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Immunsystem

Thymalin

Khavinson-Thymus-Peptid-Komplex. Klassiker der Bioregulator-Schule für Immun-Forschung.

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Auf einen Blick

Thymalin in Zahlen

Die wichtigsten Werte aus unserem Lexikon.

Ganzer Lexikon-Eintrag
Klasse
Thymus-Peptid

Bioregulator

Halbwertszeit
kurz
Anwendung
Subkutan

in mg

Größen
10 bis 20 mg

2 Größen im Shop

Nur für Forschungs- und Bildungszwecke. Werte aus dem TPD-Lexikon, Quellen dort verlinkt.

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Wissen

Alles zu Thymalin

Beschreibung

Thymalin ist ein Komplex von Polypeptiden, der aus dem Kalbs-Thymus extrahiert wird und in der Khavinson-Bioregulator-Schule als zentraler Compound für Immun-Forschung etabliert ist. Im Gegensatz zu synthetischen Mono-Peptiden wie Thymosin Alpha-1 oder KPV ist Thymalin ein definiertes Multi-Peptid-Gemisch, das in russischer Tradition seit den 1970er Jahren als Immun-Modulator eingesetzt wird.

Der Mechanismus ist multimodal. Thymalin enthält mehrere niedermolekulare Peptide, die in präklinischen Studien mit Effekten auf T-Zell-Differenzierung, Immun-Zell-Aktivierung und thymische Funktion assoziiert wurden. In Tiermodellen wurde Thymalin mit Wiederherstellung altersbedingt reduzierter Thymus-Funktion beschrieben, was den Compound auch in Anti-Aging-Kontexten interessant macht.

Eine Besonderheit von Thymalin: die Compound-Datenlage stammt überwiegend aus russischsprachiger wissenschaftliche Literatur, was die internationale Bekanntheit reduziert hat. Die Khavinson-Schule am St. Petersburg Institute of Bioregulation and Gerontology hat substantielle Forschung zu Bioregulator-Peptiden produziert, die Thymalin in einen breiteren Kontext mit anderen Khavinson-Peptiden (Epitalon, Pinealon, Cerebrolysin etc.) einordnet.

Im Setup ist Thymalin komplementär zu synthetischen Immun-Compounds. Die Multi-Komponenten-Natur erlaubt breitere Mechanismus-Coverage, reduziert aber die mechanistische Klarheit im Vergleich zu Mono-Peptid-Forschung.

Du erhältst Thymalin in 10mg-Vials im 10er-Pack.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Risiken & Sicherheit

Thymalin gilt laut Studien als gut verträglich und wird in der russischen Bioregulator-Tradition seit den 1970er Jahren als Immun-Modulator eingesetzt.

In Forschung und Anwender-Berichten beobachtet:

  • Injektions-Stelle: leichte Rötung oder Druckgefühl an der Einstich-Stelle sind die häufigste lokale Beobachtung, typisch für subkutan applizierte Peptide.
  • Immun-Modulation: Thymalin moduliert in präklinischen Studien die T-Zell-Differenzierung und thymische Funktion, ein aktiver Eingriff in die adaptive Immunität.
  • Kalbs-Herkunft und variable Zusammensetzung: Thymalin ist ein aus Kalbs-Thymus extrahiertes Multi-Peptid-Gemisch statt eines definierten Mono-Peptids, was die Charge-zu-Charge-Konsistenz und die mechanistische Trennschärfe begrenzt.
  • Datenbasis: die Evidenz stammt überwiegend aus russischsprachiger wissenschaftliche Literatur, belastbare internationale Langzeit-Humandaten fehlen weitgehend.

Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.

Studien

  • Natural and synthetic thymic peptides as therapeutics for immune dysfunction - International Journal of Immunopharmacology 1997: Beschreibt Thymalin als Peptid-Extrakt aus Kalbs-Thymus und das daraus isolierte Dipeptid Glu-Trp: beide aktivierten in den Untersuchungen die T-Zell-Differenzierung und veränderten die Zytokin-Ausschüttung von Blut-Lymphozyten.
  • Thymalin: Activation of Differentiation of Human Hematopoietic Stem Cells - Bulletin of Experimental Biology and Medicine 2020: In menschlichen hämatopoetischen Stammzellen senkte Thymalin die Expression von CD44 und CD117 um das Zwei- bis Dreifache und erhöhte die des T-Zell-Markers CD28 um das 6,8-fache, ein indirekter Hinweis auf geförderte Differenzierung.
  • Peptide bioregulation of aging: results and prospects - Biogerontology 2010: Übersichts-Arbeit der Bioregulator-Schule zu Peptid-Präparaten aus Organen und ihren synthetischen Analoga: berichtet für Nagetiere längere mittlere Lebensspannen und weniger Tumoren, die Daten stammen aus der langjährigen Arbeit der Autoren selbst.

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FAQ

Häufige Fragen

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Was ist Thymalin?

Ein Gemisch von Peptiden, das mit milder Säure aus dem Thymus von Kälbern gewonnen wird. Es kommt aus dem Khavinson-Programm in St. Petersburg und gilt dort als Immunkorrektor.

Ist Thymalin zugelassen?

In Russland ja: laut Entwicklergruppe seit 1982 vom Gesundheitsministerium als Immunmodulator zugelassen. In der EU und den USA nicht. Im Register ClinicalTrials.gov steht keine Studie zu Thymalin.

Was steckt als Wirkstoff darin?

Die Entwicklergruppe nennt die Dipeptide KE und EW. Das Dipeptid EW wurde aus Thymalin isoliert und als Thymogen nachgebaut. In Blutzellen von vier Spendern senkten Thymalin, KE und EW nach einem Entzündungsreiz die Botenstoffe IL-1β, IL-6 und TNF-α um das 1,4- bis 6-fache.

Was zeigt die Langzeitstudie an Älteren?

266 ältere Menschen wurden 6 bis 8 Jahre beobachtet, die Peptide gab es in den ersten 2 bis 3 Jahren. In der Thymalin-Gruppe war die Sterblichkeit laut Autoren 2,0- bis 2,1-fach niedriger, Atemwegsinfekte waren seltener. Placebo und unabhängige Wiederholung fehlen.

Was ist mit COVID-19?

Eine russische Studie gab 42 Patienten mit COVID-Lungenentzündung zusätzlich Thymalin, 50 bekamen nur die Standardbehandlung. IL-6, CRP und D-Dimer sanken mit Thymalin deutlich stärker, die Zahl der Lymphozyten normalisierte sich. Die Studie war klein und ohne Placebo.

Welche Nebenwirkungen sind bekannt?

Belastbare Zahlen gibt es nicht. Die veröffentlichten Arbeiten nennen in ihren Abstracts keine Häufigkeiten. Als Immunmodulator ist bei Autoimmunerkrankungen Vorsicht plausibel, Daten dazu fehlen.

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