Melanotan 2 Nasal, Produktfoto
Bräunung

Melanotan 2 Nasal

Synthetisches alpha-MSH-Analog mit Affinität zu mehreren Melanocortin-Rezeptoren. Klassiker für Pigmentation und melanocortinerges System. Hier als gebrauchsfertiges Nasenspray.

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Auf einen Blick

Melanotan 2 Nasal in Zahlen

Die wichtigsten Werte aus unserem Lexikon.

Ganzer Lexikon-Eintrag
Klasse
Zyklisches alpha-MSH-Analog

nicht-selektiver Melanocortin-Agonist (MC1R, MC3R, MC4R, MC5R)

Halbwertszeit
Beim Menschen nicht veröffentlicht

der nahe Verwandte PT-141 nasal rund 2 Stunden, die Bräune hält Wochen

Anwendung
Nasal

täglich im Aufbau, in der Erhaltung ein- bis zweimal pro Woche

Form
Fertiges Nasenspray, 10 mg in 5,4 ml

1,85 mg/ml, rund 185 mcg je Sprühstoß, rund 50 Sprühstöße

Größen
10 mg

1 Größe im Shop

Nur für Forschungs- und Bildungszwecke. Werte aus dem TPD-Lexikon, Quellen dort verlinkt.

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Wissen

Alles zu Melanotan 2 Nasal

Beschreibung

Melanotan 2 (MT-2) ist ein synthetisches zyklisches Heptapeptid, das als Analog des natürlich vorkommenden alpha-Melanozyten-stimulierenden Hormons (alpha-MSH) entwickelt wurde. Die ursprüngliche Synthese erfolgte in den 1980er Jahren an der University of Arizona mit dem Ziel, die Melanogenese ohne UV-Exposition zu stimulieren und damit Forschung zu pigmentations-vermittelter UV-Protektion zu ermöglichen.

Strukturell ist MT-2 ein nicht-selektiver Agonist an mehreren Melanocortin-Rezeptoren: MC1R, MC3R, MC4R und MC5R. Die Bindung an MC1R in Melanozyten löst über cAMP-Signalwege eine Hochregulation der Tyrosinase-Aktivität aus, was die Eumelanin-Synthese und damit die Hautpigmentation in Studienmodellen stimuliert. In der ersten Pilotstudie am Menschen war die Pigmentierung bei zwei von drei Probanden schon nach fünf niedrigen subkutanen Dosen messbar verstärkt (Dorr 1996).

Über die zentralen Rezeptoren MC3R und MC4R adressiert MT-2 weitere Felder: Modulation der Hypothalamus-Achse, Beeinflussung von Appetit- und Energiehomöostase-Pfaden sowie melanocortinerge Effekte auf das sexuelle Antwort-System. Die Mehrfach-Rezeptor-Aktivität unterscheidet MT-2 von verwandten Compounds wie Afamelanotide (MT-1, MC1R-selektiv) oder PT-141 (MC4R-fokussiert).

In Settings wird MT-2 typischerweise in einer Aufbau-Phase mit niedrigen Dosierungen verwendet, gefolgt von einer Erhaltungs-Phase. Alle Humanstudien zu MT-2 arbeiteten mit Spritzen unter die Haut, zur nasalen Aufnahme gibt es keine Messung am Menschen. Daten zum eng verwandten PT-141 deuten darauf hin, dass über die Nasenschleimhaut nur ein Bruchteil der Dosis wirksam ankommt (Diamond 2004).

Diese Variante ist ein gebrauchsfertiges Nasenspray: 10mg Melanotan 2 sind in 5 ml NaCl-Lösung und 0,4 ml bakteriostatischem Wasser gelöst (zusammen 5,4 ml), selbst anmischen musst du nichts. Ein Sprühstoß (0,1 ml) enthält rund 185 mcg, eine Flasche reicht für rund 50 Sprühstöße. Das Nasenspray wird nach deiner Bestellung frisch gemacht und als Express verschickt. Als Pulver zum Auflösen gibt es Melanotan 2 weiterhin in Vials.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Risiken & Sicherheit

Melanotan 2 ist als nicht-selektiver Melanocortin-Agonist breiter aktiv als Melanotan 1 und adressiert über MC3R und MC4R auch zentrale Pfade, was das Nebenwirkungs-Profil entsprechend breiter macht.

