutung der Schwellkörper-Arterien hatte zugenommen. Eine Vergleichsgruppe gab es nicht.

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