PT-141 Nasal, Produktfoto
Sexuelle Gesundheit

PT-141 Nasal

Synthetisches Heptapeptid und Melanocortin-Rezeptor-Agonist. Schwerpunkt auf zentrale Mechanismen sexueller Funktion. Hier als gebrauchsfertiges Nasenspray.

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Auf einen Blick

PT-141 Nasal in Zahlen

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Ganzer Lexikon-Eintrag

Wie lange bleibt es im Körper?

Anteil nach einer Gabe, gerechnet mit ~2 Stunden Halbwertszeit

Halbwertszeit ~2 Stunden
Nach 4 Stunden noch 25 %
Stunde 2 · 50 %Stunde 4 · 25 %Stunde 6 · 12,5 %Stunde 10 · 3,1 %

Vereinfachtes Modell ohne Aufnahmephase, Halbwertszeit aus dem TPD-Lexikon.

Klasse
Nicht selektiver Melanocortin-Agonist

vor allem MC4R und MC1R, dazu MC3R, zyklisches Heptapeptid, medizinisch: Bremelanotid

Halbwertszeit
Rund 2 Stunden nach nasaler Gabe

1,9 bis 2,1 Stunden, Spitzenspiegel nach etwa 30 Minuten

Frequenz
Höchstens einmal in 24 Stunden und höchstens 8 Anwendungen im Monat (Regel der Zulassung für die Spritze)
Form
Fertiges Nasenspray, 10 mg in 5,4 ml

1,85 mg/ml, rund 185 mcg je Sprühstoß, rund 50 Sprühstöße

Größen
10 mg

1 Größe im Shop

Nur für Forschungs- und Bildungszwecke. Werte aus dem TPD-Lexikon, Quellen dort verlinkt.

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Wissen

Alles zu PT-141 Nasal

Beschreibung

PT-141 (auch Bremelanotide) ist ein synthetisches zyklisches Heptapeptid, das aus dem Stoffwechsel-Profil von Melanotan-2 abgeleitet wurde. Im Gegensatz zu MT-2 wirkt PT-141 nicht primär auf Pigmentations-Pfade, sondern als hochaffiner Agonist an den Melanocortin-Rezeptoren MC3R und MC4R, mit besonderem Fokus auf den MC4R-Pfad im zentralen Nervensystem.

In der Forschung gehört PT-141 zu den am besten untersuchten Compounds im Bereich melanocortinerger Mechanismen sexueller Funktion. Anders als klassische PDE-5-Inhibitoren, die peripher die Vasodilatation modulieren, wirkt PT-141 zentral über hypothalamische Melanocortin-Rezeptor-Systeme. In Studienmodellen wurden Effekte auf sexuelle Erregung und Libido bei männlichen und weiblichen Subjekten beobachtet.

Nasal wurde PT-141 in frühen klinischen Studien an Männern geprüft: Der Spitzenspiegel lag nach etwa 30 Minuten, die Halbwertszeit bei rund 2 Stunden (Diamond 2004). PT-141 wird hauptsächlich über die Niere ausgeschieden, mit minimaler Plasma-Protein-Bindung. In einer Crossover-Studie an 19 Männern mit Erektionsstörung verstärkte nasales PT-141 zusammen mit niedrig dosiertem Sildenafil die Erektionsantwort gegenüber Sildenafil allein (Diamond 2005).

Klinisch hat PT-141 in den USA 2019 als Vyleesi eine Zulassung für hypoaktive Sexual Desire Disorder bei prämenopausalen Frauen erhalten, als subkutane Injektion zur Selbstanwendung. Das macht die Datenbasis im Vergleich zu vielen anderen Peptiden besonders robust, die Zulassungsstudien gelten aber für die Spritze, nicht für das Nasenspray. Neben den primären Sexual-Anwendungen werden auch Effekte auf appetit-regulierende Pfade und melanocortinerge Stress-Antwort untersucht.

