Was ist MGF?
MGF, der Mechano Growth Factor, ist eine besondere Splicevariante von IGF-1 (IGF-1Ec), die im Muskel nach mechanischer Belastung oder Schädigung entsteht. Die Idee: MGF ist das erste Signal, das nach einem Trainingsreiz die Reparatur und das Wachstum anstößt.
Ehrlich vorweg: Die spannenden Effekte stammen aus Zell- und Tiermodellen, beim Menschen ist die Datenlage zu injiziertem MGF dünn.
Wie es wirkt
Nach einem Trainingsreiz spaltet der Muskel das IGF-1-Gen kurzzeitig zu MGF. Dieses aktiviert Satellitenzellen, die schlafenden Reparaturzellen des Muskels, und stößt deren Vermehrung an. Erst danach übernimmt die langlebigere IGF-1Ea-Form den eigentlichen Aufbau.
Injiziertes MGF ist sehr kurzlebig, weshalb es lokal und zeitnah zum Training eingesetzt wird, wenn überhaupt.
Was du brauchst
- Das MGF-Vial (lyophilisiertes Pulver).
- Bakteriostatisches Wasser, U-100-Insulinspritzen, Alkoholtupfer.
Rekonstitution
Nutze den Rechner oben. Ein 5mg-Vial mit 2ml Wasser ergibt 2500mcg pro ml, 200mcg sind dann 8 Einheiten auf der U-100-Spritze. Das Wasser einfach ins Vial geben und auflösen lassen.
Dosierung
Nur für Mitglieder
Dosierempfehlungen sind nur für eingeloggte Mitglieder sichtbar. Einloggen ist kostenlos.
Injektion
Subkutan, oft lokal in die trainierte Muskelgruppe. Einstichstelle desinfizieren, langsam injizieren, Stellen wechseln.
Was die Forschung zeigt
Die Grundlagenarbeit (Hill & Goldspink, 2003) zeigte, dass der Muskel nach Schädigung zuerst MGF bildet und darüber Satellitenzellen aktiviert, bevor die IGF-1Ea-Form übernimmt. Das ist ein sauberer Mechanismus, aber in Zellen und Tieren beschrieben.
Für injiziertes MGF beim Menschen gibt es keine belastbaren Studien. Es ist klar experimentell.
Nebenwirkungen
- Belastbare Humandaten fehlen, entsprechend wenig ist über Nebenwirkungen bekannt.
- Lokale Reaktionen an der Einstichstelle.
- Wie bei IGF-verwandten Stoffen ist ein wachstumsförderndes Signal theoretisch bei vorbestehenden Wucherungen kritisch.
Praxis
- Erwartungen niedrig halten, alles beruht auf Zell- und Tiermodellen.
- Wenn überhaupt, zeitnah zum Training und lokal.
- In offiziellen Wettkämpfen verboten.
Lagerung
Vor dem Auflösen ist das Pulver robust, normale Raumtemperatur (rund 20 bis 25 Grad) reicht, am besten dunkel lagern. Nach dem Auflösen in den Kühlschrank (2 bis 8 Grad), nicht einfrieren. Dort hält die Lösung mindestens 8 bis 10 Wochen nahezu ohne Wirkstoffverlust, in der Praxis deutlich länger. Schwenken oder schütteln zum Mischen ist beides okay.