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Lexikon

B7-33

Einkettiges Relaxin-Analog mit Anti-Fibrose-Profil - rein präklinisch, ein echtes Experimental-Peptid.

5 Min. Lesezeit 6 Quellen

B7-33-Vial mit weißem Pulver und schwarzem TPD-Etikett auf einem weißen Podest, daneben eine lange blaue 3D-Peptidkette in einem hellen Labor
Präklinisch · nicht zugelassen

Kurzfassung

Auf einen Blick

Quellen geprüft am 26.10.2026

Weniger Fibrose
3 Modelle

Herz und Lunge bei Nagetieren, ähnlich stark wie das natürliche Relaxin1

Infarktgröße mit B7-33
22 %

gegen 45 Prozent ohne Wirkstoff, Maus nach Herzinfarkt2

Pumpleistung nach 7 Tagen
29 %

Verkürzungsfraktion gegen 20 Prozent ohne Wirkstoff, Maus2

Humanstudien im Register
0 Studien

keine Studie mit B7-33 bei ClinicalTrials.gov, Stand 26.10.20266

  • B7-33 ist ein einkettiges Peptid aus der B-Kette des Hormons Relaxin-2. Es soll das aufwendige Original mit zwei Ketten auf das Nötigste für den Rezeptor RXFP1 verkürzen.1
  • Es ist ein funktionell selektiver Agonist: An RXFP1 schaltet es bevorzugt den Signalweg pERK an und kaum cAMP. Gegen Fibrose wirkt es über ein Rezeptorpaar aus RXFP1 und AT2R und das Kollagen abbauende Enzym MMP-2.1
  • In drei Nagetier-Modellen für Herz und Lunge verhinderte oder verringerte es Fibrose. Bei Mäusen nach Herzinfarkt war der Infarkt mit 22 statt 45 Prozent nur halb so groß.12
  • Anders als volles Relaxin förderte B7-33 in einem Modell kein Wachstum von Prostatatumoren. An Gefäßen von Ratten und Mäusen ahmte es Relaxin nach.14
  • Im Register steht keine Studie am Menschen. Alles hier ist präklinischer Forschungsstand und keine Empfehlung.6
Steckbrief

Stand Juni 2026

Typ
Peptid, 24 Aminosäuren

Relaxin-2 B-Kette

Ziel
RXFP1-Rezeptor

pERK-bevorzugt

Datenlage
Rein präklinisch

Nager + Zellkultur

Anwendung
Subkutan

rekonstitution

Größen
10 mg

1 Größe im Shop

Inhalt 16 Abschnitte
  1. Auf einen Blick
  2. Was ist B7-33?
  3. Wie es wirkt
  4. Was du brauchst
  5. Rekonstitution
  6. Injektion
  7. Dosierung
  8. Was die Forschung zeigt
  9. Studienlage
  10. Nebenwirkungen
  11. Einordnung
  12. Lagerung
  13. Verwandte Wirkstoffe
  14. Häufige Fragen
  15. Begriffe
  16. Quellen

Was ist B7-33?

B7-33 ist ein synthetisches, einkettiges Peptid aus 24 Aminosäuren, das aus der B-Kette des menschlichen Relaxin-2 (auch H2-Relaxin oder Serelaxin) abgeleitet ist. Das natürliche Relaxin-2 ist ein Hormon mit zwei Ketten und drei Disulfidbrücken - schwer und teuer herzustellen. B7-33 ist der Versuch, diese komplexe Struktur auf das Minimum einzudampfen, das am Relaxin-Rezeptor RXFP1 noch funktioniert.

Der Forschungs-Fokus liegt klar auf Anti-Fibrose: also der Frage, ob sich überschießendes Narben- und Bindegewebe in Organen (Herz, Lunge, Niere) im Modell zurückdrängen lässt. Genau dafür wurde B7-33 in Tiermodellen untersucht.

Vorweg das Wichtigste, das sich durch den ganzen Eintrag zieht: Die komplette Datenlage zu B7-33 ist präklinisch. Das heißt Mäuse, Ratten und Zellkultur. Es gibt keine einzige Humanstudie. B7-33 ist ein echtes Experimental-Peptid, kein erprobter Wirkstoff. Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Vergleich

Peptide mit Fokus auf Bindegewebe

B7-33 neben einem anderen Peptid aus der Fibrose-Forschung, so wie im TPD-Lexikon beschrieben. Ein Klick öffnet den Eintrag.

