Tesamorelin, Produktfoto

Laborbericht

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99%
Reinheit
Probe
Tesamorelin 5mg
Labor
Analiza Białek
Datum
August 2026
Ergebnis
99% Reinheit (5,11 mg gemessen)
Endotoxine
3,88 EU/Vial
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Fettabbau

Tesamorelin

Stabilisierter GHRH-Analog. Adressiert die Wachstumshormon-Achse für viszerale Stoffwechsel-Forschung.

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Tesamorelin in Zahlen

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Wie lange bleibt es im Körper?

Anteil nach einer Gabe, gerechnet mit ~32 Minuten Halbwertszeit

Halbwertszeit ~32 Minuten
Nach 64 Minuten noch 25 %
Minute 32 · 50 %Minute 64 · 25 %Minute 96 · 12,5 %Minute 160 · 3,1 %

Vereinfachtes Modell ohne Aufnahmephase, Halbwertszeit aus dem TPD-Lexikon. Das Lexikon nennt 26 bis 38 Minuten, gerechnet wird mit der Mitte.

Klasse
GHRH-Analog

GH-Sekretagogum

Halbwertszeit
26 bis 38 Minuten

nach 14 Tagen Gabe

Frequenz
Täglich

subkutan, meist abends

Form
Lyophilisat

Pulver, mit BAC-Wasser rekonstituiert

Größen
2 bis 20 mg

4 Größen im Shop

Nur für Forschungs- und Bildungszwecke. Werte aus dem TPD-Lexikon, Quellen dort verlinkt.

Wissen

Alles zu Tesamorelin

Beschreibung

Tesamorelin ist ein stabilisierter GHRH-Analog, bei dem die natürliche GHRH-Sequenz durch eine Trans-3-Hexenoyl-Gruppe an Position 1 modifiziert ist. Diese Modifikation macht den Compound deutlich resistenter gegen DPP-IV-Abbau als das unmodifizierte GHRH 1-44. Laut US-Fachinformation (FDA) lag die mittlere Eliminationshalbwertszeit nach 14 Tagen subkutaner Gabe bei 26 Minuten (Gesunde) und 38 Minuten (HIV-Patienten), für die neueren Formulierungen werden nach einer Einzelgabe 8 bis 11 Minuten angegeben. Tesamorelin ist seit 2010 in den USA als Arzneimittel zugelassen und wurde in zwei Phase-3-Studien mit zusammen 806 Teilnehmern untersucht.

Entwickelt wurde Tesamorelin (Code TH9507) zunächst für altersbedingte Zustände mit verminderter GH-Ausschüttung. Die zulassungsrelevanten Studien liefen dann bei HIV-Patienten mit vermehrtem Bauchfett unter antiretroviraler Therapie (erste veröffentlichte HIV-Studie 2005, Phase 3 unter anderem Falutz et al., NEJM 2007): Das viszerale Fett ging zurück, das Unterhautfett am Bauch blieb weitgehend unverändert.

Mechanistisch wirkt Tesamorelin über GHRH-Rezeptoren der vorderen Hypophyse und stimuliert die endogene GH-Sekretion. Im Gegensatz zu exogenem HGH bleibt die natürliche Negative-Feedback-Regulation über IGF-1 erhalten, was den Compound zu einem physiologisch näher liegenden Werkzeug macht. IGF-1 steigt dabei deutlich: in der Phase-3-Studie im Mittel um 81 %, bei 13 gesunden Männern nach 2 Wochen täglicher Gabe um 181 µg/l.

In den klinischen Studien wurde Tesamorelin einmal täglich subkutan gegeben. Primärer Endpunkt der Phase-3-Studien war die Veränderung des viszeralen Fetts, IGF-1 wurde als sekundärer Endpunkt erfasst.

Du erhältst Tesamorelin in 10er-Packs in 5mg, 10mg und 20mg pro Vial.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Risiken & Sicherheit

In den Phase-3-Studien war Tesamorelin insgesamt gut verträglich. Die Sicherheitsdaten stammen vor allem aus diesen Studien mit zusammen 806 HIV-Patienten über bis zu 52 Wochen. Laut US-Fachinformation sind die häufigsten Nebenwirkungen Gelenkschmerzen, Rötung und Juckreiz an der Einstich-Stelle, Schmerzen in Armen oder Beinen, Schwellungen durch Wassereinlagerung und Muskelschmerzen.

