Eloralintide, Produktfoto
Amylin

Eloralintide

Selektives Amylin-Analog mit rund zwei Wochen Halbwertszeit. Sättigung über den Amylin-Pfad, in den Studien bei niedriger Dosis mit auffallend wenig Übelkeit.

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Eloralintide in Zahlen

Die wichtigsten Werte aus unserem Lexikon. Zieh den Punkt über die Kurve und sieh, wie viel nach einer Gabe rechnerisch noch da ist.

Ganzer Lexikon-Eintrag

Wie lange bleibt es im Körper?

Anteil nach einer Gabe, gerechnet mit ~14 Tagen Halbwertszeit

Halbwertszeit ~14 Tage
Nach 28 Tagen noch 25 %
Tag 7, nächste Gabe · 71 %Tag 14 · 50 %Tag 28 · 25 %Tag 42 · 12,5 %Tag 70 · 3,1 %

Vereinfachtes Modell ohne Aufnahmephase, Halbwertszeit aus dem TPD-Lexikon. Das Lexikon nennt 13 bis 15 Tage, gerechnet wird mit der Mitte.

Klasse
Selektiver Amylin-Rezeptor-Agonist

bevorzugt AMY1R

Halbwertszeit
rund 13 bis 15 Tage
Anwendung
Subkutan

1x pro Woche

Form
Lyophilisat

Pulver, mit BAC-Wasser rekonstituiert

Größen
10 mg

1 Größe im Shop

Nur für Forschungs- und Bildungszwecke. Werte aus dem TPD-Lexikon, Quellen dort verlinkt.

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Wissen

Alles zu Eloralintide

Beschreibung

Eloralintide (Entwicklungsname LY3841136) ist ein langwirksames Analog von Amylin, dem Hormon, das die Bauchspeicheldrüse zusammen mit Insulin ausschüttet und das dem Gehirn Sättigung meldet. Es stammt aus der Pipeline von Eli Lilly und gehört wie Cagrilintide zu den Amylin-Analoga mit Wochenrhythmus.

Der Unterschied liegt im Rezeptorprofil: Eloralintide bevorzugt den Amylin-1-Rezeptor und spricht den Calcitonin-Rezeptor in Zellversuchen rund zwölfmal schwächer an, Cagrilintide ist nicht selektiv. Die Arbeitshypothese der Entwickler: weniger Aktivierung am Calcitonin-Rezeptor, weniger Übelkeit bei gleicher Sättigung. Eine C20-Fettsäure bindet das Peptid an Albumin, daraus ergibt sich eine Halbwertszeit von rund 13 bis 15 Tagen.

Laut Studien setzt die Sättigung früher ein und hält länger, dazu bremst Amylin die Glukagon-Ausschüttung nach dem Essen und verlangsamt die Magenentleerung. GLP-1-Substanzen nutzen einen anderen Pfad, deshalb gilt der Amylin-Weg in der Forschung als Ergänzung. In der Phase-2-Studie über 48 Wochen sank das Gewicht je nach Dosis um 9 bis 20 Prozent, unter Placebo um 0,4 Prozent. Auffällig ist die Pulsfrequenz: Sie sank, statt wie unter GLP-1-Agonisten zu steigen.

Eloralintide ist nicht zugelassen, seit Ende 2025 laufen die ersten Phase-3-Studien. Langzeitdaten über 48 Wochen hinaus gibt es noch nicht.

Du erhältst Eloralintide als lyophilisiertes Peptid in 10er-Packs mit 10mg pro Vial.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Risiken & Sicherheit

Eloralintide ist ein junges Amylin-Analog. Die Daten stammen aus Phase-1- und Phase-2-Studien mit zusammen wenigen hundert Teilnehmern, Langzeitdaten fehlen.