Vereinfacht: Beide wurden nur präklinisch untersucht und wirken über verschiedene Wege. 15

Wie es wirkt

B7-33 bindet an RXFP1, den körpereigenen Rezeptor für Relaxin-2. Das Spannende daran: Es ist ein sogenannter funktionell selektiver Agonist. RXFP1 kann nach Aktivierung mehrere Signalwege anstoßen - vereinfacht den cAMP-Weg und den pERK-Weg (ERK1/2). B7-33 schiebt das Gleichgewicht bevorzugt Richtung pERK und löst kaum cAMP aus.

Warum das im Forschungskontext interessant ist: In der Erst-Beschreibung wurde der starke cAMP-Anstieg von Relaxin-2 mit unerwünschtem, tumorförderndem Verhalten in Verbindung gebracht. B7-33 umgeht diesen Weg weitgehend - im selben Paper förderte es in einem Modell kein Prostata-Tumorwachstum, anders als das volle Relaxin. Der Anti-Fibrose-Effekt läuft präklinisch über RXFP1-AT2R-Rezeptor-Heterodimere und am Ende über das kollagenabbauende Enzym MMP-2.

Und nochmal der Realismus-Anker: Das alles ist in Zellen, Mäusen und Ratten beschrieben. Ob und wie sich dieses selektive Signalprofil auf den Menschen überträgt, ist schlicht nicht untersucht.

Wirkorte

Wo B7-33 in Versuchen wirkte

Punkt oder Karte antippen. Farbe = Rezeptor. Alles aus Zell- und Tierversuchen.

  1. Herz

    Halb so großer Infarkt und bessere Pumpleistung nach Herzinfarkt (Maus)2

    RXFP1
  2. Lunge

    Fibrose in Nagetier-Modellen verhindert oder verringert1

    RXFP1
  3. Blutgefäße

    Bessere Gefäßerweiterung wie mit Relaxin, Schutz der Gefäßinnenwand (Ratte, Maus)4

    RXFP1

Bekannte Ziele1

Wirkstoff B7-33 (Relaxin-2 B-Kette): drei beschriebene Ziele, Art der Wirkung je Karte.

Relaxin-Rezeptor 1
Gen
RXFP1
UniProt
Q9HBX9
ChEMBL
CHEMBL1293316
Wirkung
Agonist, bevorzugt pERK statt cAMP
Angiotensin-II-Rezeptor Typ 2
Gen
AGTR2
UniProt
P50052
ChEMBL
CHEMBL4607
Wirkung
Partner von RXFP1 im Rezeptorpaar gegen Fibrose
Matrix-Metalloproteinase 2
Gen
MMP2
UniProt
P08253
ChEMBL
CHEMBL333
Wirkung
Kollagen abbauendes Enzym, am Ende der Signalkette vermehrt
Rötliche Herzmuskelzellen in einem Netz aus durchsichtigen blauen Bindegewebsfasern, oben docken kleine blaue Peptidketten an Rezeptoren an
Symbolbild.

Was du brauchst

Bevor du loslegst, solltest du alles dahaben:

Material

5 Teile, nummeriert wie im Bild

Hak ab, was du schon hast. Vial und BAC-Wasser sind unsere echten Shop-Fotos in gleicher Größe.

B7-33-Vial und bakteriostatisches Wasser in gleicher Größe mit schwarzem TPD-Etikett, daneben zwei U-100-Insulinspritzen, zwei Alkoholtupfer und ein Abwurfbehälter mit blauem Deckel
  1. B7-33-Vial

    Das B7-33-Vial mit dem gefriergetrockneten Pulver

    Im Shop
  2. Bakteriostatisches Wasser

    Bakteriostatisches Wasser zum Auflösen

    Im Shop
  3. U-100-Insulinspritzen

    U-100-Insulinspritzen für die Anwendung

  4. Alkoholtupfer

    Alkoholtupfer für den Vial-Deckel und die Hautstelle

  5. Abwurfbehälter

    Einen verschließbaren Behälter für gebrauchte Nadeln

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B7-33 ist ein kleines, relativ kurzlebiges Peptid (in Serum-Tests war die Halbwertszeit sehr kurz, im Bereich weniger Minuten). Das ist ein weiterer Grund, warum hier nichts klar etabliert ist - sauber arbeiten und kühl halten ist trotzdem Pflicht.

Rekonstitution

Das Pulver wird mit bakteriostatischem Wasser aufgelöst. Wie viel Wasser du nimmst, entscheidet über die Konzentration und damit darüber, wie viele Einheiten du später auf der Insulinspritze für deine Dosis aufziehst.

