Beschreibung
Oxymetholone (Anadrol, Anapolon) ist ein synthetisches Dihydrotestosteron-Derivat mit 17α-Methyl-Gruppe und 2-Hydroxymethylen-Modifikation am A-Ring. Die Substanz wurde in den 1960er Jahren entwickelt und ist klinisch zur Behandlung von Anämie, HIV-Wasting und Fanconi-Aplasie zugelassen.
Laut Studien wirkt Oxymetholone über den Androgen-Rezeptor, hat aber zusätzlich progestagene Aktivität - obwohl die Substanz nicht direkt aromatisiert (DHT-Derivat). Die starke Wasser-Retention und die typischen Estrogen-vermittelten Effekte beruhen vermutlich auf direkter Estrogen-Rezeptor-Aktivierung durch das Molekül selbst, ohne Aromatase-Umwandlung.
Pharmakokinetisch oral verfügbar mit Halbwertszeit von etwa 8-9 Stunden. Bekannt für sehr schnelle Wirkbeginn-Zeiten: deutliche Veränderungen in Wasser-Retention, Pump und Befunden zur Muskel-Masse innerhalb von 1-2 Wochen.
Bekannte Effekte in Studien: starke Hepatotoxizität (höher als unter Anavar, vergleichbar mit Dianabol), ausgeprägte Wasser-Retention, Bluthochdruck, ungünstiges Lipid-Profil, paradoxe Estrogen-Effekte ohne Aromatisierung, HPG-Suppression. Bei langer Anwendung Leber-Adenome dokumentiert.
In der Recreational-Praxis wird Anadrol oft als Kickstart-Compound in den ersten 4-6 Wochen langer Cycles eingesetzt, weil die Wirkung schnell einsetzt und der lange Test-Ester noch nicht im Plateau ist. Längere Anadrol-Cycles sind wegen Hepatotoxizität problematisch.
Oxymetholone steht auf der WADA-Verbotsliste.
Du erhältst Oxymetholone als orale Tabletten in einer Dose mit 50mg pro Tablette.
Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.
Risiken & Sicherheit
Oxymetholone gehört zu den potentesten und zugleich härtesten oralen Anabolika und steht klar im oberen Bereich der Risiko-Skala. Die in der Literatur beschriebenen Effekte sind ausgeprägt und betreffen vor allem Leber, Blutdruck und Hormonhaushalt.
In Studien und der Anwendungs-Literatur dokumentiert:
- Starke Leberbelastung: als 17α-Methyl-Steroid ist Oxymetholone deutlich hepatotoxisch, vergleichbar mit Dianabol. Konsistente ALT/AST-Anstiege und bei langer Anwendung Leber-Adenome sind dokumentiert.
- Wasser-Retention und Blutdruck: in Studien beschrieben sind ausgeprägte Wasser-Retention und Bluthochdruck, paradoxe Estrogen-Effekte treten ohne Aromatisierung auf.
- Lipid-Profil: dokumentiert ist ein ungünstiges Lipid-Profil mit kardiovaskulärer Relevanz.
- Unterdrückung der eigenen Produktion: in der Literatur beschrieben ist eine deutliche Suppression der HPG-Achse, die progestagene Aktivität kann zusätzlich Prolaktin erhöhen.
Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.
Studien
- Oxymetholone promotes weight gain in patients with advanced human immunodeficiency virus (HIV-1) infection - British Journal of Nutrition 1996, Hengge et al: Klinische Studie zu Gewichts- und Lean-Mass-Zuwachs bei HIV-assoziiertem Wasting.
- Review of oxymetholone: a 17α-alkylated anabolic-androgenic steroid - Clinical Therapeutics 2001, Pavlatos et al: Pharmakologische Übersichtsarbeit zu Wirkung, Pharmakokinetik und Sicherheitsprofil.
- Effect of Oxymetholone in Refractory Anemia - Archives of Internal Medicine 1964, Sanchez-Medal et al: Klassische klinische Studie zu hämatologischer Antwort bei refraktärer Anämie.
- Efficacy of Oxymetholone in Severe and Nonsevere Acquired Aplastic Anemia: A Propensity Score Matching Analysis - Journal of Blood Medicine 2022, Pengthina et al: Moderne Outcome-Analyse zur Wirksamkeit bei aplastischer Anämie.
- Oxymetholone hepatotoxicity enhanced by concomitant use of cyclosporin A in a bone marrow transplant patient - Clinical and Laboratory Haematology 1994, Wood et al: Fallbericht zur Leber-Toxizität unter Komedikation.




