Was ist MOTS-c?
MOTS-c ist ein kurzes Peptid, das von der DNA der Mitochondrien kodiert wird, also den Kraftwerken der Zelle. Solche mitochondrialen Peptide sind ein relativ junges Forschungsfeld. Im Research-Kontext wird MOTS-c mit Stoffwechsel, Insulin-Sensitivität und der Anpassung an Training in Verbindung gebracht.
Angewendet wird es subkutan, dosiert in Milligramm. Geliefert wird es als gefriergetrocknetes Pulver, das du mit bakteriostatischem Wasser auflöst.
Vergleich
Im Vergleich mit verwandten Wirkstoffen
Wo die Wirkstoffe ansetzen, so wie im TPD-Lexikon beschrieben. Ein Klick öffnet den Eintrag.
Wie es wirkt
MOTS-c greift in den Energiestoffwechsel der Zelle ein, unter anderem über den Enzym-Schalter AMPK, der bei Energiemangel und Training aktiv wird. In Studien an Mäusen verbesserte das die Insulin-Sensitivität und schützte vor ernährungsbedingter Gewichtszunahme und Insulinresistenz.
Vereinfacht wirkt MOTS-c wie ein Signal, das dem Körper sagt: "behandle Energie effizienter", ähnlich wie es Bewegung tut. Daher das Interesse im Stoffwechsel- und Longevity-Kontext.
Wirkorte
Indirekte Ziele, mehrere Organe
Punkt oder Karte antippen. Farbe = Ansatzpunkt, grau = in Studien beobachtet.
- Skelettmuskel
Körpereigenes MOTS-c stieg nach dem Radfahren im Muskel auf das 11,9-Fache (Messung, keine Gabe)3
In Studien beobachtet - Fettgewebe
Braunes Fett aktiver, weniger Fetteinlagerung (Mäuse)9
AMPK - Leber
Mehr Fettverbrennung, weniger Fettleber (Mäuse)8
In Studien beobachtet - Bauchspeicheldrüse
Weniger gealterte Inselzellen, bessere Glukosetoleranz (Mäuse)10
In Studien beobachtet
Ziele in der Datenbank ChEMBL15
Vier erfasste Mechanismen, Art der Wirkung je Karte.
- Gen
- PRKAA1
- UniProt
- Q13131
- ChEMBL
- CHEMBL4045
- Wirkung
- Indirekt aktiviert über den Folatzyklus und AICAR
- Gen
- PRKAA2
- UniProt
- P54646
- ChEMBL
- CHEMBL2116
- Wirkung
- Indirekt aktiviert, ohne sie schwächere Wirkung in Zellen
- Gen
- NFE2L2
- UniProt
- Q16236
- ChEMBL
- CHEMBL1075094
- Wirkung
- Wechselwirkung im Zellkern unter Stress
- Gen
- HSF1
- UniProt
- Q00613
- ChEMBL
- CHEMBL5869
- Wirkung
- Nötig für die Stressanpassung von Muskelzellen
Was du brauchst
Für die subkutane Anwendung brauchst du:
Material
5 Teile, nummeriert wie im Bild
Hak ab, was du schon hast. Vial und BAC-Wasser sind unsere echten Shop-Fotos in gleicher Größe.
-
MOTS-c-Vial
Das MOTS-c-Vial mit dem gefriergetrockneten Pulver
-
Bakteriostatisches Wasser
Bakteriostatisches Wasser zum Auflösen
-
U-100-Insulinspritzen
U-100-Insulinspritzen
-
Alkoholtupfer
Alkoholtupfer für den Vial-Deckel und die Hautstelle
-
Abwurfbehälter
Einen verschließbaren Behälter für gebrauchte Nadeln
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Rekonstitution
Das Pulver wird mit bakteriostatischem Wasser aufgelöst. Wie viel Wasser du nimmst, bestimmt die Konzentration und damit, wie viele Einheiten du für deine Dosis auf der Insulinspritze aufziehst.
Den Peptid-Rechner kannst du dafür nutzen: Wenn du Vial-Größe und Wassermenge wählst, siehst du Konzentration und Einheiten pro Dosis.
Beim Auflösen das BAC-Wasser einfach reingeben, es ist egal ob es direkt aufs Pulver trifft. Danach schwenken oder schütteln, bis sich alles gelöst hat, beides ist okay.
Schritt für Schritt
So löst du das Pulver
Vier Schritte, gleich für jede Vial-Größe.
- 1Deckel abwischen
Den Gummistopfen mit einem Alkoholtupfer reinigen.
- 2BAC-Wasser zugeben
Einfach reingeben, egal ob es direkt aufs Pulver trifft.
- 3Schwenken oder schütteln
Bis sich alles gelöst hat, beides ist okay.
- 4Aufziehen
Mit der U-100-Insulinspritze.
Injektion
Gespritzt wird subkutan ins Unterhautfettgewebe, klassisch in den Bauch (rund um den Nabel aussparen), die Vorderseite und die Innenseite des Oberschenkels oder die Rückseite des Oberarms.
Injektion
Wo und in welchem Winkel
Stelle antippen oder Winkel umschalten. Subkutan heißt: ins Unterhautfett, nicht in den Muskel.
