Reta + Tesamorelin Blend, Produktfoto
GLP-1

Reta + Tesamorelin Blend

Injizierbarer Blend aus dem Triple-Inkretin-Agonist Retatrutide und dem GHRH-Analog Tesamorelin. Metabolik trifft GH-Achse in einem Vial.

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Auf einen Blick

Reta + Tesamorelin Blend in Zahlen

Die wichtigsten Werte aus unserem Lexikon.

Ganzer Lexikon-Eintrag
Typ
Injizierbares Blend

Triple-Agonist + GHRH-Analog

Größen
20 mg

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Wissen

Alles zu Reta + Tesamorelin Blend

Beschreibung

Dieser Blend kombiniert zwei Forschungssubstanzen aus unterschiedlichen Klassen in einem injizierbaren Vial. Retatrutide (LY3437943) ist ein Triple-Inkretin-Agonist, der gleichzeitig GLP-1-, GIP- und Glukagon-Rezeptoren aktiviert. Tesamorelin ist ein synthetisches Analog des Growth-Hormone-Releasing-Hormone (GHRH). Retatrutide adressiert die Inkretin-Achse mit drei Rezeptor-Systemen gleichzeitig, wobei die Glukagon-Komponente in der Forschung mit erhöhter Energieabgabe und gesteigertem Lipid-Abbau assoziiert wird. Tesamorelin wirkt an einem ganz anderen Ort: als selektiver Agonist am GHRH-Rezeptor der Hypophyse, der die körpereigene, pulsatile Wachstumshormon-Ausschüttung anregt, statt GH direkt zuzuführen.

Beide Wirkstoffe sind in ihrer klinisch untersuchten Form injizierbare Peptide. Genau so kommt dieser Blend: als gefriergetrocknetes Pulver (Lyophilisat), das du mit bakteriostatischem Wasser rekonstituierst und subkutan anwendest. Damit entspricht die Darreichung dem Weg, auf dem die publizierten Studien beruhen. Ehrlich einzuordnen ist trotzdem: Es gibt keine belastbaren klinischen Daten zu genau dieser Reta-plus-Tesamorelin-Kombination in einem Vial. Die Evidenz stammt aus den Einzelsubstanzen. Die beiden haben sehr unterschiedliche Dosier-Größenordnungen, was die feste 1:1-Mischung experimentell macht.

Die zentralen Forschungs-Befunde stammen aus den injizierbaren Einzelsubstanzen. Für Retatrutide zeigten Phase-2-Daten nach 48 Wochen Körpergewichts-Reduktionen von bis zu 24,2 Prozent in Studienmodellen mit adipösen Probanden, in der MASLD-Forschung Reduktionen des Leber-Fett-Anteils. Für Tesamorelin dokumentierten gepoolte Phase-3-Studien signifikante Reduktionen des viszeralen Fettgewebes bei gleichzeitigem Erhalt des subkutanen Fetts und einem Anstieg des IGF-1. Diese Befunde gelten für die jeweilige subkutane Mono-Anwendung, nicht für die Kombination.

Du erhältst diesen Blend als Forschungssubstanz in 10 Vials à 20 mg pro Vial (10 mg Retatrutide plus 10 mg Tesamorelin), als Lyophilisat zum Rekonstituieren. Das Format ist für experimentelle Forschungs-Ansätze gedacht.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Studien

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Häufige Fragen

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Ist der Reta + Tesamorelin Blend zugelassen oder untersucht?

Nein. Am 26. Oktober 2026 steht im Register ClinicalTrials.gov keine Studie mit Retatrutide und Tesamorelin zusammen. Tesamorelin allein ist in den USA seit 2010 zugelassen, Retatrutide ist in Phase 3 und nicht zugelassen.

Wo liegt der Haken an der festen Mischung?

Die beiden Wirkstoffe wurden in ganz unterschiedlichen Rhythmen untersucht: Retatrutide einmal pro Woche, Tesamorelin täglich. In einem 1:1-Vial lassen sich die Bereiche aus beiden Studienprogrammen nicht gleichzeitig treffen. Der Eintrag richtet sich deshalb am Retatrutide-Anteil aus.

Was zeigen die Studien zu Retatrutide?

In Phase 2 sank das Körpergewicht nach 48 Wochen in der höchsten Studiendosis um 24,2 Prozent, unter Placebo um 2,1 Prozent. In Phase 3 (TRIUMPH-1) waren es nach 80 Wochen 25,0 gegen 3,9 Prozent. Eine Meta-Analyse mit 878 Teilnehmenden bestätigte deutliche Effekte auf Gewicht und Stoffwechselwerte.

Was zeigen die Studien zu Tesamorelin?

Bei 806 Patienten mit HIV und zu viel Bauchfett sank das viszerale Fett in 26 Wochen um 15,4 Prozent stärker als unter Placebo, das Unterhautfett blieb fast gleich. IGF-1 stieg, der Blutzucker blieb stabil. Wer weitermachte, hielt den Effekt bis Woche 52.

Welche Nebenwirkungen wurden bei den Bestandteilen beobachtet?

Retatrutide: vor allem Übelkeit, Durchfall und andere Magen-Darm-Beschwerden, abhängig von der Dosis, dazu ein leichter Anstieg des Pulses. Tesamorelin: Reaktionen an der Einstichstelle, Gelenk- und Muskelschmerzen, Wassereinlagerungen und Kribbeln. Ein Sicherheitsprofil für die Mischung gibt es nicht.

Welche Studien laufen noch?

Zu Retatrutide laufen neun Phase-3-Studien, die größte zu Herz- und Nierenereignissen bis 2029. Die Phase-3-Studien zu Tesamorelin sind seit Jahren abgeschlossen. Eine Studie zur Mischung steht nicht im Register.

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