Beschreibung
Waklert ist Armodafinil 150 mg von Sun Pharmaceutical Industries. Pharmakologisch identisch mit unserem generischen Armodafinil: gleicher Wirkstoff, gleiche Stärke, gleiches Profil. Der Unterschied liegt beim Hersteller.
Armodafinil ist das R-Enantiomer von Modafinil. Modafinil selbst ist ein Racemat aus zwei spiegelbildlichen Molekülen; das R-Enantiomer hat die deutlich längere Halbwertszeit, das S-Enantiomer verschwindet etwa dreimal so schnell aus dem Plasma. Armodafinil isoliert den langsamer abgebauten Anteil, weshalb 150 mg in etwa 200 mg Modafinil entsprechen. Der Plasmaspiegel fällt über den Nachmittag flacher ab als bei einer äquivalenten Modafinil-Dosis.
Sun Pharma ist der größte Arzneimittelhersteller Indiens. Waklert ist die Marke, unter der Armodafinil dort läuft. In der randomisierten Multicenter-Studie von Czeisler und Kollegen an 254 Nachtschicht-Arbeitenden verlängerte Armodafinil 150 mg die mittlere Einschlaflatenz von 2,3 auf 5,3 Minuten, ohne den Tagschlaf polysomnographisch zu stören.
Wer den Wirkstoff will und auf den Namen verzichten kann, ist mit unserem generischen Armodafinil günstiger bedient.
Du erhältst Waklert als orale Tabletten mit 150 mg pro Tablette, 10 Tabletten pro Blister.
Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.
Risiken & Sicherheit
Das Sicherheitsprofil entspricht dem von Modafinil.
- Schwere Hautreaktionen: Für die Substanzklasse sind schwere Hautreaktionen bis hin zum Stevens-Johnson-Syndrom dokumentiert. Sehr selten, meist in den ersten Wochen, potenziell lebensbedrohlich. Jeder neue Hautausschlag ist ein Abbruch-Grund.
- Wechselwirkung mit hormonellen Verhütungsmitteln: Die Klasse induziert CYP3A4, die Verlässlichkeit hormoneller Verhütung ist während der Anwendung und etwa einen Monat danach vermindert.
- Längere Wirkung, längere Schlafverschiebung: Genau der Vorteil von Armodafinil ist auch sein Risiko. Nachmittags dosiert verschiebt es den Schlaf weiter in die Nacht als Modafinil.
- Weitere CYP-Interaktionen: CYP2C19 wird gehemmt, betroffen sind unter anderem Diazepam, Omeprazol und Phenytoin.
- Häufige unerwünschte Wirkungen: Kopfschmerz, Übelkeit, Nervosität, Appetitminderung, Mundtrockenheit. Leichte Anstiege von Blutdruck und Herzfrequenz sind beschrieben.
- Missbrauchspotenzial: Niedriger als bei Amphetaminen, aber vorhanden.
Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.
Studien
- Armodafinil for treatment of excessive sleepiness associated with shift work disorder: a randomized controlled study - Mayo Clinic Proceedings 2009, Czeisler et al: 254 Nachtschicht-Arbeitende, 150 mg verlängerten die mittlere Einschlaflatenz von 2,3 auf 5,3 Minuten.
- Pharmacokinetic and pharmacodynamic of the cognitive enhancer modafinil - Substance Abuse 2020, Sousa & Dinis-Oliveira: Übersicht über Modafinil, Adrafinil und Armodafinil inklusive der dokumentierten Hautreaktionen.
- Approved and investigational uses of modafinil: an evidence-based review - Drugs 2008, Kumar: evidenzbasierte Übersicht zu Indikationen, CYP-Profil und unerwünschten Wirkungen der Substanzklasse.