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Lexikon

Spironolacton (Aldactone)

Kaliumsparende Entwässerung und Anti-Androgen in einem - genau deshalb für Männer heikel.

3 Min. Lesezeit 6 Quellen

Großes Steroid-Molekülmodell aus glänzend blauen, weißen und einer gelben Kugel schwebt über einem weißen Podest in einem hellen Labor, Symbolbild für Spironolacton
Wirkstoff zugelassen · seit 1960

Kurzfassung

Auf einen Blick

Quellen geprüft am 26.10.2026

Sterberisiko in RALES
-30 %

1.663 Menschen mit schwerer Herzinsuffizienz, 35 statt 46 % gestorben, vorzeitig beendet1

Heimblutdruck gegen Placebo
-8,7 mmHg

PATHWAY-2, therapieresistenter Bluthochdruck, auch besser als Bisoprolol und Doxazosin2

Männer mit Brustschwellung oder -schmerz
10 %

RALES, unter Placebo 1 %1

Zu hohes Kalium in TOPCAT
18,7 %

unter Placebo 9,1 %, also doppelt so oft3

Akne besser nach 24 Wochen
82 %

SAFA, Frauen, unter Placebo 63 %4

  • Spironolacton blockiert den Mineralocorticoid-Rezeptor, an dem das Hormon Aldosteron wirkt. Die Niere hält dadurch weniger Natrium zurück und scheidet weniger Kalium aus.62
  • Zusätzlich bindet es laut Messdaten in ChEMBL an den Androgen-Rezeptor. In RALES hatten 10 Prozent der Männer Brustschwellung oder Brustschmerzen, unter Placebo 1 Prozent.61
  • Bei schwerer Herzinsuffizienz senkte es in RALES das Sterberisiko um 30 Prozent. Bei Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion (TOPCAT) verfehlte es das Hauptziel.13
  • Bei therapieresistentem Bluthochdruck war es der wirksamste vierte Wirkstoff (PATHWAY-2), bei Akne von Frauen besserte es die Haut gegenüber Placebo (SAFA).24
  • Kalium ist die harte Grenze: in TOPCAT war es doppelt so oft zu hoch wie unter Placebo. Zugelassen ist Spironolacton laut ChEMBL seit 1960. Alles hier ist Forschungsstand und keine Empfehlung.36
Steckbrief

Stand Juli 2026

Klasse
Aldosteron-Antagonist

kaliumsparendes Diuretikum

Zweitwirkung
Blockiert auch den Androgen-Rezeptor
Anwendung
Oral

1x täglich

Wirkeintritt
Langsam

voller Effekt nach 2 bis 4 Wochen

Harte Grenze
Kalium

besonders mit ACE-Hemmer oder Sartan

Inhalt 12 Abschnitte
  1. Auf einen Blick
  2. Was ist Spironolacton?
  3. Wie es wirkt
  4. Anwendung und Dosierung
  5. Was die Forschung zeigt
  6. Studienlage
  7. Nebenwirkungen
  8. Lagerung
  9. Verwandte Wirkstoffe
  10. Häufige Fragen
  11. Begriffe
  12. Quellen

Was ist Spironolacton?

Spironolacton hat zwei Gesichter. Beide muss man kennen. Es ist erstens ein Aldosteron-Antagonist: es blockiert den Mineralocorticoid-Rezeptor in der Niere, wodurch weniger Natrium zurückgehalten und weniger Kalium ausgeschieden wird. Daher der Name kaliumsparendes Diuretikum.

Zweitens ist es ein Anti-Androgen, weil es zusätzlich am Androgen-Rezeptor blockiert und die Testosteron-Synthese hemmt. Das ist keine Nebenwirkung im Sinne eines Zufalls, sondern eine echte pharmakologische Zweitwirkung derselben Substanz. Für Männer ist das der entscheidende Punkt.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Vergleich

Entwässern und Blutdruck im Lexikon

Verwandte Wirkstoffe im TPD-Lexikon mit ihrem Ansatzpunkt, so wie dort beschrieben. Ein Klick öffnet den Eintrag.

Vereinfacht: Schleifendiuretika entwässern schnell und schwemmen Kalium aus, Spironolacton wirkt langsam und hält Kalium zurück. 6

Wie es wirkt

Aldosteron wirkt im Sammelrohr der Niere über einen Rezeptor im Zellkern, der erst die Produktion von Transportproteinen anschieben muss. Genau deshalb wirkt Spironolacton langsam: der volle Effekt braucht zwei bis vier Wochen. Als Schnell-Entwässerung vor einem Termin ist es das falsche Mittel, dafür ist Furosemid gebaut.

Beim Blutdruck ist es dagegen der stärkste vierte Wirkstoff, den es gibt. Der Grund: bei einem großen Teil der therapieresistenten Hypertonien steckt ein zu hoher Aldosteron-Spiegel dahinter. Den greift kein anderer Wirkstoff direkt an.

Der Anti-Androgen-Effekt ist bei niedriger Dosis gering und steigt mit der Dosis deutlich an. Spürbar sein kann er aber schon bei 25mg: In RALES hatten 10 Prozent der Männer Brustvergrößerung oder Brustschmerzen, unter Placebo 1 Prozent.

Wirkorte

Wo Spironolacton wirkt

Punkt oder Karte antippen. Farbe = Rezeptor, grau = in Studien beobachtet.

