Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen. Produkte sind nicht zur Anwendung am Menschen freigegeben. Konsultiere bei gesundheitlichen Fragen einen Arzt.

Lexikon

Haut, Haare & Anti-Aging

GHK-Cu

Körpereigenes Kupfer-Tripeptid. Bekannt für Haut-Regeneration, Kollagen und Wundheilung im Forschungskontext.

3 Min. Lesezeit 2 Quellen Rechner Stand Mai 2026
Klasse
Kupfer-Tripeptid (GHK-Cu)
Anwendung
Subkutan (auch topisch in Kosmetik)
Frequenz
Täglich oder jeden zweiten Tag
Form
Lyophilisat (Pulver), mit BAC-Wasser rekonstituiert

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Was ist GHK-Cu?

GHK-Cu ist ein kleines körpereigenes Molekül: das Tripeptid GHK (Glycin-Histidin-Lysin), gebunden an ein Kupfer-Ion. Es kommt natürlich im Blut vor, nimmt mit dem Alter aber deutlich ab, und dieser Rückgang fällt mit der nachlassenden Regenerationsfähigkeit der Haut zusammen.

Im Research-Kontext ist GHK-Cu vor allem für Haut-Regeneration, Kollagen-Aufbau, Wundheilung und Anti-Aging bekannt. Angewendet wird es subkutan (in der Kosmetik auch topisch). Geliefert wird es als gefriergetrocknetes Pulver, das du mit bakteriostatischem Wasser auflöst.

Schema: GHK-Cu ist das Tripeptid Glycin-Histidin-Lysin, gebunden an ein Kupfer-Ion, dessen Blutspiegel mit dem Alter sinkt.
GHK-Cu ist ein körpereigenes Kupfer-Tripeptid (Glycin-Histidin-Lysin plus Kupfer-Ion). Der Blutspiegel sinkt mit dem Alter, von rund 200 ng/ml mit 20 auf etwa 80 ng/ml mit 60 Jahren. Vereinfachtes Schema.

Wie es wirkt

GHK-Cu wirkt weniger über einen einzelnen Rezeptor als über die Genregulation. In Studien moduliert es die Aktivität tausender Gene und verschiebt das Muster in Richtung "jünger und regenerativ". Praktisch heißt das: Es regt Fibroblasten an, mehr Kollagen, Elastin und Glykosaminoglykane zu bilden, und greift in den Umbau des Bindegewebes ein.

Dazu kommen antioxidative und entzündungsdämpfende Effekte. In Summe ist GHK-Cu im Forschungskontext ein Regenerations- und Reparatur-Signal, kein Stoffwechsel- oder Hormon-Peptid.

Schema: GHK-Cu wirkt über Genregulation, regt Fibroblasten an und fördert Kollagen, Elastin und Glykosaminoglykane.
GHK-Cu wirkt als Signal über die Genregulation: Es regt Fibroblasten an, mehr Kollagen, Elastin und Glykosaminoglykane zu bilden, dazu antioxidative und entzündungsdämpfende Effekte. Vereinfachtes Schema.

Was du brauchst

Für die subkutane Anwendung brauchst du:

  • Das GHK-Cu-Vial mit dem gefriergetrockneten Pulver (typisch blau, das ist die Kupfer-Farbe)
  • Bakteriostatisches Wasser zum Auflösen
  • U-100-Insulinspritzen
  • Alkoholtupfer für den Vial-Deckel und die Hautstelle
  • Einen verschließbaren Behälter für gebrauchte Nadeln
Übersicht des Materials für die subkutane Anwendung: GHK-Cu-Vial (blaues Pulver), bakteriostatisches Wasser, U-100-Insulinspritzen, Alkoholtupfer und ein verschließbarer Behälter für Nadeln.
Das Material auf einen Blick: GHK-Cu-Vial (das Pulver ist durch das Kupfer typisch blau), bakteriostatisches Wasser, U-100-Insulinspritzen und Alkoholtupfer. Dazu ein verschließbarer Behälter für gebrauchte Nadeln. Vereinfachte Übersicht.

Rekonstitution

Das Pulver wird mit bakteriostatischem Wasser aufgelöst. Wie viel Wasser du nimmst, bestimmt die Konzentration und damit, wie viele Einheiten du für deine Dosis auf der Insulinspritze aufziehst.

Den Rechner oben kannst du dafür nutzen: Vial-Größe und Wassermenge wählen, und du siehst Konzentration und Einheiten pro Dosis. Die Lösung färbt sich durch das Kupfer typischerweise blau, das ist normal.

Beim Auflösen das BAC-Wasser einfach reingeben, es ist egal ob es direkt aufs Pulver trifft. Danach schwenken oder schütteln, bis sich alles gelöst hat, beides ist okay.

Schema: Rekonstitution von GHK-Cu in vier Schritten - Pulver, BAC-Wasser zugeben, lösen (Lösung wird blau), mit der Insulinspritze aufziehen.
Rekonstitution in vier Schritten: Lyophilisat-Pulver, bakteriostatisches Wasser zugeben, lösen lassen und mit der Insulinspritze aufziehen. Durch das Kupfer färbt sich die Lösung blau, das ist normal. Beispiel: 50 mg + 2 ml ergibt 25 mg/ml. Vereinfachtes Schema.