In Studien und Fachinformation beschrieben:

  • Injektions-Stelle: Rötung, Juckreiz, Schmerz oder Reizung an der Einstich-Stelle gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen.
  • GH-typische Effekte: Wasser-Einlagerung, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Händen (Karpaltunnel-artige Symptome). Laut Fachinformation gehen sie meist vorüber oder bilden sich nach dem Absetzen zurück.
  • IGF-1 über dem Normalbereich: nach 26 Wochen lag IGF-1 bei 47 % der Behandelten mehr als 2 Standardabweichungen über dem altersüblichen Mittelwert, bei 36 % mehr als 3. Ob dauerhaft erhöhtes IGF-1 die Entstehung oder das Wachstum von Tumoren beeinflusst, ist laut Fachinformation nicht bekannt.
  • Glukose-Stoffwechsel: die US-Fachinformation warnt vor Glukoseintoleranz: ein HbA1c von 6,5 % oder mehr trat nach 26 Wochen bei 5 % unter Tesamorelin und 1 % unter Placebo auf. In einer Studie stieg der Nüchtern-Blutzucker nach 2 Wochen leicht an, nach 6 Monaten war der Unterschied nicht mehr signifikant. Bei gesunden Männern blieb die Insulin-Sensitivität im Clamp-Test unverändert.
  • Überempfindlichkeit: bei 4 % der Behandelten traten in den Studien Überempfindlichkeitsreaktionen auf, mit Juckreiz, Hautrötung, Flush, Nesselsucht oder Ausschlag.
  • Langzeitdaten fehlen: trotz klinischer Studien bis 52 Wochen existieren belastbare Humanstudien über sehr lange Zeiträume zur Anwendung nicht.

Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.

Studien

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FAQ

Häufige Fragen

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Ist Tesamorelin zugelassen?

In den USA ja, seit 2010. Die Zulassung ist eng gefasst: zu viel Bauchfett bei Erwachsenen mit HIV und Lipodystrophie. Zur Gewichtsabnahme ist es laut US-Fachinformation ausdrücklich nicht zugelassen. ChEMBL führt Tesamorelin mit höchster Phase 4.

Was unterscheidet Tesamorelin von Wachstumshormon?

Tesamorelin ist kein Wachstumshormon. Es aktiviert den GHRH-Rezeptor der Hirnanhangdrüse, die dann ihr eigenes Wachstumshormon in Schüben freisetzt. Daraufhin bildet vor allem die Leber mehr IGF-1. In der ersten Phase-3-Studie stieg IGF-1 in 26 Wochen um 81 Prozent, unter Placebo sank es um 5 Prozent.

Was haben die Phase-3-Studien gezeigt?

Zwei Studien mit zusammen über 800 Menschen mit HIV und Bauchfett. Nach 26 Wochen sank das viszerale Fett um 15,2 bzw. 10,9 Prozent, unter Placebo stieg es um 5,0 Prozent bzw. sank um 0,6 Prozent. Wer ein Jahr durchgehend Tesamorelin bekam, lag bei minus 17,5 Prozent. Auch die Triglyzeride sanken, die Glukosewerte änderten sich im Mittel nicht klinisch relevant.

Was passiert nach dem Absetzen?

Der Effekt hält nur, solange Tesamorelin gegeben wird. In beiden Phase-3-Studien kam das viszerale Fett bei denen, die nach 26 Wochen auf Placebo wechselten, rasch zurück. Bei fortgesetzter Gabe blieb der Rückgang über 52 Wochen stabil.

Was ist mit dem Leberfett?

In einer kleinen Studie mit 50 Menschen mit HIV sank der Fettanteil der Leber in 6 Monaten im Median um 2,0 Prozentpunkte, unter Placebo stieg er um 0,9. In einer zweiten Studie mit Fettleber hatten nach zwölf Monaten 35 Prozent ein normales Leberfett unter 5 Prozent, unter Placebo 4 Prozent.

Gibt es Daten ohne HIV?

Wenige. In einer Studie mit 60 Menschen mit Bauchfett und niedriger Wachstumshormon-Ausschüttung sank das viszerale Fett in zwölf Monaten um 16 Quadratzentimeter, unter Placebo stieg es um 19. Bei älteren Erwachsenen fand eine Studie über 20 Wochen einen positiven Effekt auf exekutive Funktionen. Eine spätere Studie bei HIV fand keinen klaren Unterschied bei der Kognition.

Welche Nebenwirkungen wurden beobachtet?

Am häufigsten Reaktionen an der Einstichstelle (17 gegen 6 Prozent) und Gelenkschmerzen. Dazu kamen typische Folgen von mehr Wachstumshormon wie Wassereinlagerung und Kribbeln in den Händen. Ein HbA1c ab 6,5 Prozent trat bei 5 Prozent auf, unter Placebo bei 1 Prozent. Überempfindlichkeitsreaktionen wie Juckreiz oder Ausschlag hatten 4 Prozent.

Wie lange bleibt Tesamorelin im Körper?

Nur kurz. Laut aktueller US-Fachinformation liegt die Halbwertszeit nach einer Einzelgabe bei rund 8 Minuten. In den Studien wurde es einmal täglich gegeben. IGF-1 war dabei dauerhaft erhöht, nach 26 Wochen im Mittel um 81 Prozent.

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