Beschreibung
Chlorodehydromethyltestosterone (Turinabol, T-Bol, Oral Turinabol) ist ein synthetisches Testosteron-Derivat, das in der DDR von Jenapharm zu Doping-Forschungs-Zwecken in den staatlichen Sport-Programmen synthetisiert wurde. Strukturell ist Turinabol ein chloriertes Methyltestosteron-Derivat - die zusätzliche Chlor-Modifikation am C4 und die 1,2-Doppelbindung verändern das Pharmakologie-Profil deutlich.
Laut Studien bindet Turinabol an den Androgen-Rezeptor mit moderater Affinität. Die Substanz aromatisiert nicht zu Estradiol - die chlorierte Struktur blockiert die Aromatase. Damit ergibt sich ein klassisches “trockenes” Profil ohne Wasser-Retention und ohne Estrogen-vermittelte Effekte.
Die zentrale Eigenschaft die Turinabol in der DDR-Sport-Forschung populär machte: moderate anabole Wirkung mit niedriger androgener Aktivität und niedriger Suppression der HPG-Achse im Vergleich zu Dianabol. Das machte Turinabol zum perfekten “stealth”-Compound für die staatlichen Doping-Programme zwischen 1968 und 1989.
Pharmakokinetisch oral verfügbar mit Halbwertszeit von etwa 16 Stunden. Damit reichen ein- bis zweimal tägliche Dosen. Wie alle 17α-Methyl-Steroide ist Turinabol hepatotoxisch, aber milder als Dianabol oder Stanozolol in den verfügbaren Daten.
Bekannte Effekte in Studien: moderate ALT/AST-Erhöhung, ungünstiges Lipid-Profil, milde HPG-Suppression, langlebige Doping-Metabolite (Turinabol-Metabolite wurden 2012 im Re-Test der 2008er-Olympiade nachgewiesen, Jahre nach den Wettkämpfen).
Du erhältst Turinabol als orale Tabletten in einer Dose mit 25mg pro Tablette.
Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.
Risiken & Sicherheit
Chlorodehydromethyltestosterone gilt in den verfügbaren Daten als milder hepatotoxisch als Dianabol oder Stanozolol, steht als 17α-Methyl-Steroid aber dennoch klar im oberen Bereich der Risiko-Skala. Die in der Literatur beschriebenen Effekte betreffen Leber, Lipid-Profil und Hormonhaushalt.
In Studien und der Anwendungs-Literatur dokumentiert:
- Leberbelastung: als 17α-Methyl-Steroid ist Turinabol hepatotoxisch. Dokumentiert sind moderate ALT/AST-Erhöhungen, milder als bei Dianabol oder Stanozolol, aber vorhanden.
- Lipid-Profil: in Studien beschrieben ist ein ungünstiges Lipid-Profil ohne Estrogen-vermittelten Gegeneffekt, da Turinabol nicht aromatisiert.
- Unterdrückung der eigenen Produktion: in der Literatur dokumentiert ist eine HPG-Suppression, im Vergleich zu Dianabol milder, aber belegt.
- Langlebige Metabolite: dokumentiert ist eine sehr lange Nachweisbarkeit der Metabolite, in Re-Tests noch Jahre nach der Anwendung gefunden.
Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.
Studien
- Hormonal doping and androgenization of athletes: a secret program of the German Democratic Republic government - Clinical Chemistry 1997, Franke et al: Historische Analyse des staatlichen DDR-Doping-Programms mit Oral-Turinabol.
- Detection and mass spectrometric characterization of novel long-term dehydrochloromethyltestosterone metabolites in human urine - Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology 2012, Sobolevsky et al: Identifikation der Langzeit-Metabolite die Re-Tests Jahre nach Anwendung ermöglichen.
- Controlled administration of dehydrochloromethyltestosterone in humans: Urinary excretion and long-term detection of metabolites for anti-doping purpose - Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology 2021, Loke et al: Kontrollierte humane Administrations-Studie zur Pharmakokinetik und Nachweisbarkeit.
- Cardiotoxicity of anabolic steroids; animal case study of oral turinabol and methanabol - Toxicology Letters 2014, Tsitsimpikou et al: Tierstudie zu kardiotoxischen Effekten von Oral-Turinabol.
- Intratesticular leiomyosarcoma in a young man after high dose doping with oral-turinabol - Cancer 1999, Froehner et al: Fallbericht zu seltenem testikulären Tumor nach Hochdosis-Doping.




