Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen. Produkte sind nicht zur Anwendung am Menschen freigegeben. Konsultiere bei gesundheitlichen Fragen einen Arzt.

Lexikon

Mitochondrien

MOTS-c

Mitochondriales Peptid. Wird mit Stoffwechsel, Insulin-Sensitivität und Trainings-Anpassung in Verbindung gebracht.

3 Min. Lesezeit 1 Quellen Rechner Stand Mai 2026
Klasse
Mitochondrial-derived Peptid (MDP)
Anwendung
Subkutan
Frequenz
2-3x pro Woche (in Kuren)
Form
Lyophilisat (Pulver), mit BAC-Wasser rekonstituiert

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Was ist MOTS-c?

MOTS-c ist ein kurzes Peptid, das von der DNA der Mitochondrien kodiert wird, also den Kraftwerken der Zelle. Solche mitochondrialen Peptide sind ein relativ junges Forschungsfeld. Im Research-Kontext wird MOTS-c mit Stoffwechsel, Insulin-Sensitivität und der Anpassung an Training in Verbindung gebracht.

Angewendet wird es subkutan, dosiert in Milligramm. Geliefert wird es als gefriergetrocknetes Pulver, das du mit bakteriostatischem Wasser auflöst.

Wie es wirkt

MOTS-c greift in den Energiestoffwechsel der Zelle ein, unter anderem über den Enzym-Schalter AMPK, der bei Energiemangel und Training aktiv wird. In Studien an Mäusen verbesserte das die Insulin-Sensitivität und schützte vor ernährungsbedingter Gewichtszunahme und Insulinresistenz.

Vereinfacht wirkt MOTS-c wie ein Signal, das dem Körper sagt: "behandle Energie effizienter", ähnlich wie es Bewegung tut. Daher das Interesse im Stoffwechsel- und Longevity-Kontext.

Was du brauchst

Für die subkutane Anwendung brauchst du:

  • Das MOTS-c-Vial mit dem gefriergetrockneten Pulver
  • Bakteriostatisches Wasser zum Auflösen
  • U-100-Insulinspritzen
  • Alkoholtupfer für den Vial-Deckel und die Hautstelle
  • Einen verschließbaren Behälter für gebrauchte Nadeln

Rekonstitution

Das Pulver wird mit bakteriostatischem Wasser aufgelöst. Wie viel Wasser du nimmst, bestimmt die Konzentration und damit, wie viele Einheiten du für deine Dosis auf der Insulinspritze aufziehst.

Den Rechner oben kannst du dafür nutzen: Vial-Größe und Wassermenge wählen, und du siehst Konzentration und Einheiten pro Dosis.

Beim Auflösen das BAC-Wasser einfach reingeben, es ist egal ob es direkt aufs Pulver trifft. Danach schwenken oder schütteln, bis sich alles gelöst hat, beides ist okay.

Injektion

Gespritzt wird subkutan ins Unterhautfettgewebe, klassisch in den Bauch.

  • Hautstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und kurz trocknen lassen
  • Eine kleine Hautfalte abheben
  • Die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad einstechen
  • Langsam injizieren, kurz warten, dann die Nadel zurückziehen
  • Die Nadel sofort in den Sammelbehälter geben

Einstichstelle wechseln.

Dosierung

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Was die Forschung zeigt

Die zentrale Arbeit (Lee, 2015) beschrieb MOTS-c als mitochondriales Peptid, das in Mäusen die Stoffwechsel-Balance fördert und vor ernährungsbedingter Adipositas und Insulinresistenz schützt, vermittelt über AMPK. Das ist eine starke präklinische Grundlage. Große Studien am Menschen stehen aber noch aus, das gehört ehrlich dazu.

Die Studie mit Link findest du unten im Quellenblock.

Nebenwirkungen

MOTS-c gilt als gut verträglich. Berichtet werden meist leichte Dinge: Reaktionen an der Einstichstelle, gelegentlich Müdigkeit. Belastbare Langzeit-Sicherheitsdaten am Menschen fehlen, deshalb sind Kuren mit Pausen sinnvoller als Dauerbetrieb.

Praxis

  • In Kuren über einige Wochen fahren, dann Pause.
  • Gut mit Training kombinierbar, beide adressieren den Energiestoffwechsel.
  • Schlaf und Ernährung sind die Basis, MOTS-c baut darauf auf.

Lagerung

Das ungelöste Pulver ist robust, normale Raumtemperatur (rund 20 bis 25 Grad) reicht, am besten dunkel lagern. Die rekonstituierte Lösung kommt in den Kühlschrank (2 bis 8 Grad) und bleibt dort mindestens 8 bis 10 Wochen nahezu ohne Wirkstoffverlust stabil, in der Praxis deutlich länger. Das bakteriostatische Wasser bringt einen Konservierungsstoff mit, der die gelöste Form länger stabil hält.

Evidenz

Quellen

  1. 1 Mitochondrial-derived Peptid MOTS-c fördert Stoffwechsel-Balance, reduziert Adipositas und Insulinresistenz (präklinisch). Lee et al., Cell Metabolism, 2015

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