Den Peptid-Rechner kannst du genau dafür nutzen: Wenn du Vial-Größe und Wassermenge wählst, siehst du sofort die Konzentration und die Einheiten pro Dosis. Weil die infrage kommenden Mengen sehr klein sind, lohnt sich eher eine größere Wassermenge - dann landest du pro Dosis bei einer ablesbaren Einheitenzahl statt bei einem winzigen Strich.

Schritt für Schritt

So löst du das Pulver

Vier Schritte, gleich für jede Vial-Größe.

  1. 1Deckel abwischen

    Den Gummistopfen mit einem Alkoholtupfer reinigen.

  2. 2BAC-Wasser zugeben

    Einfach reingeben, egal ob es direkt aufs Pulver trifft.

  3. 3Schwenken oder schütteln

    Bis sich alles gelöst hat, beides ist okay.

  4. 4Aufziehen

    Mit der U-100-Insulinspritze.

Weniger Wasser höhere Konzentration weniger Einheiten auf der Spritze Beispiel: 10 mg + 2 ml = 5 mg/ml

Injektion

Gespritzt wird subkutan, ins Unterhautfettgewebe. Typische Stellen sind der Bauch (rund um den Nabel aussparen), die Vorderseite und die Innenseite des Oberschenkels oder die Rückseite des Oberarms.

Injektion

Wo und in welchem Winkel

Stelle antippen oder Winkel umschalten. Subkutan heißt: ins Unterhautfett, nicht in den Muskel.

Stelle jedes Mal wechseln, nie zweimal hintereinander dieselbe.

90°Mehr Unterhautfett

Faustregel: Wo mehr Unterhautfett ist, gerade im 90-Grad-Winkel einstechen. Bei schlanken Personen mit wenig Fett im 45-Grad-Winkel, damit die Nadel im Unterhautfett bleibt. Vereinfachtes Schema.

  1. Hautstelle mit Alkoholtupfer reinigen und trocknen lassen

  2. Kleine Hautfalte abheben

  3. Nadel einstechen: im 90-Grad-Winkel, wenn an der Stelle mehr Unterhautfett ist, im 45-Grad-Winkel bei schlanken Personen mit wenig Fett

  4. Langsam injizieren, kurz warten, Nadel zurückziehen

  5. Nadel sofort in den Sammelbehälter

Einstichstelle jedes Mal wechseln.

Dosierung

Dosierung

Dosierung, Titrationsplan und Spritze

Die Dosierung wird geladen …

  • Einstieg und Steigerung als Treppe
  • Einheiten auf der U-100-Spritze je Stufe
  • Wie lange ein Vial reicht

Was die Forschung zeigt

Die Studienlage ist klein, aber konsistent - und durchweg im Tier- oder Zellmodell:

  • Erst-Beschreibung (Chemical Science 2016): B7-33 bindet RXFP1, aktiviert bevorzugt pERK statt cAMP und verhinderte oder reduzierte Organfibrose in drei Nager-Modellen (Herz und Lunge). Anders als volles Relaxin förderte es kein Prostata-Tumorwachstum.
  • Herzinfarkt-Modell (JAHA 2020): Bei Mäusen nach Ischämie-Reperfusion verkleinerte B7-33 die Infarktgröße und erhielt die Pumpfunktion besser als das Vehikel - über einen ERK1/2-abhängigen Mechanismus.
  • Kardiomyopathie-Modell (Biomedicine & Pharmacotherapy 2023): B7-33 senkte die linksventrikuläre Fibrose schneller als der etablierte ACE-Hemmer Perindopril und behielt weitere herzschützende Effekte des Relaxins.
  • Gefäßmodell (Eur J Pharmacol 2017): In Ratten- und Maus-Gefäßen ahmte B7-33 die gefäßschützenden Effekte von Serelaxin nach.

Klingt vielversprechend - aber jedes einzelne Ergebnis stammt aus Nagern oder Zellkultur. Was im Menschen passiert, weiß niemand. Erwartungen entsprechend ehrlich einordnen.

Studienergebnisse

Was die Studien gemessen haben

Zum Ausprobieren: Reiter wechseln, Punkte antippen, Arme aus- und einblenden. Die Arme heißen relativ zueinander, keine Dosisempfehlung.

Herzinfarkt bei Mäusen2

Gefäß 30 Minuten verschlossen, dann wieder geöffnet, Werte in Prozent

Infarktgröße nach 24 Stunden2 kleiner ist besser
Ohne Wirkstoff (Vergleich) 45 %
Mit B7-33 22 %
Pumpleistung nach 24 Stunden2 Verkürzungsfraktion, größer ist besser
Ohne Wirkstoff (Vergleich) 23 %
Mit B7-33 29 %
Pumpleistung nach 7 Tagen2 Verkürzungsfraktion, größer ist besser
Ohne Wirkstoff (Vergleich) 20 %
Mit B7-33 29 %

Gerundete Werte aus dem Abstract (21,99 gegen 45,32 Prozent Infarktgröße). Mäuse, beim Menschen nicht untersucht.

