Beschreibung
MOTS-C (Mitochondrial Open Reading Frame of the 12S rRNA-c) ist ein 16-Aminosäuren-Peptid, das von der mitochondrialen DNA kodiert wird und damit zu einer kleinen Klasse mitochondrial-kodierter Peptide gehört. Entdeckt wurde MOTS-C von Lee et al. 2015 im Labor von Pinchas Cohen an der USC. Seither ist es zu einem der meistuntersuchten Compounds in der mitochondrialen Forschung geworden.
Der zentrale Mechanismus liegt im AMPK-Signaling. In Studienmodellen aktiviert MOTS-C die AMPK-Achse über das Folat-Methionin-One-Carbon-Pathway-System. AMPK ist der zentrale Energie-Sensor der Zelle und reguliert in aktivierter Form Glukose-Aufnahme, Fettsäure-Oxidation und mitochondriale Biogenese. Das macht MOTS-C zu einem Werkzeug für Studien zu Insulinsensibilität, Stoffwechsel-Flexibilität und altersbedingten Stoffwechsel-Veränderungen.
In präklinischen Studien wurden MOTS-C-Spiegel in mehreren Geweben mit Alterung, körperlicher Aktivität und Stoffwechsel-Status assoziiert. Die Hypothese: MOTS-C fungiert als endokrines Signal-Molekül zwischen Mitochondrien und Kern, das den zellulären Energie-Status kommuniziert. Damit ist MOTS-C eines der ersten gut charakterisierten Mitokine.
Im Setup wird MOTS-C typischerweise in Zell-Kulturen oder Tiermodellen mit definierten Konzentrationen über mehrere Wochen eingesetzt, um chronische Effekte auf den Stoffwechsel zu beobachten.
Du erhältst MOTS-C in 10mg-Vials im 10er-Pack.
Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.
Risiken & Sicherheit
MOTS-C gilt laut Studien als gut verträglich. Als körpereigenes, mitochondrial-kodiertes Peptid wird in den vorliegenden präklinischen Studien kein ausgeprägtes Toxizitäts-Profil beschrieben.
In Studien und Anwender-Berichten beobachtet:
- Injektions-Stelle: leichte Rötung, Druckgefühl oder vorübergehende Reizung an der Einstich-Stelle sind die häufigste Beobachtung bei subkutaner Anwendung.
- Kreislauf: vereinzelt werden kurzzeitiges Wärmegefühl, leichter Schwindel oder Müdigkeit kurz nach der Anwendung berichtet.
- AMPK-Wirkung auf den Stoffwechsel: über die AMPK-Achse moduliert MOTS-C Glukose-Aufnahme und Energie-Stoffwechsel, mögliche Effekte auf den Blutzucker werden in der Literatur diskutiert.
- Langzeitdaten fehlen: belastbare Humanstudien existieren kaum, der Großteil der Datenlage stammt aus Zell-Kulturen und Tiermodellen.
Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.
Studien
- The mitochondrial-derived peptide MOTS-c promotes metabolic homeostasis - Cell Metabolism 2015: Original-Charakterisierung des Compounds.
- The Mitochondrial-Encoded Peptide MOTS-c Translocates to the Nucleus to Regulate Nuclear Gene Expression in Response to Metabolic Stress - Cell Metabolism 2018: Unter metabolischem Stress wandert MOTS-c AMPK-abhängig in den Zellkern und reguliert dort Gene der Stress-Antwort, unter anderem im Zusammenspiel mit dem Transkriptionsfaktor NRF2.
- MOTS-c is an exercise-induced mitochondrial-encoded regulator of age-dependent physical decline and muscle homeostasis - Nature Communications 2021: MOTS-c steigerte in jungen, mittelalten und alten Mäusen die körperliche Leistungs-Fähigkeit. Beim Menschen stieg die körpereigene MOTS-c-Expression in Skelettmuskel und Blut nach Belastung an.
- Mitochondrial-Encoded Peptide MOTS-c, Diabetes, and Aging-Related Diseases - Diabetes & Metabolism Journal 2023: Übersichts-Arbeit zu mitochondrial kodierten Peptiden mit Schwerpunkt auf den neueren MOTS-c-Daten zu Typ-1- und Typ-2-Diabetes und altersassoziierten Erkrankungen.