Stelle jedes Mal wechseln, nie zweimal hintereinander dieselbe.
Faustregel: Wo mehr Unterhautfett ist, gerade im 90-Grad-Winkel einstechen. Bei schlanken Personen mit wenig Fett im 45-Grad-Winkel, damit die Nadel im Unterhautfett bleibt. Vereinfachtes Schema.
-
Hautstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und kurz trocknen lassen
-
Eine kleine Hautfalte abheben
-
Die Nadel einstechen: im 90-Grad-Winkel, wenn an der Stelle mehr Unterhautfett ist, im 45-Grad-Winkel bei schlanken Personen mit wenig Fett
-
Langsam injizieren, kurz warten, dann die Nadel zurückziehen
-
Die Nadel sofort in den Sammelbehälter geben
Einstichstelle wechseln.
Dosierung
Dosierung
Dosierung, Titrationsplan und Spritze
Die Dosierung wird geladen …
- Einstieg und Steigerung als Treppe
- Einheiten auf der U-100-Spritze je Stufe
- Wie lange ein Vial reicht
Was die Forschung zeigt
Die zentrale Arbeit (Lee, 2015) beschrieb MOTS-c als mitochondriales Peptid, das in Mäusen die Stoffwechsel-Balance fördert und vor ernährungsbedingter Adipositas und Insulinresistenz schützt, vermittelt über AMPK. Das ist eine starke präklinische Grundlage. Große Studien am Menschen stehen aber noch aus, das gehört ehrlich dazu.
Die Studie mit Link findest du unten im Quellenblock.
Studienergebnisse
Was die Studien gemessen haben
Zum Ausprobieren: Reiter wechseln, Punkte antippen, Arme aus- und einblenden. Die Arme heißen relativ zueinander, keine Dosisempfehlung.
Schnellste Laufstufe erreicht3
Anteil der Mäuse, die im Laufbandtest die letzte, schnellste Stufe schafften
Werte aus dem Volltext der Studie. Tierversuche mit kleinen Gruppen, nicht auf Menschen übertragbar. Die alten Mäuse liefen mit MOTS-c außerdem doppelt so lange.
Insulinwirkung im Clamp-Test1
Mehr Glukose nötig, um den Blutzucker unter Insulin stabil zu halten, fettreiches Futter, 7 Tage
Die Studie nennt rund 30 Prozent. Je mehr Glukose nötig ist, desto stärker wirkt Insulin. Gemessen an Mäusen, nicht an Menschen.
Körpereigenes MOTS-c beim Radfahren3
Anstieg gegenüber dem Ausgangswert, 10 junge Männer
Nur Messungen des körpereigenen MOTS-c, ohne Gabe von MOTS-c. Werte aus der Studie, im Muskel deutlich, im Blut weniger.
Körpereigenes MOTS-c im Blut4
Gesunde Männer, Unterschied zur jungen Gruppe, nüchtern gemessen
Beobachtung ohne Gabe von MOTS-c: gemessen wurde nur, was der Körper selbst bildet. Werte aus dem Volltext der Studie.
Forschungsstand
Studienlage
Registrierte Studien mit Stand, Teilnehmenden und Ergebnissen. Stand 26.10.2026. 14
- Präklinik Zellversuche und Mäuse
- Phase 1 1 Studie, 1 abgeschlossen
- Phase 2 keine registrierte Studie
- Phase 3 keine registrierte Studie
- Zulassung noch nicht
Neben 1 Phase-1-Studie gibt es keine registrierte Studie ab Phase 2. 14
Nebenwirkungen
Belastbare Daten zur Verträglichkeit am Menschen gibt es noch nicht. Berichtet werden meist leichte Dinge: Reaktionen an der Einstichstelle, gelegentlich Müdigkeit. Weil auch Langzeit-Sicherheitsdaten fehlen, sind Kuren mit Pausen sinnvoller als Dauerbetrieb.
Praxis
-
In Kuren über einige Wochen fahren, dann Pause.
-
Gut mit Training kombinierbar, beide adressieren den Energiestoffwechsel.
-
Schlaf und Ernährung sind die Basis, MOTS-c baut darauf auf.
Lagerung
Das ungelöste Pulver ist robust, normale Raumtemperatur (rund 20 bis 25 Grad) reicht, am besten dunkel lagern. Die rekonstituierte Lösung kommt in den Kühlschrank (2 bis 8 Grad) und bleibt dort mindestens 4 bis 6 Monate nahezu ohne Wirkstoffverlust stabil, in der Praxis deutlich länger. Das bakteriostatische Wasser bringt einen Konservierungsstoff mit, der die gelöste Form länger stabil hält.
Haltbarkeit
Wie lange es hält
Robust, ein Kühlschrank ist nicht nötig. Hält so problemlos mehrere Monate.
Mindestens 4 bis 6 Monate nahezu ohne Wirkstoffverlust. Das bakteriostatische Wasser bringt einen Konservierungsstoff mit.
- Dunkel lagern
- Gelöst: 2 bis 8 Grad
- Anmischdatum notieren