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Muskelaufbau

FST-344 (Follistatin)

Follistatin-344 - blockiert Myostatin und Activin, die beiden zentralen Bremsen des Muskelwachstums.

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FST-344 (Follistatin) in Zahlen

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Wissen

Alles zu FST-344 (Follistatin)

Beschreibung

FST-344 ist eine alternativ gespleißte Isoform des körpereigenen Glykoproteins Follistatin (FS344). Follistatin gehört zur Familie der Antagonisten der TGF-β-Superfamilie: Es bindet mit hoher Affinität an Myostatin (GDF-8), aber auch an Activin A, Activin B und verwandte Liganden und verhindert so, dass diese an ihre ActRII- und ActRIIB-Rezeptoren andocken. Myostatin und Activin wirken in der Forschung als negative Regulatoren der Skelettmuskel-Masse. Indem FST-344 beide Signalwege gleichzeitig hemmt, adressiert es im Forschungskontext zwei Bremsen des Muskelwachstums statt nur einer - das unterscheidet es von rein selektiven Myostatin-Inhibitoren.

Die FS344-Isoform wurde in der Forschung gezielt eingesetzt, weil sie überwiegend auf Skelettmuskel-Gewebe wirkt und nur minimale Effekte auf Nicht-Muskel-Zellen zeigt. Ein Großteil der robusten Daten stammt aus Gen-Transfer-Modellen, in denen FS344 über einen viralen Vektor (AAV1) im Muskel exprimiert wurde. Zur Pharmakokinetik einer injizierten Peptid- bzw. Protein-Form liegen kaum belastbare Humandaten vor - die meiste Evidenz beruht auf Tiermodellen, Primaten-Studien und einer Handvoll Gen-Therapie-Studien. Beim direkten Vergleich von Gen-Transfer und injiziertem Protein lassen sich Verlauf und Verweildauer daher nicht 1:1 übertragen.

Die zentralen Forschungs-Befunde stammen überwiegend aus präklinischen und frühen klinischen Modellen. In Tiermodellen führte Follistatin-Überexpression zu deutlichen Zuwächsen an Muskel-Masse, getragen sowohl von Hypertrophie (größere Fasern) als auch von Satellitenzell-Aktivierung. In Studien an Cynomolgus-Affen erzeugte eine einmalige AAV1-FS344-Gabe in den Quadrizeps anhaltende Zuwächse von Muskel-Größe und Kraft. In Phase-1/2a-Gen-Therapie-Studien an Patienten mit Becker-Muskeldystrophie und sporadischer Einschlusskörper-Myositis wurden funktionelle Verbesserungen und histologische Veränderungen (weniger Fibrose, mehr Regeneration) dokumentiert. Wichtig: Diese Studien nutzten Gen-Transfer, nicht die injizierbare Research-Form.

FST-344 ist eine Forschungssubstanz und ausschließlich für Forschungs- und Bildungszwecke bestimmt. Im TPD-Sortiment erhältst du FST-344 in 10er-Packs mit 1mg pro Vial. Da die belastbare Evidenz fast vollständig aus Gen-Transfer-Modellen stammt, ist die Datenlage zur injizierbaren Form dünn und überwiegend präklinisch einzuordnen.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

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Ist FST-344 zugelassen oder am Menschen untersucht?

Zugelassen ist es nicht. Am 26. Oktober 2026 steht im Register ClinicalTrials.gov keine Studie mit injiziertem Follistatin-Peptid. Es gibt nur Gentherapie-Studien, die das FS344-Gen per Virus in den Muskel bringen: eine Phase-1-Studie bei Becker-Muskeldystrophie und Einschlusskörpermyositis und eine Phase-1/2-Studie bei Duchenne.

Was bedeutet die 344?

FS344 ist eine von zwei Spleißvarianten des Follistatin-Gens. Die Gruppe um Mendell wählte sie, weil das ausgeschüttete Eiweiß aus 315 Bausteinen im Blut kreist, statt an Zelloberflächen zu binden. So sollten Wirkungen außerhalb des Muskels, etwa auf das Hormon FSH, klein bleiben.

Was zeigte die Gentherapie am Menschen?

Sechs Patienten mit Becker-Muskeldystrophie bekamen das FS344-Gen in beide Oberschenkel. Vier gingen im 6-Minuten-Gehtest 29 bis 125 m weiter, zwei nicht. Nebenwirkungen traten laut Studie nicht auf. Bei Einschlusskörpermyositis verbesserten sich Behandelte um 56 m pro Jahr, acht vergleichbare Unbehandelte verschlechterten sich um 25,8 m.

Lässt sich das auf das Peptid im Vial übertragen?

Nicht ohne Weiteres. Alle überzeugenden Daten stammen aus dauerhafter Produktion: Mäuse mit Follistatin-Gen oder Gentherapie, bei der der Muskel selbst laufend Follistatin bildet. Für ein injiziertes Peptid gibt es keine Studie, die eine Wirkung am Menschen zeigt.

Warum wirkt Follistatin stärker als nur ohne Myostatin?

Weil es nicht nur Myostatin abfängt. Mäuse ganz ohne Myostatin hatten etwa doppelt so viel Muskelmasse wie normale Mäuse, mit zusätzlichem Follistatin-Gen etwa viermal so viel. Es muss also weitere Bremsen geben, die Follistatin ebenfalls löst, etwa Activin.

Welche Risiken werden diskutiert?

Follistatin wurde zuerst im Eierstock gefunden und kann das Hormon FSH unterdrücken. Das wirft Fragen zur Hormon-Achse und zur Fruchtbarkeit auf. In den Tierstudien mit FS344 bis zum Affen fanden die Forschenden keine Schäden an Organen und keine Änderung der Fruchtbarkeit. Für das injizierte Peptid ist das nicht untersucht.

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