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Ausdauer

AICAR

AMPK-Aktivator und AMP-Mimetikum. Klassiker der zellulären Energie-Sensing-Forschung.

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Auch gesucht als: Acadesine · AICA-Ribonukleotid

Auf einen Blick

AICAR in Zahlen

Die wichtigsten Werte aus unserem Lexikon.

Ganzer Lexikon-Eintrag
Klasse
AMPK-Aktivator

Exercise-Mimetic

Halbwertszeit
kurz
Anwendung
Subkutan

in mg

Größen
50 bis 100 mg

2 Größen im Shop

Nur für Forschungs- und Bildungszwecke. Werte aus dem TPD-Lexikon, Quellen dort verlinkt.

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Wissen

Alles zu AICAR

Beschreibung

AICAR (5-Aminoimidazole-4-carboxamide-1-beta-D-ribofuranosid, auch Acadesine genannt) ist ein klassischer AMPK-Aktivator und einer der etabliertesten Wirkstoffe für Studien zur zellulären Energie-Sensing-Achse. Strukturell ist AICAR kein Peptid sondern ein Nukleotid-Analog, das nach zellulärer Aufnahme zu ZMP (AICAR-Monophosphat) phosphoryliert wird, einem AMP-Mimetikum.

Der Mechanismus liegt in der Aktivierung der AMPK (AMP-aktivierte Proteinkinase). AMPK ist der zentrale zelluläre Energie-Sensor, der bei niedrigem ATP- und hohem AMP-Spiegel aktiviert wird und Stoffwechsel-Pfade umschaltet: erhöhte Fettsäure-Oxidation, gesteigerte Glukose-Aufnahme, reduzierte anabolische Synthese, Aktivierung der mitochondrialen Biogenese. AICAR umgeht das energetische Triggering und aktiviert AMPK direkt über das ZMP-Signal.

In präklinischen Studien wurde AICAR umfangreich charakterisiert. Es ist eines der zentralen Werkzeuge in der Forschung zu metabolischem Syndrom, Diabetes, mitochondrialer Funktion und Exercise-Mimetics. Tatsächlich wurde AICAR in der wissenschaftlichen Literatur ursprünglich als “Exercise in a Pill” diskutiert, da viele AMPK-vermittelten Anpassungen denen körperlicher Aktivität ähneln.

Eine Besonderheit: AICAR hat eine substantielle Geschichte die bis in die 1980er zurückreicht. Die Datenlage ist umfassend dokumentiert, der Compound ist mechanistisch klar definiert.

Du erhältst AICAR in 50mg-Vials im 10er-Pack.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Risiken & Sicherheit

AICAR ist als AMPK-Aktivator einer der am längsten erforschten Stoffwechsel-Compounds und mechanistisch klar definiert, greift aber tief in die zelluläre Energie-Regulation ein.

In Forschung und Anwender-Berichten beobachtet:

  • Stoffwechsel-Eingriff: die direkte AMPK-Aktivierung verschiebt mehrere Stoffwechsel-Pfade gleichzeitig. In präklinischen Studien sind dadurch veränderte Glukose- und Fettsäure-Verwertung dokumentiert.
  • Kreislauf: vereinzelt werden Kreislauf-Effekte und vorübergehende Müdigkeit kurz nach der Anwendung berichtet.
  • Injektions-Stelle: Rötung oder Druckgefühl an der Einstich-Stelle gehören zu den häufigeren Beobachtungen.
  • Langzeitdaten fehlen: trotz langer Geschichte existieren keine belastbaren Humanstudien zu längerfristiger nicht-klinischer Anwendung. Das Profil stützt sich auf Tiermodelle und Zell-Studien.

Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.

Studien

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FAQ

Häufige Fragen

Quellen zu jeder Antwort: Lexikon-Eintrag

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Woher kommt der Ruf als Exercise-Mimetic?

Aus einer Mausstudie von 2008: Untrainierte Mäuse liefen nach vier Wochen AICAR 44 Prozent länger, ihre Muskeln schalteten Stoffwechsel-Gene an. Die Tiere bekamen hohe Dosen täglich in die Bauchhöhle gespritzt. Das Training brauchte AICAR dafür nicht, die Kombination mit Training wurde dort mit dem PPAR-delta-Agonisten geprüft.

Wurde AICAR schon am Menschen geprüft?

Ja, als Infusion unter dem Namen Acadesin. Eine Phase-3-Studie bei Bypass-Operationen wurde nach 3.080 Teilnehmenden gestoppt: Tod, Schlaganfall oder schweres Herzversagen traten mit 5,1 Prozent so oft auf wie unter Placebo mit 5,0 Prozent. Dazu kamen kleine Studien bei Blutkrebs. Eine Studie mit Spritzen unter die Haut gibt es nicht.

Was passiert im Muskel des Menschen?

Bei 29 gesunden Männern steigerte eine AICAR-Infusion die Zuckeraufnahme im Muskel nach drei Stunden auf das 2,1-Fache, Radfahren schaffte das 4,7-Fache. Die Zuckerverwertung des ganzen Körpers stieg nur um 7 Prozent. Die AMPK-Aktivität im Muskel änderte sich nicht messbar.

Wie lange bleibt AICAR im Blut?

Nicht lange. Nach einer Infusion fiel der Spiegel bei gesunden Männern rasch in zwei Phasen, die Halbwertszeit lag bei 1,4 Stunden. Rote Blutkörperchen nahmen AICAR schnell auf und bauten es zum Monophosphat um. Nur 8 Prozent schied die Niere unverändert aus.

Welche Nebenwirkungen sind bekannt?

Gesunde Männer vertrugen AICAR in der frühen Studie gut, mit leichten und kurzen Beschwerden. Bei sehr hohen Infusionen in einer Leukämie-Studie traten erhöhte Harnsäure, vorübergehende Blutbild-Veränderungen, Nierenprobleme und Blutdruckabfall auf. Eine weitere Studie wurde wegen Nierenproblemen abgebrochen. Zur Gabe unter die Haut gibt es keine Daten.

Ist AICAR im Sport erlaubt?

Nein. AICAR steht auf der Verbotsliste der WADA. Weil es auch natürlich im Körper vorkommt, unterscheiden Dopinglabore körpereigenes von zugeführtem AICAR über die Zusammensetzung der Kohlenstoff-Isotope.

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