In Studien beobachtet:

  • Übelkeit, stark dosisabhängig: in der Phase 2 unter 1 und 3 mg auf Placebo-Niveau (11 und 13 Prozent gegen 14 Prozent), unter 6 mg bei 64 Prozent. Erbrechen und Durchfall waren in der Phase 1 selten.
  • Müdigkeit: stieg mit der Dosis, unter 9 mg bei 43 Prozent der Teilnehmer, unter Placebo bei 12 Prozent.
  • Einstichstelle: Reaktionen, meist Schmerz, traten in der Phase 1 ab 3 mg häufiger auf als unter Placebo.
  • Stimmung: in der Phase 1 meldeten vier Teilnehmer gedrückte Stimmung, drei davon unter 12 mg. Diese drei setzten ab, die Beschwerden verschwanden in zwei bis vier Tagen.
  • Lange Halbwertszeit: rund zwei Wochen. Nebenwirkungen klingen nach dem Absetzen über Wochen ab, nicht über Tage.
  • Offene Fragen: keine Daten zu Schwangerschaft, Kindern oder Vorerkrankungen, keine Endpunktstudie zu Herz-Kreislauf-Ereignissen.

Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.

Studien

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FAQ

Häufige Fragen

Quellen zu jeder Antwort: Lexikon-Eintrag

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Ist Eloralintide zugelassen?

Nein. Am 26. Oktober 2026 stehen im Register ClinicalTrials.gov sieben Phase-3-Studien: fünf ENLIGHTEN-Studien mit Eloralintide allein (sie rekrutieren seit Dezember 2025) und zwei AMPLIFY-Studien mit einer Kombination aus Eloralintide und Tirzepatide. Die AMPLIFY-Studien haben noch nicht begonnen. Erste Hauptergebnisse sind für 2028 geplant.

Was unterscheidet Eloralintide von Cagrilintide?

Vor allem das Rezeptorprofil und die Dauer. Eloralintide aktiviert im Zellversuch den menschlichen Amylin-1-Rezeptor rund zwölfmal stärker als den Calcitonin-Rezeptor, Cagrilintide spricht beide an. Bei Ratten löste Eloralintide weniger Geschmacksaversion aus als Cagrilintide. Die Halbwertszeit ist mit 12,9 bis 15,3 Tagen etwa doppelt so lang.

Was hat die Phase-2-Studie gezeigt?

263 Erwachsene mit Adipositas oder Übergewicht ohne Diabetes bekamen 48 Wochen lang eine von vier festen Stufen, eines von zwei Aufbauschemata oder Placebo. Das Gewicht sank je nach Stufe um 9,4 bis 20,1 Prozent, unter Placebo um 0,4 Prozent. Mindestens 10 Prozent nahmen je nach Gruppe 53 bis 91 von 100 Teilnehmenden ab, unter Placebo 13.

Wie lange bleibt Eloralintide im Körper?

Nach einer Einmalgabe lag die Halbwertszeit bei 310 bis 366 Stunden, also rund zwei Wochen. Den höchsten Blutspiegel erreichte es erst nach drei bis fünf Tagen. Der Spiegel baut sich bei wöchentlicher Gabe deshalb über mehrere Wochen auf und sinkt nach dem Absetzen ebenso langsam.

Welche Nebenwirkungen wurden beobachtet?

Übelkeit und Müdigkeit, beide stark abhängig von der Dosis: In den zwei niedrigsten Stufen lag die Übelkeit mit 11 und 13 Prozent auf Placebo-Niveau (14 Prozent), in der dritten Stufe bei 64 Prozent. Dazu kamen Kopfschmerzen und Reaktionen an der Einstichstelle. In der Phase 1 meldeten vier Teilnehmende gedrückte Stimmung, drei davon in der höchsten Stufe brachen ab.

Was ist mit dem Puls und dem Herzen?

In der Phase 1 sank der Ruhepuls schon in der ersten Woche, in der höchsten Stufe nach 12 Wochen um 14,4 Schläge pro Minute (Placebo 3,4). Beschwerden durch einen zu langsamen Puls gab es nicht. Eine Übersichtsarbeit sieht darin einen Unterschied zu GLP-1-Agonisten, betont aber: Eine Studie zu Herz-Kreislauf-Ereignissen gibt es für kein Amylin-Analog.

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