Beschreibung
Dieser Blend kombiniert drei Forschungssubstanzen aus drei unterschiedlichen Ansätzen der Gewebe-Regeneration in einem injizierbaren Vial: Cartalax, das Tripeptid Ala-Glu-Asp (AED) aus der Klasse der Khavinson-Bioregulatoren, TB-500, die synthetische Form des körpereigenen Proteins Thymosin Beta-4, sowie BPC-157, ein Pentadecapeptid aus 15 Aminosäuren, abgeleitet aus einem Schutzprotein des Magensafts. Pro Vial stecken 20 mg darin: 10 mg Cartalax, 5 mg TB-500 und 5 mg BPC-157.
Die drei Bestandteile setzen an verschiedenen Stellen an. Cartalax gilt in der Forschung des St. Petersburger Instituts für Bioregulation und Gerontologie als kurzes Peptid, das laut diesen Arbeiten in den Zellkern gelangt und dort die Genexpression in Knorpelzellen (Chondrozyten) epigenetisch beeinflusst. In Zellkulturen steigerte das AED-Peptid die Vermehrung von Chondrozyten junger und alter Ratten, in Übersichtsarbeiten wird es mit einer Normalisierung alterstypischer Entzündungs- und Zellalterungs-Marker im Knorpel in Verbindung gebracht. TB-500 bindet in der Zelle das Strukturprotein Aktin und fördert so in präklinischen Modellen Zellwanderung, Gefäß-Neubildung und die Wundheilung. BPC-157 wirkt in Studien über die Stickstoffmonoxid-Achse und die Angiogenese und förderte an Sehnen-Fibroblasten das Auswachsen, das Überleben unter oxidativem Stress sowie die Zellwanderung, vermutlich über den FAK-Paxillin-Signalweg.
Ehrlich einzuordnen ist: Klinische Daten zu genau dieser Kombination aus Cartalax, TB-500 und BPC-157 in einem Vial gibt es nicht. Die Evidenz stammt aus den Einzelsubstanzen und ist fast vollständig präklinisch. Für Cartalax kommen die Arbeiten nahezu ausschließlich aus dem Umfeld der Khavinson-Gruppe, eine unabhängige internationale Bestätigung fehlt. Zur Kombination von BPC-157 und TB-500 zeigte eine Studie an der genähten Achillessehne der Ratte, dass beide Einzelsubstanzen die Gewebe-Struktur verbesserten, die Kombination aber keinen zusätzlichen Vorteil brachte. Das feste Verhältnis von 2:1:1 lässt sich nicht getrennt einstellen.
Du erhältst diesen Blend als Forschungssubstanz in 10 Vials à 20 mg pro Vial (10 mg Cartalax plus 5 mg TB-500 plus 5 mg BPC-157) als Lyophilisat zum Rekonstituieren mit bakteriostatischem Wasser, auf Wunsch auch als einzelnes Vial aus dem Expresssortiment. Das Format ist für experimentelle Forschungs-Ansätze gedacht.
Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.
Risiken & Sicherheit
Alle drei Bestandteile werden in der verfügbaren Literatur als gut verträglich eingeordnet. Die Datenlage ist bei allen dreien dünn und stammt überwiegend aus Tier- und Zellmodellen, für die Kombination gibt es keine eigenen Sicherheitsdaten.
In Studien und Anwender-Berichten beobachtet:
- Injektions-Stelle: leichte Rötung, Juckreiz oder vorübergehende Reizung an der Einstichstelle sind die häufigsten Beobachtungen bei subkutaner Anwendung.
- Gefäß-Neubildung: TB-500 und BPC-157 fördern in präklinischen Modellen die Angiogenese. Ob das bei bestehenden Tumoren oder Krebs-Vorgeschichte ein Risiko darstellt, ist nicht untersucht. Die Literatur rät in diesem Zusammenhang zur Vorsicht.
- Dünne Humandaten: belastbare Studien am Menschen zu Dosierung, Dauer und Sicherheit fehlen für BPC-157 und TB-500 weitgehend. Die Cartalax-Daten stammen fast ausschließlich aus kleinen, russischsprachigen Arbeiten einer Forschungsgruppe.
- Festes Verhältnis: die Menge aller drei Bestandteile steigt und fällt gemeinsam. Wer eine Komponente niedriger halten will, kann das mit diesem Blend nicht.
- Keine Langzeitdaten: zum Sicherheitsprofil einer längeren oder wiederholten Gabe der Kombination liegen keine Daten vor.
Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.
Studien
- Peptides of cartilage tissue: regulation of chondrocyte proliferation, geroprotection and prospects for use in osteoarthrosis - Vrach 2023: Arbeit zur Cartalax-Komponente: das AED-Peptid steigerte in einer wirksamen Konzentration von 200 ng/ml die Zahl der Chondrozyten in Kulturen junger Ratten um das 1,4- bis 1,8-Fache und alter Ratten um das 1,6- bis 2,1-Fache gegenüber der Kontrolle.
- Peptide Regulation of Cell Differentiation - Stem Cell Reviews and Reports 2020: Übersichts-Arbeit der Khavinson-Gruppe zum Mechanismus kurzer Peptide wie AED, die laut den Autoren Zell- und Kernmembran passieren und die Genexpression epigenetisch regulieren.
- The promoting effect of pentadecapeptide BPC 157 on tendon healing involves tendon outgrowth, cell survival, and cell migration - Journal of Applied Physiology 2011: Arbeit zur BPC-157-Komponente: an Sehnen-Fibroblasten der Ratte förderte BPC 157 das Auswachsen aus Sehnen-Explantaten, das Überleben unter oxidativem Stress und die Zellwanderung, vermutlich über den FAK-Paxillin-Signalweg.
- Thymosin beta4 accelerates wound healing - Journal of Investigative Dermatology 1999: Arbeit zur Thymosin-β4-Komponente: im Wund-Modell der Ratte steigerte Thymosin β4 die Re-Epithelisierung um bis zu 61 % gegenüber der Kontrolle, bei mehr Kollagen-Einlagerung und Gefäß-Neubildung.
- Effects of BPC-157 and TB-500 on Achilles tendon healing in rats: A histopathological and biomechanical study - Joint Diseases and Related Surgery 2026: Direkter Vergleich im Ratten-Modell der genähten Achillessehne: TB-500 und die Kombination verbesserten die histologischen Scores signifikant, BPC-157 allein nur tendenziell. Die Kombination brachte keinen zusätzlichen Vorteil gegenüber den Einzelsubstanzen.