Gläserne Zylinder mit durchscheinenden rosa Lungenmodellen in einem hellen Labor
Alle Daten stammen aus Zell- und Tiermodellen. Symbolbild.

Forschungsstand

Studienlage

Wo der Wirkstoff auf dem Weg von der Laborforschung zur Zulassung steht. Stand 26.10.2026. 6

  1. Präklinik Zellversuche und Nagetier-Modelle
  2. Phase 1 keine registrierte Studie
  3. Phase 2 keine registrierte Studie
  4. Phase 3 keine registrierte Studie
  5. Zulassung noch nicht
Keine Zulassung und keine registrierte Studie am Menschen. B7-33 ist bisher nur präklinisch untersucht.6

Bisher gibt es keine registrierte Humanstudie. 6

Nebenwirkungen

Ein belastbares Nebenwirkungsprofil beim Menschen gibt es nicht, weil es keine Humanstudien gibt. Alles, was man hier sagen kann, ist Spekulation auf Basis des Mechanismus und der Erfahrung mit dem verwandten Relaxin.

  • Relaxin und seine Analoga wirken gefäßerweiternd - theoretisch denkbar wären Effekte auf Blutdruck, Schwindel oder Hautrötung.
  • Wie bei jeder subkutanen Injektion: lokale Reaktionen an der Einstichstelle (Rötung, Druckempfindlichkeit).
  • Peptide können generell Immun- oder Allergie-Reaktionen auslösen.

Weil hartes Sicherheitswissen fehlt, gilt umso mehr: konservativ und vorsichtig. Im Zweifel ist Zurückhaltung die ehrlichere Entscheidung.

Einordnung

B7-33 gehört zu den Compounds, bei denen die Mechanismus-Story sauber und elegant ist - ein einkettiges Mini-Relaxin, das gezielt nur den günstigen Signalweg anschaltet - die Übertragbarkeit auf den Menschen aber komplett offen bleibt. Es ist ein Werkzeug aus dem Labor, nicht aus der Klinik.

Wer sich damit beschäftigt, sollte das mit der Haltung tun, die zu einem reinen Research-Peptid passt: Neugier ja, Heilsversprechen nein. Es gibt nichts, was nahelegt, dass B7-33 beim Menschen tut, was es in der Maus getan hat.

Lagerung

Das ungelöste Pulver ist robust, normale Raumtemperatur (rund 20 bis 25 Grad) reicht, am besten dunkel lagern. Angemischt im Kühlschrank (2 bis 8 Grad) mindestens 4 bis 6 Monate haltbar. Das bakteriostatische Wasser bringt einen Konservierungsstoff mit, der die gelöste Form länger stabil hält. B7-33 ist als kleines Peptid empfindlich - vermeide Hitze, direktes Licht und wiederholtes Einfrieren/Auftauen.

Haltbarkeit

Wie lange es hält

Ungelöst (Pulver) Raumtemperatur, rund 20 bis 25 Grad, dunkel

Robust, ein Kühlschrank ist nicht nötig. Hält so problemlos mehrere Monate.

Gelöst (angemischt) Kühlschrank, 2 bis 8 Grad

Mindestens 4 bis 6 Monate haltbar. Das bakteriostatische Wasser bringt einen Konservierungsstoff mit. Hitze, direktes Licht und wiederholtes Einfrieren meiden.

  • Dunkel lagern
  • Gelöst: 2 bis 8 Grad
  • Anmischdatum notieren
Neun Vials mit weißem Pulver und blauen Kappen im Türfach eines hellen Kühlschranks
Pulver dunkel bei Raumtemperatur, gelöst in den Kühlschrank (2 bis 8 Grad), dort mindestens 4 bis 6 Monate haltbar. Symbolbild.

Verwandt

Verwandte Wirkstoffe

Ein anderer Weg: alles im TPD-Lexikon.

FAQ

Häufige Fragen zu B7-33

Kurze Antworten, jede mit den Quellen unten belegt.

Ist B7-33 am Menschen untersucht?

Nein. Stand 26. Oktober 2026 steht im Register ClinicalTrials.gov keine Studie mit B7-33. Alle Daten stammen aus Zellversuchen sowie Studien an Mäusen und Ratten.6

Was heißt funktionell selektiv?