In Forschung und Anwender-Berichten beobachtet:

  • Übelkeit: Übelkeit, vor allem in der Aufbau-Phase, gehört zu den häufigsten dokumentierten Beobachtungen.
  • Pigment-Veränderungen: durch die starke MC1R-Aktivierung sind eine deutliche Verdunkelung der Haut sowie von Muttermalen und Sommersprossen dokumentiert. Veränderungen an Muttermalen gelten als beobachtungs-relevant.
  • Spontane Erektionen: über die zentrale MC4R-Aktivierung sind in Anwender-Berichten spontane Erektionen beschrieben, ein direkter Effekt des melanocortinergen Systems.
  • Appetit-Veränderungen: MC4R ist in die Appetit-Regulation eingebunden, in der Literatur sind veränderte Appetit-Muster beschrieben.
  • Flushing: Gesichts-Flushing mit Wärmegefühl gehört zu den häufigen Beobachtungen.
  • Nasenschleimhaut: beim Spray kommen lokale Effekte dazu: Brennen oder Kribbeln in der Nase, Niesen, laufende Nase und ein bitterer Nachgeschmack, wenn Lösung in den Rachen läuft. Bei häufiger Nutzung sind trockene Schleimhaut oder leichtes Nasenbluten möglich.

Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.

Studien

Dosierung

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FAQ

Häufige Fragen

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Ist Melanotan II zugelassen?

Nein. Es gibt keine Zulassung und am 26. Oktober 2026 keine echte Studie im Register ClinicalTrials.gov. Zugelassen ist unter den Abkömmlingen von Alpha-MSH zur Pigmentierung nur Afamelanotide (Melanotan 1) als Implantat. Die Angaben hier beschreiben den Forschungsstand.

Was unterscheidet Melanotan II von Melanotan 1?

Melanotan II ist ringförmig und kürzer (sieben Bausteine). Es spricht laut Messdaten mehrere Melanocortin-Rezeptoren an, darunter MC4R im Gehirn. Daher kommen neben der Bräunung Erektionen, Gähnen, Übelkeit und weniger Appetit. Melanotan 1 bindet vorwiegend an MC1R und ist als Implantat zugelassen.

Was zeigte die erste Studie zur Bräunung?

1996 bekamen drei gesunde Männer an jedem zweiten Tag Melanotan II oder eine Kochsalzlösung unter die Haut, über zwei Wochen. Zwei von ihnen hatten eine Woche nach der letzten Gabe mehr Pigment in Gesicht, Oberkörper und Gesäß, gemessen und mit bloßem Auge sichtbar. Dazu kamen leichte Übelkeit sowie Gähnen und Strecken vor spontanen Erektionen.

Was ist zu Erektion und Libido bekannt?

Kleine Studien einer Arbeitsgruppe mit Männern mit Erektionsstörung: Ohne sexuelle Reize kam es bei 8 von 10 bzw. 17 von 20 Männern zu einer Erektion. Die feste Phase dauerte im Mittel rund 38 bis 45 Minuten, mit Placebo 2 bis 3 Minuten. Das Verlangen stieg nach 68 Prozent der Gaben, mit Placebo nach 19 Prozent. Bei Ratten wirkte es über Rezeptoren in Gehirn und Rückenmark.

Welche Nebenwirkungen wurden in Studien beobachtet?

Am häufigsten Übelkeit, in einer Studie nach 4 von 19 Gaben stark. Dazu Gähnen und Strecken sowie weniger Appetit. In der ersten Studie hatte ein Mann bei der höchsten getesteten Menge deutliche Müdigkeit. Große Sicherheitsstudien gibt es nicht.

Was ist mit Muttermalen und Hautkrebs?

Eine Übersichtsarbeit beschreibt bei nicht geprüften Melanotan-Präparaten vor allem Veränderungen bestehender Muttermale und neue, teils auffällige Muttermale. Vier Fallberichte schildern Melanome, die während oder kurz nach der Anwendung aus Muttermalen entstanden, etwa bei einer 20-Jährigen nach Spritzen plus Solarium. Ein ursächlicher Zusammenhang ist nicht bewiesen. Der Eintrag rät, Muttermale im Blick zu behalten.

Welche seltenen Zwischenfälle sind beschrieben?

Einzelne Fallberichte mit nicht geprüften Präparaten: Muskelzerfall mit erhöhten Nierenwerten nach einer stark überhöhten Menge aus dem Internet. Eine schmerzhafte Dauererektion (Priapismus) musste operiert werden. Ein Niereninfarkt hing wahrscheinlich mit der Anwendung zusammen. Bei einer Erektion, die nicht abklingt, ist das ein Notfall.

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