MK-677 (Ibutamoren), Produktfoto
SARMs

MK-677 (Ibutamoren)

Oraler Ghrelin-Rezeptor-Agonist. Stimuliert die endogene Wachstumshormon-Achse - kein klassischer SARM, aber im Stack-Kontext meistens dort geführt.

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MK-677 (Ibutamoren) in Zahlen

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Wie lange bleibt es im Körper?

Anteil nach einer Gabe, gerechnet mit ~24 Stunden Halbwertszeit

Halbwertszeit ~24 Stunden
Nach 48 Stunden noch 25 %
Stunde 24 · 50 %Stunde 48 · 25 %Stunde 72 · 12,5 %Stunde 120 · 3,1 %

Vereinfachtes Modell ohne Aufnahmephase, Halbwertszeit aus dem TPD-Lexikon.

Klasse
Ghrelin-Rezeptor-Agonist

GHSR, oral aktiv

Halbwertszeit
rund 24 Stunden
Anwendung
Oral

1 Tablette pro Tag

Größen
10 bis 15 mg

2 Größen im Shop

Nur für Forschungs- und Bildungszwecke. Werte aus dem TPD-Lexikon, Quellen dort verlinkt.

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Wissen

Alles zu MK-677 (Ibutamoren)

Beschreibung

MK-677 (Ibutamoren, Ibutamoren-Mesylate) ist ein oraler Ghrelin-Rezeptor-Agonist und Wachstumshormon-Sekretagogue. Trotz Listung in der SARM-Kategorie wirkt MK-677 strukturell und mechanistisch nicht über den Androgen-Rezeptor, sondern aktiviert den GHS-Rezeptor (Ghrelin-Rezeptor) im Hypothalamus und in der Hypophyse.

Laut Studien stimuliert MK-677 die pulsatile Wachstumshormon-Sekretion auf physiologischem Weg. Im Gegensatz zu exogenem GH (rhGH) erhält MK-677 den natürlichen Negative-Feedback-Loop über IGF-1, was eine Über-Stimulation verhindert. Studien zeigen, dass ältere Erwachsene unter MK-677 GH-Pulsamplituden erreichen, wie sie typisch für junge Erwachsene sind.

Die Pharmakokinetik ist ausgezeichnet: oral verfügbar mit Halbwertszeit von 4-6 Stunden. Eine einmal tägliche Dosis reicht aus, um IGF-1-Spiegel über 24h zu erhöhen. Im Vergleich zu GHRPs (Peptid-Sekretagoga wie Ipamorelin) ist MK-677 deutlich praktischer (oral statt subkutan).

In der wegweisenden Nass-Studie 2008 (Annals of Internal Medicine) erhöhte MK-677 über zwei Jahre die fettfreie Masse bei älteren Erwachsenen um 1,6 kg gegenüber Placebo. Bekannte Effekte in Studien sind erhöhter Appetit (Ghrelin-Wirkung), milde Flüssigkeitsretention und leichter Anstieg des Nüchternblutzuckers (ca. 5 mg/dL).

Du erhältst MK-677 als orale Tabletten in einer Dose mit 10mg oder 25mg pro Tablette.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Risiken & Sicherheit

MK-677 liegt im mittleren Bereich der Risiko-Skala. Als Ghrelin-Rezeptor-Agonist wirkt der Compound über einen physiologischen Pfad, einige Begleiteffekte sind in den Studien aber konsistent dokumentiert.

In Studien und der Literatur dokumentiert:

  • Appetit-Steigerung: als direkte Ghrelin-Wirkung ist ein deutlich erhöhter Appetit der häufigste dokumentierte Effekt.
  • Wassereinlagerung: milde Flüssigkeitsretention ist in den Studien beschrieben, besonders zu Beginn der Anwendung.
  • Blutzucker: ein leichter Anstieg des Nüchternblutzuckers ist dokumentiert, in vorbestehender Insulinresistenz-Forschung relevant.
  • Prolaktin: ein möglicher Anstieg des Prolaktin-Spiegels ist in der Literatur beschrieben.
  • Keine HPG-Suppression: im Gegensatz zu echten SARMs supprimiert MK-677 die HPG-Achse nicht.

Eine Begleitung durch Bluttests wird empfohlen. Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.

Studien

Dosierung

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FAQ

Häufige Fragen

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Ist Ibutamoren zugelassen?

Nein, Stand 26. Oktober 2026 gibt es keine Zulassung. ChEMBL führt höchste Phase 2. Im Register stehen zwei Phase-3-Studien unter dem Namen LUM-201 bei Kindern mit Wachstumshormonmangel, eine davon rekrutiert, die andere noch nicht.

Wie wirkt Ibutamoren?

Es bindet laut ChEMBL direkt an den Ghrelin-Rezeptor GHSR und aktiviert ihn. Bei Älteren stieg das mittlere Wachstumshormon über 24 Stunden um 97 Prozent, weil die vorhandenen Pulse höher wurden, nicht zahlreicher. IGF-1 lag nach 4 Wochen im Bereich junger Erwachsener.

Baut Ibutamoren Muskeln auf?

Die fettfreie Masse stieg in Studien: bei gesunden Älteren um 1,1 kg in 12 Monaten (Placebo -0,5 kg), bei übergewichtigen Männern in 8 Wochen ebenfalls. Kraft und Funktion besserten sich bei den Älteren aber nicht. Ein Teil der Zunahme kann Wasser sein.

Was passiert mit dem Schlaf?

In einer kleinen Studie mit jungen Erwachsenen verlängerte die höchste Studiendosis den Tiefschlaf um rund 50 Prozent und den REM-Schlaf um mehr als 20 Prozent. Abweichungen vom normalen Schlaf sanken von 42 auf 8 Prozent. Bei Älteren stieg der REM-Schlaf um fast 50 Prozent.

Warum gab es trotz höherem IGF-1 keinen Nutzen?

Bei Alzheimer stieg IGF-1 um 72,9 Prozent, das Fortschreiten der Krankheit änderte sich nicht. Nach einer Hüftfraktur stieg IGF-1 ebenfalls, die meisten Funktionswerte besserten sich aber nicht. Die Studie wurde wegen Herzschwäche bei einzelnen Patienten vorzeitig beendet.

Welche Nebenwirkungen wurden beobachtet?

Am häufigsten mehr Appetit, der nach einigen Monaten nachließ, dazu leichte Wassereinlagerung in den Beinen und Muskelschmerzen. Der Nüchternblutzucker stieg, die Insulinempfindlichkeit sank. Cortisol stieg in der Langzeitstudie leicht.

Wie lange wurde Ibutamoren am Menschen untersucht?

Die längste Studie lief 2 Jahre bei gesunden Älteren und bestätigte die Ergebnisse nach 12 Monaten. Die Alzheimer-Studie lief 12 Monate mit 563 Teilnehmenden.

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