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S-23

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Auf einen Blick

S-23 in Zahlen

Die wichtigsten Werte aus unserem Lexikon.

Ganzer Lexikon-Eintrag
Klasse
SARM

nicht-steroidal, voller Agonist am Androgen-Rezeptor

Halbwertszeit
Beim Menschen nicht bestimmt
Anwendung
Oral

täglich

Form
Tablette

10 oder 20 mg

Größen
10 bis 20 mg

2 Größen im Shop

Nur für Forschungs- und Bildungszwecke. Werte aus dem TPD-Lexikon, Quellen dort verlinkt.

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Wofür wurde S-23 entwickelt?

Als orale Verhütung für Männer. Die Idee: über den Androgen-Rezeptor die Hormonachse so stark bremsen, dass die Spermienbildung aussetzt, während Muskel und Knochen versorgt bleiben. Über Versuche an Ratten ist S-23 nie hinausgekommen.

Ist S-23 zugelassen oder am Menschen geprüft?

Nein. Im Register ClinicalTrials.gov steht keine Studie zu S-23 (Stand 26. Oktober 2026). Die einzigen Daten am Menschen stammen aus Dopinglaboren, die Einzel- und Mikrodosen gaben, um den Nachweis zu verbessern. Alles hier ist Forschungsstand und keine Empfehlung.

Was zeigte der Rattenversuch?

S-23 band mit einem Ki von 1,7 nM sehr fest an den Rezeptor. Allein gegeben senkte es über 14 Tage das LH um mehr als die Hälfte. Zusammen mit Östradiol hatten in einer Gruppe vier von sechs Ratten keine Spermien, es gab keine Trächtigkeit. 100 Tage nach dem Absetzen lag die Trächtigkeitsrate wieder bei 100 Prozent.

Warum bekamen die Ratten zusätzlich Östradiol?

Weil S-23 die Hormonachse bremst, sinkt das eigene Testosteron und damit auch das Östradiol, das daraus entsteht. Ohne Östradiol ging das Sexualverhalten der Ratten verloren. Östradiol allein änderte die Spermienbildung nicht.

Wie lange ist S-23 nachweisbar?

Nach einer einzigen Tablette fanden Ameline und Kollegen S-23 bis zu 28 Tage im Urin. Alhalabi und Kollegen gaben nur Mikrogramm-Mengen: auch die kleinste blieb im Mittel rund 253 Stunden nachweisbar, die größte rund 544 Stunden. 2022 fiel S-23 in fünf positiven Dopingproben auf.

Was weiß man über Nebenwirkungen?

Zu S-23 selbst gibt es keine Sicherheitsdaten am Menschen. Eine systematische Übersicht zu SARMs bei Gesunden fand 15 Fallberichte über Leberschäden und in klinischen Studien im Mittel bei 7,1 Prozent erhöhtes ALT. Das gilt für die Klasse, nicht gezielt für S-23.

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