RAD-140 (Testolone), Produktfoto
SARMs

RAD-140 (Testolone)

Der hochaffine SARM. Bindet stärker am Androgen-Rezeptor als Testosteron selbst - im Bereich bekannt als Vosilasarm.

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Auf einen Blick

RAD-140 (Testolone) in Zahlen

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Wie lange bleibt es im Körper?

Anteil nach einer Gabe, gerechnet mit ~1,9 Tagen Halbwertszeit

Halbwertszeit ~1,9 Tage
Nach 3,7 Tagen noch 25 %
Tag 1, nächste Gabe · 69 %Tag 1,9 · 49 %Tag 3,7 · 25 %Tag 5,6 · 12,4 %Tag 9,3 · 3,1 %

Vereinfachtes Modell ohne Aufnahmephase, Halbwertszeit aus dem TPD-Lexikon.

Klasse
SARM

nicht-steroidal

Halbwertszeit
44,7 Stunden

beim Menschen gemessen

Anwendung
Oral

täglich

Größen
10 bis 15 mg

2 Größen im Shop

Nur für Forschungs- und Bildungszwecke. Werte aus dem TPD-Lexikon, Quellen dort verlinkt.

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Wissen

Alles zu RAD-140 (Testolone)

Beschreibung

RAD-140 (Testolone, Vosilasarm) ist ein nichtsteroidaler, oraler selektiver Androgen-Rezeptor-Modulator mit einer außergewöhnlich hohen Bindungsaffinität am Androgen-Rezeptor. Die Ki-Werte sind in den Miller-Studien mit 7 nM angegeben - im Vergleich zu 29 nM für Testosteron und 10 nM für DHT.

Im klassischen Levator-ani-Assay zeigt RAD-140 ein anaboles-zu-androgenes Verhältnis von über 90:1 und gehört damit zu den selektivsten SARMs überhaupt. In präklinischen Studien an gonadektomierten Ratten zeigt RAD-140 muskelaufbauende Effekte ohne den Prostata-Stimulus, der bei klassischen Steroiden auftritt.

Eine wichtige Eigenschaft ist die Neuroprotektion: in einer 2014er-Studie (Endocrinology) zeigte RAD-140 in kultivierten Neuronen und in kainat-lädierten männlichen Ratten neuroprotektive Effekte über den AR-Pfad. Diese Eigenschaft hat RAD-140 zum Kandidaten in Alzheimer- und Neurodegenerations-Studien gemacht.

Pharmakokinetisch ist RAD-140 oral verfügbar mit Halbwertszeit von etwa 60 Stunden - deutlich länger als die meisten anderen SARMs. Das bedeutet praktisch einmal tägliche Dosierung, wobei der Steady-State erst nach 1-2 Wochen erreicht wird. Wie alle AR-Agonisten supprimiert RAD-140 die HPG-Achse.

Vosilasarm (der Markenname unter dem RAD-140 von Ellipses Pharma als Brustkrebs-Therapeutikum entwickelt wird) befindet sich in laufenden klinischen Studien.

Du erhältst RAD-140 als orale Tabletten in einer Dose mit 10mg pro Tablette.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Risiken & Sicherheit

RAD-140 liegt im mittleren Bereich der Risiko-Skala. Die hohe Bindungsaffinität macht den Compound potent, die Suppressions- und Lipid-Effekte sind entsprechend ausgeprägt dokumentiert.

In Studien und der Literatur dokumentiert:

  • HPG-Suppression: wie alle AR-Agonisten supprimiert RAD-140 die HPG-Achse - wegen der langen Halbwertszeit ist die Suppression noch Wochen nach Absetzen messbar.
  • HDL-Suppression: eine Senkung des HDL-Cholesterins ist als Klassen-Effekt der SARMs dokumentiert.
  • Lebermarker: ein Anstieg der Leberenzyme ist unter RAD-140 in der Literatur auffällig beschrieben.
  • PCT-Bedarf: wegen der ausgeprägten und lang nachlaufenden HPG-Suppression ist eine SERM-PCT nach dem Cycle in der Literatur üblich.

Eine Begleitung durch Bluttests wird empfohlen. Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.

Studien

Dosierung

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FAQ

Häufige Fragen

Quellen zu jeder Antwort: Lexikon-Eintrag

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Wie wirkt RAD-140?

RAD-140 bindet laut ChEMBL mit einem Ki von 7 nM an den Androgen-Rezeptor und aktivierte ihn im Labor in Muskelzellen. Yu und Kollegen fanden, dass es den Rezeptor in Brustkrebszellen aktiviert, in Prostatakrebszellen aber nicht. Das ist die Gewebe-Bevorzugung, auf die SARMs zielen.

Ist RAD-140 zugelassen?

Nein. Im Register ClinicalTrials.gov steht für RAD140 eine einzige Studie, die abgeschlossene Phase-1-Studie bei Brustkrebs (Stand 26. Oktober 2026). Studien bei Gesunden gibt es nicht. Alles hier ist Forschungsstand und keine Empfehlung.

Was zeigte die Phase-1-Studie?

22 stark vorbehandelte Frauen mit Brustkrebs nahmen RAD-140 täglich. SHBG sank bei allen 18 gemessenen Frauen, das PSA stieg bei 16 von 20, ein Zeichen für Wirkung am Rezeptor. Nach 24 Wochen hatten 18,2 Prozent einen Nutzen, eine Frau eine Teilremission. Die Leberwerte stiegen häufig.

Wie steht es um die Leber?

In der Phase-1-Studie stieg AST bei 59,1 Prozent, ALT bei 45,5 Prozent. Dazu kommen Fallberichte. Ein 26-Jähriger hatte einen akuten Leberschaden, seine Werte normalisierten sich zwei Monate nach dem Absetzen. Ein 24-Jähriger bekam nach fünf Wochen Einnahme einen Gallenstau-Leberschaden.

Gibt es Berichte zum Herzen?

Ja, als Fallbericht: Padappayil und Kollegen beschreiben einen jungen Mann mit möglicher akuter Herzmuskelentzündung nach Selbstanwendung von RAD-140 zum Bodybuilding. Ein Fallbericht beweist keinen Zusammenhang, er zeigt aber, worauf zu achten ist.

Ist der Muskelaufbau beim Menschen belegt?

Nein. Die Erstbeschreibung von Miller und Kollegen zeigt anabole Wirkung in Tiermodellen. Am Menschen gibt es nur die Phase-1-Studie bei Frauen mit Brustkrebs, sie maß keine Muskelmasse.

Im Vergleich

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