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Schmerz

Dermorphin

Dermorphin - opioides Heptapeptid mit Mu-Rezeptor-Selektivität. Aus Phyllomedusa-Fröschen isoliert, sehr potent.

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Auf einen Blick

Dermorphin in Zahlen

Die wichtigsten Werte aus unserem Lexikon.

Ganzer Lexikon-Eintrag
Klasse
Opioides Peptid

mu-Agonist

Anwendung
Subkutan

in mcg

Größen
5 bis 10 mg

2 Größen im Shop

Nur für Forschungs- und Bildungszwecke. Werte aus dem TPD-Lexikon, Quellen dort verlinkt.

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Wissen

Alles zu Dermorphin

Beschreibung

Dermorphin ist ein opioides Heptapeptid (Tyr-D-Ala-Phe-Gly-Tyr-Pro-Ser) das ursprünglich aus der Haut südamerikanischer Phyllomedusa-Frösche isoliert wurde. Die ungewöhnliche D-Alanin-Aminosäure an Position 2 macht das Peptid resistent gegen enzymatischen Abbau und erhöht die Bindungsaffinität am Mu-Opioid-Rezeptor dramatisch.

Laut Studien bindet Dermorphin selektiv am Mu-Opioid-Rezeptor mit etwa 30-40x höherer Potenz als Morphin pro Mol. Die analgetische Wirkung ist entsprechend stark, mit niedrigerer Atemdepression im Verhältnis zur analgetischen Wirkung im Vergleich zu klassischen Opiaten.

Dermorphin hat eine kontroverse Geschichte im Pferderennsport - es wurde in den 2010er Jahren als illegales Doping-Compound in mehreren Pferderennsport-Skandalen entdeckt, mit Wirkung als Performance-Verstärker durch Schmerz-Maskierung.

In der humanen Recreational-Forschung ist Dermorphin praktisch nicht etabliert. Die Substanz bleibt primär ein präklinischer Wirkstoff der opioiden Rezeptor-Pharmakologie. Wie alle Mu-Opioid-Agonisten besteht Abhängigkeits-Potential.

Du erhältst Dermorphin als lyophilisiertes Peptid in 10er-Packs mit 5mg pro Vial.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Risiken & Sicherheit

Dermorphin ist ein opioides Heptapeptid mit hoher Mu-Rezeptor-Selektivität und einer in der Literatur dokumentierten Potenz weit oberhalb von Morphin. Damit trägt der Compound das volle Risiko-Profil der Opioid-Klasse und ist deutlich risikoreicher als die meisten Peptide.

In der Literatur und Opioid-Pharmakologie dokumentiert:

  • Atemdepression: wie alle Mu-Opioid-Agonisten kann Dermorphin in höheren Dosierungen die Atmung dämpfen. Die hohe Potenz pro Mol macht Dosierungs-Fehler besonders folgenreich.
  • Abhängigkeits-Potential: Mu-Opioid-Agonisten besitzen ein dokumentiertes Toleranz- und Abhängigkeits-Potential bei wiederholter Exposition.
  • Sedierung: Sedierung, Benommenheit und reduzierte Wachheit sind klassische Opioid-Effekte und in der Literatur beschrieben.
  • Gefährliche Kombinationen: mit anderen Opioid-Agonisten oder Benzodiazepinen ist eine additive bis synergistische Atemdepression dokumentiert.
  • Keine Humandaten: Dermorphin ist in der humanen Anwendung praktisch nicht etabliert, es existieren keine belastbaren Sicherheits-Studien außerhalb des präklinischen Kontexts.

Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.

Studien

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FAQ

Häufige Fragen

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Ist Dermorphin zugelassen?

Nein. Es gibt keine Zulassung und am 26. Oktober 2026 keine Studie mit Dermorphin im Register ClinicalTrials.gov. Die wenigen Studien am Menschen stammen aus den 1980er-Jahren, danach wurde laut einer Übersicht von 2018 keine weitere Studie an Patientinnen und Patienten veröffentlicht.

Woher kommt Dermorphin?

Aus der Haut des südamerikanischen Makifroschs Phyllomedusa sauvagei. 1981 wurde die Abfolge der sieben Bausteine bestimmt: Tyr-D-Ala-Phe-Gly-Tyr-Pro-Ser-NH2. Ungewöhnlich ist das D-Alanin an zweiter Stelle, eine Form von Aminosäure, die Tiere sonst kaum in Peptide einbauen.

Wie stark ist Dermorphin?

Am Rezeptor extrem stark. Es bindet an μ-Opioid-Rezeptoren mit einer Konstante von 0,7 Nanomol und 88-mal fester als an δ-Rezeptoren. Bei Gabe ins Gehirn war es bei Mäusen bis zu 670-mal, bei Ratten 752- bis 2.170-mal stärker schmerzstillend als Morphin, bei hohen Mengen kam es zur Erstarrung. Genau diese Stärke macht es gefährlich.

Was zeigen die Studien am Menschen?

In einer randomisierten, doppelblinden Studie mit 150 Menschen nach Operationen hielt die Schmerzfreiheit nach einer Gabe in den Rückenmarkskanal im Mittel 43,4 Stunden, mit Morphin 34,5 und mit der üblichen Spritze in den Muskel 10,8 Stunden. Bei Gesunden hob Dermorphin in die Vene die Schwelle eines Schmerz-Reflexes deutlich und lange an. Naloxon hob diese Wirkung nur etwa zur Hälfte auf.

Macht Dermorphin abhängig?

Bei Ratten ja. Unter Dauergabe ins Gehirn entwickelte sich innerhalb von 48 Stunden Toleranz, nach drei Tagen körperliche Abhängigkeit mit Entzugszeichen nach Naloxon, ähnlich wie bei Morphin. Eine frühe Arbeit fand beides etwas schwächer als bei Morphin. Für Menschen gibt es dazu keine Daten.

Warum taucht Dermorphin im Pferdesport auf?

Es wurde in Proben von Rennpferden nach dem Rennen nachgewiesen. Bei Pferden löste es nach Gabe in die Vene Erregung und einen schnelleren Herzschlag aus. Die Halbwertszeit lag dort bei rund 0,76 Stunden, im Urin war es noch 48 bis 72 Stunden nachweisbar.

Welche Risiken sind bekannt?

In der Studie nach Operationen traten Harnverhalt sowie Übelkeit und Erbrechen auf, in ähnlichem Maß wie unter Morphin. Das war eine einmalige Gabe im Krankenhaus. Der normale Eintrag nennt Atemdepression, Abhängigkeit und Toleranz als Risiken jedes starken Opioids und rät im Zweifel davon ab.