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SARMs

YK11

Steroid-ähnlicher Myostatin-Inhibitor mit partieller AR-Aktivität. Mechanistisch nicht eindeutig SARM - die Datenlage ist dünn aber spannend.

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Auf einen Blick

YK11 in Zahlen

Die wichtigsten Werte aus unserem Lexikon.

Ganzer Lexikon-Eintrag
Klasse
SARM-artiges Steroid-Derivat
Anwendung
Oral

oft aufgeteilt

Größen
10 mg

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Nur für Forschungs- und Bildungszwecke. Werte aus dem TPD-Lexikon, Quellen dort verlinkt.

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Wissen

Alles zu YK11

Beschreibung

YK11 ist ein synthetischer Steroid-Derivat mit ungewöhnlicher Wirkpharmakologie. Strukturell basiert YK11 auf einem 5α-DHT-Gerüst mit zusätzlicher Cyclopropan-Modifikation, mechanistisch wird die Substanz oft als “SARM” geführt, ist aber ein partieller Androgen-Rezeptor-Agonist mit einem zweiten Wirkpfad über Follistatin/Myostatin-Modulation.

Laut Studien zeigt YK11 in der Original-Studie von Kanno et al 2011 (Biological and Pharmaceutical Bulletin) in C2C12-Muskelzellen eine Erhöhung der Follistatin-Expression. Follistatin ist ein natürlicher Myostatin-Antagonist, sodass YK11 indirekt die Myostatin-Bremse auf Muskelwachstum löst. Dieser Mechanismus ist von klassischen AR-Agonisten unterschieden.

Die Datenlage zu YK11 ist deutlich dünner als zu anderen SARMs. Es gibt nur eine Handvoll präklinischer Studien, keine klinischen Studien und keine vollständigen Pharmakokinetik-Daten in Humanmodellen. Was bekannt ist: oral verfügbar, vermutete Halbwertszeit von etwa 6-10 Stunden basierend auf Erfahrungs-Reports.

Wegen der Steroid-Struktur wird YK11 von der Community oft als “Hybrid” zwischen klassischem Anabolikum und SARM positioniert. Hepatotoxizität ist wegen der 17α-Methyl-ähnlichen Modifikation in praktischen Berichten häufiger als bei Nicht-Steroid-SARMs wie LGD-4033.

YK11 ist auf der WADA-Verbotsliste.

Du erhältst YK11 als orale Tabletten in einer Dose mit 10mg pro Tablette.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Risiken & Sicherheit

YK11 liegt im mittleren Bereich der Risiko-Skala, mit einem wichtigen Vorbehalt: die Datenlage ist deutlich dünner als bei anderen Compounds dieser Klasse.

In Studien und der Literatur dokumentiert:

  • Sehr dünne Datenlage: es gibt nur eine Handvoll präklinischer Studien, keine klinischen Studien und keine vollständigen Pharmakokinetik-Daten in Humanmodellen.
  • Hepatotoxizität: wegen der Steroid-Struktur mit 17-alpha-Methyl-ähnlicher Modifikation ist ein Lebermarker-Anstieg in praktischen Berichten häufiger als bei Nicht-Steroid-SARMs.
  • HPG-Suppression: als partieller AR-Agonist supprimiert YK11 die HPG-Achse, eine SERM-PCT nach dem Cycle ist in der Literatur üblich.
  • Unklare Langzeit-Sicherheit: durch die fehlende Studienlage bleibt das Langzeit-Profil weitgehend uncharakterisiert.

Eine Begleitung durch Bluttests wird empfohlen. Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.

Studien

Dosierung

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FAQ

Häufige Fragen

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Ist YK11 am Menschen untersucht?

Nein. Am 26. Oktober 2026 steht im Register ClinicalTrials.gov keine Studie mit YK11. Alle Daten stammen aus Zellkultur und Versuchen an Mäusen und Ratten. Zu Aufnahme, Halbwertszeit und Verträglichkeit beim Menschen gibt es keine Studie.

Warum heißt YK11 SARM, obwohl es ein Steroid ist?

Die Entdecker fanden 2011, dass YK11 den Androgen-Rezeptor nur teilweise aktiviert. Es schiebt den Rezeptor in den Zellkern, löst aber nicht die Faltung aus, die DHT auslöst. Je nach Gen wirkte es stärker oder schwächer als ein volles Androgen. Dieses Muster nennen sie selektive Modulation.

Was hat YK11 mit Myostatin zu tun?

In C2C12-Muskelzellen aus der Maus regte YK11 die Bildung von Follistatin an, DHT tat das nicht. Follistatin bremst Myostatin, die körpereigene Wachstumsbremse des Muskels. Ein Antikörper gegen Follistatin hob die schnellere Reifung der Zellen auf. Ob das im lebenden Körper genauso abläuft, ist nicht untersucht.

Was zeigen die Tierversuche?

Bei Ratten schlossen sich Knochendefekte am Schädel mit einem YK11-Gel besser, gebremst wurde das durch Blockade des Androgen-Rezeptors. Bei Mäusen mit Sepsis sanken Entzündungsbotenstoffe und Todesfälle. Eine brasilianische Gruppe gab Ratten fünf Wochen lang YK11: Im Hippocampus stiegen oxidativer Stress und Entzündung, die Mitochondrien arbeiteten schlechter und das Gedächtnis litt.

Wird YK11 in Dopingkontrollen gefunden?

Ja. Das Kölner Dopinglabor beschrieb 2018 vierzehn Abbauprodukte im Urin, unverändertes YK11 war nicht dabei. Gebundene Abbauprodukte waren über 48 Stunden nachweisbar. Ein Labor in Los Angeles meldete 2023 den Nachweis in einer Dopingprobe.

Welche Risiken sind bekannt?

Belastbare Daten vom Menschen fehlen. Die Rattenstudien zeigen Schäden im Hippocampus, die Autoren warnen ausdrücklich vor der Einnahme durch Sportler. Als Stoff, der den Androgen-Rezeptor aktiviert, ist eine Wirkung auf die körpereigene Hormonachse naheliegend, gemessen wurde sie nicht.

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