Ein Rezeptor kann nach dem Andocken mehrere Signalwege anstoßen. B7-33 bindet RXFP1 wie Relaxin, schaltet aber bevorzugt den Weg über pERK an und kaum cAMP. Der starke cAMP-Anstieg von Relaxin wird mit unerwünschtem Tumorwachstum in Verbindung gebracht.1

Was zeigte B7-33 am Herzen?

Bei Mäusen nach Herzinfarkt war der Infarkt mit B7-33 rund 22 statt 45 Prozent groß, die Pumpleistung lag nach 7 Tagen bei 29 statt 20 Prozent. In einem Modell für Herzmuskelschäden verringerte B7-33 die Fibrose der linken Kammer schneller als der ACE-Hemmer Perindopril und wie das natürliche Relaxin.23

Wie wirkt B7-33 gegen Fibrose?

Über ein Rezeptorpaar aus RXFP1 und dem Angiotensin-II-Rezeptor Typ 2. Darüber steigen pERK und das Enzym MMP-2, das Kollagen abbaut. In drei Nagetier-Modellen für Herz und Lunge verhinderte oder verringerte B7-33 so die Fibrose, ähnlich stark wie Relaxin.1

Was ist zu Gefäßen bekannt?

An Gefäßen von Ratten verstärkte B7-33 wie Relaxin die Erweiterung durch die Gefäßinnenwand. In einem Modell an Gefäßen von Mäusen verhinderte es eine Störung der Gefäßinnenwand, wie sie bei Präeklampsie auftritt.4

Welche Nebenwirkungen sind bekannt?

Belastbare Daten gibt es nicht, weil B7-33 nie am Menschen geprüft wurde. In einem Tiermodell förderte es anders als Relaxin kein Wachstum von Prostatatumoren. Das lässt sich nicht auf den Menschen übertragen.61

Glossar

Begriffe kurz erklärt

Gepunktet unterstrichene Wörter im Text zeigen diese Erklärungen direkt an.

cAMP
Botenstoff in der Zelle, den viele Rezeptoren nach dem Andocken bilden.
Fibrose
Überschießendes Narben- und Bindegewebe in einem Organ, das seine Funktion stört.
Funktionell selektiver Agonist
Wirkstoff, der einen Rezeptor anschaltet, aber nur einen Teil seiner Signalwege bevorzugt.
Ischämie-Reperfusion
Ein Gefäß wird verschlossen und wieder geöffnet. So wird im Tiermodell ein Herzinfarkt mit Wiedereröffnung nachgestellt.
Kardiomyopathie
Erkrankung des Herzmuskels, die seine Pumpleistung schwächt.
MMP-2
Enzym, das Kollagen abbaut. Mehr davon kann überschüssiges Bindegewebe zurückdrängen.
pERK (ERK1/2)
Aktivierte Form der Signal-Enzyme ERK1 und ERK2, die Wachstum und Schutz der Zelle steuern.
Präklinisch
Forschung vor dem ersten Einsatz am Menschen, also in Zellkulturen und Tiermodellen.
Relaxin-2
Körpereigenes Hormon aus zwei Ketten mit drei Disulfidbrücken. Es weitet Gefäße und bremst Bindegewebsvermehrung.
RXFP1
Rezeptor für Relaxin-2 auf vielen Zellen, etwa in Herz, Gefäßen und Lunge.
Subkutan
In das Fettgewebe direkt unter der Haut.

Evidenz

Quellen

Alle 6 Quellen anzeigenQuellen ausblenden 5 Studien1 Studienregister geprüft am 26.10.2026

Studien

  1. Erstbeschreibung: B7-33 als funktionell selektiver RXFP1-Agonist

    Hossain et al., Chemical Science, 2016

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  2. B7-33 nach Herzinfarkt (Maus)

    Devarakonda et al., Journal of the American Heart Association, 2020

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  3. B7-33 im Modell für Herzmuskelschäden, Vergleich mit Perindopril (Maus)

    Alam et al., Biomedicine & Pharmacotherapy, 2023

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  4. B7-33 ahmt die Gefäßwirkung von Relaxin nach (Ratte, Maus)

    Marshall et al., European Journal of Pharmacology, 2017

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  5. Übersicht zu den aktiven Abschnitten von Thymosin Beta-4 (Ac-SDKP)

    Sosne et al., The FASEB Journal, 2010

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed

Studienregister

  1. Suche im Register ClinicalTrials.gov (keine Studie mit B7-33)

    ClinicalTrials.gov, U.S. National Library of Medicine

    Geprüft am 26.10.2026 über ClinicalTrials.gov API v2

Im Shop

B7-33 im Katalog

Größen, Preise und Versandzeiten stehen auf der Produktseite.

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