SS-31, Produktfoto

Laborbericht

PDF
99%
Reinheit
Probe
SS-31 50mg
Labor
Analiza Białek
Datum
Juli 2026
Ergebnis
99% Reinheit (55,08 mg gemessen)
Bestell-Nr.
Passwort

Unabhängig getestet, mit Passwort direkt beim Labor prüfbar.

Anti-Aging

SS-31

Mitochondriales Cardiolipin-Bindungs-Peptid. Wirkstoff für innere Membran-Integrität.

Bestellen

Stückpreis -
  • DHL mit Tracking
  • Diskrete Verpackung
Auf einen Blick

SS-31 in Zahlen

Die wichtigsten Werte aus unserem Lexikon.

Ganzer Lexikon-Eintrag
Klasse
Mitochondrien-gerichtetes Peptid
Halbwertszeit
kurz
Anwendung
Subkutan

in mg

Größen
10 bis 100 mg

3 Größen im Shop

Nur für Forschungs- und Bildungszwecke. Werte aus dem TPD-Lexikon, Quellen dort verlinkt.

Wissen

Alles zu SS-31

Beschreibung

SS-31 (auch Elamipretide oder Bendavia genannt) ist ein synthetisches Tetrapeptid, das selektiv an Cardiolipin in der inneren Mitochondrien-Membran bindet. Die Sequenz (D-Arg-Dmt-Lys-Phe-NH2) enthält modifizierte Aminosäuren, die dem Compound eine ungewöhnliche Pharmakokinetik und gewebespezifische Akkumulation in Mitochondrien verleihen. SS-31 wurde am Hazel Szeto-Labor an der Cornell University entwickelt und ist in der mitochondrialen Community gut etabliert.

Der Mechanismus liegt in der Stabilisierung der inneren Mitochondrien-Membran. Cardiolipin ist ein einzigartiges Phospholipid, das nahezu ausschließlich in der inneren Mitochondrien-Membran vorkommt und für die korrekte Funktion der Atmungs-Kette und ATP-Synthase essentiell ist. SS-31 bindet Cardiolipin und stabilisiert die Membran-Architektur in präklinischen Modellen, was zu erhaltener Atmungs-Kapazität und reduziertem oxidativem Stress führt.

In Tiermodellen wurde SS-31 mit Effekten auf kardiale Ischämie-Reperfusions-Schäden, altersbedingte mitochondriale Dysfunktion, neurodegenerative Modelle und nephrologische Setups assoziiert. Die Compound-Datenlage ist umfangreich, mit klinischen Studien in Phase II und III für verschiedene Indikationen.

Eine Besonderheit von SS-31: die Akkumulation in Mitochondrien ist etwa 1000-fach höher als in der zytoplasmatischen Konzentration, was den Compound zu einem hochselektiven mitochondrialen Werkzeug macht.

Du erhältst SS-31 in 10mg-, 50mg- und 100mg-Vials im 10er-Pack.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Risiken & Sicherheit

SS-31 gilt laut Studien als gut verträglich und ist durch klinische Studien in Phase II und III besser dokumentiert als viele andere Peptide.

In Forschung und Anwender-Berichten beobachtet:

  • Injektions-Stelle: leichte Rötung, Druckgefühl oder vorübergehende Reizung an der Einstich-Stelle gehören zu den häufigsten Beobachtungen. In klinischen Studien waren lokale Reaktionen die meistgenannte Beobachtung.
  • Kreislauf: vereinzelt werden kurzzeitiges Wärmegefühl, leichter Schwindel oder Kopfschmerzen kurz nach der Anwendung berichtet.
  • Selektive Anreicherung: die starke Akkumulation in Mitochondrien ist mechanistisch erwünscht, bedeutet aber auch, dass die Langzeit-Effekte einer dauerhaften mitochondrialen Exposition beim Menschen noch nicht abschließend charakterisiert sind.
  • Langzeitdaten begrenzt: trotz klinischer Studien fehlen belastbare Daten zu langfristiger nicht-klinischer Anwendung. Das Profil stützt sich auf Studien-Daten und Tiermodelle.

Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.

Studien

Gleich mitbestellen

Was du dazu brauchst

Bakteriostatisches Wasser legt der Warenkorb automatisch dazu. Spritzen und Tupfer mit einem Klick.

automatisch

Bakteriostatisches Wasser

Passend zu deiner Menge, Preis im Warenkorb.