Injektion

Gespritzt wird subkutan ins Unterhautfettgewebe, klassisch in den Bauch (etwa zwei Finger breit rund um den Nabel aussparen). Bei lokalen Zielen (z.B. eine bestimmte Hautregion) wird manchmal auch in die Nähe gespritzt.

  • Hautstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und kurz trocknen lassen
  • Eine kleine Hautfalte abheben
  • Die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad einstechen
  • Langsam injizieren, kurz warten, dann die Nadel zurückziehen
  • Die Nadel sofort in den Sammelbehälter geben

Wechsle die Einstichstelle von Mal zu Mal.

Schema: subkutane Injektion in den Bauch mit Technik-Inset (Hautfalte, 45 bis 90 Grad).
Subkutane Injektion, klassisch in den Bauch (Nabel aussparen), bei lokalem Ziel auch in die Nähe. Hautfalte abheben, 45 bis 90 Grad, Stelle bei jeder Anwendung wechseln. Vereinfachtes Schema.

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Was die Forschung zeigt

GHK-Cu ist mechanistisch gut untersucht, vor allem durch die Arbeiten von Loren Pickart. Reviews zeigen, dass GHK-Cu schon in winzigen Mengen die Aktivität tausender Gene moduliert und Kollagen, Elastin und andere Bindegewebs-Bausteine fördert. Die Datenbasis ist allerdings stark mechanistisch und kosmetisch (topisch) geprägt. Große klinische Studien zur injizierbaren Anwendung beim Menschen sind begrenzt, das gehört ehrlich dazu.

Die Studien mit Links findest du unten im Quellenblock.

Infografik: GHK-Cu moduliert über 4000 Gene in Richtung Regeneration, mit den Funktionsfeldern Geweberegeneration, Entzündung, Antioxidative Abwehr und DNA-Reparatur.
GHK-Cu moduliert in winzigen Mengen über 4000 Gene Richtung Regeneration (Geweberegeneration, Entzündung, antioxidative Abwehr, DNA-Reparatur). Die Daten sind vorwiegend mechanistisch und kosmetisch, klinische Injektions-Studien sind begrenzt. Quelle: Pickart & Margolina, IJMS 2018.

Nebenwirkungen

GHK-Cu gilt als gut verträglich. Berichtet werden meist leichte Dinge: Reaktionen an der Einstichstelle, gelegentlich eine kurze Rötung. Weil es ein Kupfer-Komplex ist, sollte man es bei sehr hoher oder sehr langer Anwendung nicht übertreiben, der Körper hat einen Kupfer-Haushalt, der nicht überladen werden will. Im normalen Dosis-Bereich ist das kein Thema.

Praxis

Ein paar Dinge, die helfen:

  • In Kuren über einige Wochen nutzen, konstant statt sporadisch.
  • Im moderaten Dosis-Bereich bleiben, GHK-Cu wirkt über Signalgebung, nicht über die Menge.
  • Schlaf und Eiweiß-Versorgung unterstützen die Regeneration, auf die GHK-Cu setzt.
  • Die blaue Farbe der Lösung ist normal (Kupfer), kein Zeichen für ein Problem.
Schema: vier Praxis-Punkte - in Kuren über Wochen, moderater Dosis-Bereich, Schlaf und Eiweiß, blaue Farbe ist normal.
Vier Punkte für die Praxis: in Kuren über Wochen nutzen, im moderaten Dosis-Bereich bleiben, Schlaf und Eiweiß unterstützen die Regeneration, und die blaue Farbe der Lösung ist normal (Kupfer).

Lagerung

Das ungelöste Pulver ist robust, normale Raumtemperatur (rund 20 bis 25 Grad) reicht, am besten dunkel lagern. Die rekonstituierte Lösung kommt in den Kühlschrank (2 bis 8 Grad) und bleibt dort mindestens 8 bis 10 Wochen nahezu ohne Wirkstoffverlust stabil, in der Praxis deutlich länger. Das bakteriostatische Wasser bringt einen Konservierungsstoff mit, der die gelöste Form länger stabil hält.

Schema: Lagerung von GHK-Cu - ungelöstes Pulver kühl und dunkel, gelöste Lösung bei 2 bis 8 Grad mehrere Wochen haltbar.
Ungelöstes Pulver kühl und dunkel lagern. Nach der Rekonstitution gehört die Lösung in den Kühlschrank (2 bis 8 Grad) und hält dort mindestens 8 bis 10 Wochen, in der Praxis deutlich länger. Vereinfachtes Schema.

Evidenz

Quellen

  1. 1 Review zu Regeneration und Genexpression von GHK-Cu (über 4000 modulierte Gene). Pickart & Margolina, Int. Journal of Molecular Sciences, 2018
  2. 2 Review zu GHK als Modulator zellulärer Pfade in der Haut-Regeneration. Pickart et al., BioMed Research International, 2015

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