Beschreibung
Modalert ist Modafinil 200 mg, hergestellt von Sun Pharmaceutical Industries. Pharmakologisch unterscheidet es sich nicht von unserem generischen Modafinil: identischer Wirkstoff, identische Stärke, identisches Wirkprofil. Der Unterschied liegt ausschließlich beim Hersteller und damit bei Fertigung, Qualitätskontrolle und Chargenrückverfolgung.
Sun Pharma ist der größte Arzneimittelhersteller Indiens und einer der größten Generikahersteller weltweit, mit Produktionsstätten, die von US-amerikanischen und europäischen Behörden inspiziert werden. Modalert ist die Marke, unter der Modafinil dort seit Jahren läuft. In der Praxis ist es der Name, nach dem international am häufigsten gesucht wird.
Für alles Inhaltliche gilt, was bei Modafinil steht: Eugeroikum statt klassisches Stimulans, Hemmung des Dopamin-Transporters ohne aktive Freisetzung aus den Vesikeln, dazu Effekte auf das orexinerge und histaminerge System. Die Eliminationshalbwertszeit von 12 bis 15 Stunden ist auch hier die praktisch wichtigste Zahl: eine Dosis am Nachmittag verschiebt den Schlaf in die Nacht. Die Datenlage zur Wachheit ist solide, die zur kognitiven Verbesserung bei Ausgeschlafenen deutlich nüchterner.
Wer den Wirkstoff will und auf den Namen verzichten kann, ist mit unserem generischen Modafinil günstiger bedient. Modalert ist für die gedacht, die gezielt die Marke wollen.
Du erhältst Modalert als orale Tabletten mit 200 mg pro Tablette, 10 Tabletten pro Blister.
Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.
Risiken & Sicherheit
Das Sicherheitsprofil ist mit dem von Modafinil identisch. Zwei Punkte werden regelmäßig übersehen.
- Schwere Hautreaktionen: Für Modafinil sind schwere Hautreaktionen bis hin zum Stevens-Johnson-Syndrom dokumentiert. Sie sind sehr selten, treten meist in den ersten Wochen auf und sind potenziell lebensbedrohlich. Jeder neue Hautausschlag, jede Blasenbildung und jede Beteiligung von Mund, Augen oder Schleimhäuten ist ein Abbruch-Grund.
- Wechselwirkung mit hormonellen Verhütungsmitteln: Modafinil induziert CYP3A4. Die Fachinformation weist auf eine verminderte Verlässlichkeit hormoneller Verhütung während der Anwendung und für etwa einen Monat danach hin.
- Schlafverschiebung: 12 bis 15 Stunden Halbwertszeit heißt, dass eine Dosis vom späten Vormittag bis weit in die Nacht reicht. Der Einnahme-Zeitpunkt ist wichtiger als die Menge.
- Weitere CYP-Interaktionen: CYP2C19 wird gehemmt, was unter anderem Diazepam, Omeprazol und Phenytoin betrifft.
- Häufige unerwünschte Wirkungen: Kopfschmerz ist der mit Abstand häufigste Effekt, dazu Übelkeit, Nervosität, Appetitminderung und Mundtrockenheit.
- Missbrauchspotenzial: Niedriger als bei Amphetaminen, aber nicht null.
Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.
Studien
- Clinical pharmacokinetic profile of modafinil - Clinical Pharmacokinetics 2003, Robertson & Hellriegel: Halbwertszeit 12 bis 15 Stunden, Tmax 2 bis 4 Stunden und das CYP-Interaktionsprofil.
- Effects of modafinil on dopamine and dopamine transporters in the male human brain - JAMA 2009, Volkow et al: PET-Studie zur Dopamin-Transporter-Blockade nach 200 mg und 400 mg am Menschen.
- Approved and investigational uses of modafinil: an evidence-based review - Drugs 2008, Kumar: evidenzbasierte Übersicht zu den zugelassenen Indikationen, dem CYP-Profil und den unerwünschten Wirkungen.