Diese Variante ist ein gebrauchsfertiges Nasenspray: 10mg PT-141 sind in 5 ml NaCl-Lösung und 0,4 ml bakteriostatischem Wasser gelöst (zusammen 5,4 ml), selbst anmischen musst du nichts. Ein Sprühstoß (0,1 ml) enthält rund 185 mcg, eine Flasche reicht für rund 50 Sprühstöße. Das Nasenspray wird nach deiner Bestellung frisch gemacht und als Express verschickt. Als Pulver zum Auflösen gibt es PT-141 weiterhin in Vials.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Risiken & Sicherheit

PT-141 hat durch die Zulassung als Vyleesi (subkutan) eine vergleichsweise robuste klinische Datenbasis, zeigt laut Studien aber ein definiertes Nebenwirkungs-Profil über die zentrale Melanocortin-Aktivierung.

In Studien und Anwender-Berichten dokumentiert:

  • Übelkeit: Übelkeit ist die am häufigsten dokumentierte Beobachtung nach Anwendung und kann je nach Dosis ausgeprägt sein.
  • Flushing und Kopfschmerzen: Gesichts-Flushing, Wärmegefühl und Kopfschmerzen sind in der Literatur regelmäßig beschrieben.
  • Blutdruck-Veränderungen: in klinischen Studien wurden vorübergehende Blutdruck-Anstiege und ein leichter Abfall der Herzfrequenz dokumentiert, meist transient.
  • Pigment-Veränderungen: durch die Melanocortin-Aktivität ist eine Verdunkelung von Haut, Muttermalen oder Sommersprossen bei wiederholter Exposition möglich.
  • Nasenschleimhaut: beim Spray kommen lokale Effekte dazu: Reizung der Schleimhaut, Niesen, laufende Nase und ein bitterer Geschmack im Rachen, wenn Lösung nach hinten läuft.

Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.

Studien

Dosierung

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FAQ

Häufige Fragen

Quellen zu jeder Antwort: Lexikon-Eintrag

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Ist PT-141 zugelassen?

Ja, als Bremelanotid in den USA seit 2019. Die Zulassung ist eng: Frauen vor den Wechseljahren mit erworbenem, generalisiertem Mangel an sexuellem Verlangen, der Leidensdruck macht. Nicht für Männer, nicht nach den Wechseljahren und laut Fachinformation nicht, um die sexuelle Leistung zu steigern.

Was unterscheidet PT-141 von PDE-5-Hemmern?

Der Ansatzpunkt. PDE-5-Hemmer wirken über die Durchblutung. Bremelanotid aktiviert Melanocortin-Rezeptoren, darunter MC4R auf Nervenzellen im Gehirn. Wie daraus mehr Verlangen entsteht, ist laut Fachinformation nicht geklärt.

Was haben die Phase-3-Studien gezeigt?

In zwei Studien mit zusammen 1.267 Frauen stieg das Verlangen nach 24 Wochen um 0,35 Punkte mehr als unter Placebo, der Leidensdruck sank um 0,33 Punkte mehr. Beides war statistisch signifikant. In der offenen Verlängerung über 52 Wochen blieben die Werte stabil.

Wie lange bleibt PT-141 im Körper?

Nach einer Gabe unter die Haut ist der Spiegel nach rund einer Stunde am höchsten, die Halbwertszeit liegt bei etwa 2,7 Stunden. Das passt zur Anwendung bei Bedarf, so wie es der Eintrag beschreibt.

Welche Nebenwirkungen wurden beobachtet?

Am häufigsten Übelkeit (40 Prozent gegenüber 1,3 Prozent unter Placebo), Hitzegefühl im Gesicht (20 Prozent) und Kopfschmerz (11 Prozent). Übelkeit war der häufigste Abbruchgrund. Der Blutdruck stieg nach einer Gabe kurz um wenige mmHg an.

Was ist mit dunklen Flecken auf der Haut?

Über MC1R regt Bremelanotid die Pigmentbildung an. Fleckige Dunkelfärbung, auch im Gesicht und am Zahnfleisch, war bei Gabe nach Fachinformation selten (rund 1 Prozent). Nach bis zu 16 Gaben an aufeinanderfolgenden Tagen trat sie bei mehr als einem Drittel auf und ging nicht bei allen wieder weg.

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