Insulinspritzen

10 Stück · 5,50 €

Alkoholtupfer

50 Stück · 10 €

Wie viel Wasser?

Einheiten auf der Spritze für deine Vial-Größe.

Zum Rechner →

FAQ

Häufige Fragen

Quellen zu jeder Antwort: Lexikon-Eintrag

Noch eine Frage?

Schreib uns, unser Team hilft dir weiter.

Ist SS-31 zugelassen?

In den USA ja, aber eng begrenzt: Seit September 2025 gibt es eine beschleunigte Zulassung für das Barth-Syndrom bei Personen ab 30 kg Körpergewicht. Sie stützt sich auf mehr Kraft im Knie-Streckmuskel, die volle Zulassung hängt von einer Bestätigungsstudie ab, die laut Register gerade rekrutiert. In den Arzneimittel-Daten der EU-Arzneimittelagentur ist Elamipretid nicht gelistet (Stand 25. Oktober 2026).

Wie wirkt SS-31?

SS-31 bindet an Cardiolipin, ein Fett der inneren Mitochondrien-Membran, das die Cristae formt. Die Peptid-Familie, zu der SS-31 gehört, reicherte sich in Zellversuchen rund 1.000-fach in dieser Membran an. Im Tiermodell schützte SS-31 die Cristae bei Sauerstoffmangel, bremste eine schädliche Reaktion von Cytochrom c und die Zelle bildete danach schneller wieder ATP.

Was hat die Forschung zur mitochondrialen Myopathie gezeigt?

In der ersten Studie (5 Tage Infusion, 36 Teilnehmende) gingen die Personen in der höchsten Studiendosis im 6-Minuten-Gehtest im Mittel 64,5 m weiter, unter Placebo 20,4 m. Die Kreuzstudie mit 30 Personen sah 19,8 m Unterschied, statistisch nicht gesichert, aber weniger Erschöpfung. Die Phase-3-Studie mit 218 Personen über 24 Wochen fand keinen Unterschied: minus 3,2 m gegenüber Placebo.

Was kam beim Barth-Syndrom heraus?

In der Kreuzstudie mit 12 Personen (je 12 Wochen Wirkstoff und Placebo) wurde keines der beiden Hauptziele erreicht. In der offenen Verlängerung ohne Placebo stieg die Gehstrecke: nach 36 Wochen um 95,9 m, nach 168 Wochen insgesamt um 96,1 m bei den 8 verbliebenen Personen. Die Erschöpfung lag zu allen Zeitpunkten unter dem Ausgangswert.

Und bei Herz und Auge?

Bei Herzschwäche verkleinerte eine hohe Einzel-Infusion die Herzkammer-Volumina (minus 18 ml enddiastolisch gegenüber Placebo), nach 4 Wochen täglicher Gabe zeigte sich bei 71 Personen kein Unterschied. Beim Herzinfarkt wurde der Infarkt nicht kleiner. Bei trockener Makuladegeneration verfehlte die Phase-2-Studie ihre Hauptziele, die Photorezeptor-Schicht ging aber um 43 bis 47 % langsamer verloren. Eine Phase-3-Studie dazu läuft bis 2027.

Welche Nebenwirkungen wurden beobachtet?

Am häufigsten Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung, Schmerz, Juckreiz und Verhärtung, meist leicht. In der Kreuzstudie zur Myopathie hatten 80 % solche Reaktionen. In Studien ab 30 Tagen stiegen häufig die Eosinophilen im Blut und gingen nach 6 bis 12 Monaten oder nach dem Absetzen wieder zurück. In der Augen-Studie meldeten 86 % unter Wirkstoff und 71 % unter Placebo irgendein Ereignis.

Wie lange bleibt SS-31 im Körper?

Nur kurz. Unter die Haut gespritzt erreicht der Spiegel nach 0,5 bis 1 Stunde sein Maximum, rund 92 % kommen im Blut an. SS-31 wird schrittweise in unwirksame Bruchstücke zerlegt und fast vollständig binnen 48 Stunden über den Urin ausgeschieden. Nach einer einmaligen Infusion war es 24 Stunden später nicht mehr nachweisbar. In den Studien wurde es deshalb täglich gegeben.

Passend dazu

Verwandte Produkte