  1. Niere

    Blockiert Aldosteron, Kalium war in TOPCAT doppelt so oft zu hoch3

    MR
  2. Herz

    30 Prozent weniger Todesfälle bei schwerer Herzinsuffizienz (RALES)1

    In Studien beobachtet
  3. Blutdruck

    Heimblutdruck 8,7 mmHg niedriger als unter Placebo (PATHWAY-2)2

    In Studien beobachtet
  4. Haut

    Akne bei Frauen gebessert (SAFA)4

    AR
  5. Hormonwirkung beim Mann

    Brustschwellung oder -schmerz bei 10 statt 1 Prozent der Männer (RALES)1

    AR

Ziele in der Datenbank ChEMBL6

Wirkstoff CHEMBL1393: zwei erfasste Mechanismen, Art der Wirkung je Karte.

Mineralocorticoid-Rezeptor
Gen
NR3C2
UniProt
P08235
ChEMBL
CHEMBL1994
Wirkung
Gegenspieler (Antagonist), direkte Bindung
Androgen-Rezeptor
Gen
AR
UniProt
P10275
ChEMBL
CHEMBL1871
Wirkung
Gegenspieler laut Labor-Messdaten in ChEMBL
Durchscheinende Zellen eines gläsernen Nierenkanals, in zwei Zellen sitzen blaue Moleküle in Taschen, darunter rieseln kleine Kristalle heraus
Spironolacton blockiert in der Niere den Rezeptor für Aldosteron. Symbolbild.

Anwendung und Dosierung

Dosierung

Dosierung, Titrationsplan und Spritze

Die Dosierung wird geladen …

  • Einstieg und Steigerung als Treppe
  • Einheiten auf der U-100-Spritze je Stufe
  • Wie lange ein Vial reicht
Weiße Faltschachtel mit TPD-Logo neben einem Blister mit zehn weißen runden Tabletten, davor zwei lose Tabletten auf einem hellen Labortisch
Tabletten im Blister. Symbolbild.

Was die Forschung zeigt

RALES (NEJM 1999) ist der Klassiker. Über 1.600 Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz bekamen zusätzlich 25mg Spironolacton oder Placebo. Die Studie wurde vorzeitig abgebrochen: 30 Prozent niedrigere Sterblichkeit. Die Dosis war bewusst niedrig gewählt, es ging nicht um Entwässerung, sondern um die Rezeptorblockade.

PATHWAY-2 (Lancet 2015) beantwortete die Frage, welcher vierte Wirkstoff bei therapieresistenter Hypertonie am besten wirkt. Spironolacton schlug sowohl Bisoprolol als auch Doxazosin deutlich. Das ist der Grund, warum es heute an dieser Stelle Standard ist.

TOPCAT (NEJM 2014) gehört zur Ehrlichkeit dazu: bei Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion verfehlte Spironolacton den primären Endpunkt. Die spätere Analyse fand allerdings starke regionale Unterschiede, mit einem klaren Effekt in Nord- und Südamerika und keinem in Osteuropa, was Zweifel an der dortigen Studiendurchführung nährte. Als bewiesen gilt der Nutzen bei erhaltener Pumpfunktion trotzdem nicht.

SAFA (BMJ 2023) belegte die dermatologische Anwendung: bei Frauen mit Akne verbesserte Spironolacton die Hautbefunde signifikant gegenüber Placebo.

Studienergebnisse

Was die Studien gemessen haben

Zum Ausprobieren: Reiter wechseln, Punkte antippen, Arme aus- und einblenden. Die Arme heißen relativ zueinander, keine Dosisempfehlung.

Gestorben in im Mittel 24 Monaten1

1.663 Menschen mit schwerer Herzinsuffizienz, zusätzlich zur Standardtherapie

Todesfälle1 386 gegen 284
Placebo 46 %
Spironolacton 35 %

Relatives Risiko 0,70. Dazu 35 Prozent weniger Klinikaufenthalte wegen Herzschwäche. Die Studie wurde vorzeitig beendet, weil der Nutzen bei einer Zwischenauswertung klar war.

Systolischer Heimblutdruck im Vergleich2

Unterschied unter Spironolacton zum jeweiligen Vergleich, therapieresistenter Bluthochdruck

gegen Placebo2
Spironolacton -8,70 mmHg
gegen Bisoprolol2
Spironolacton -4,48 mmHg
gegen Doxazosin2
Spironolacton -4,03 mmHg

Jeder bekam alle vier Behandlungen nacheinander für je 12 Wochen (Crossover), zusätzlich zu drei Blutdrucksenkern. Bei 6 von 285 stieg das Kalium einmal über 6,0 mmol/l.

TOPCAT nach im Mittel 3,3 Jahren3

3.445 Menschen mit Herzinsuffizienz und erhaltener Pumpfunktion

Hauptziel: Herztod, Herzstillstand oder Klinik3 nicht signifikant
Placebo 20,4 %
Spironolacton 18,6 %
Klinik wegen Herzschwäche3 Teil des Hauptziels
Placebo 14,2 %
Spironolacton 12,0 %

Hazard Ratio 0,89, das Hauptziel wurde verfehlt. Nur die Klinikaufenthalte wegen Herzschwäche sanken signifikant, Todesfälle insgesamt nicht.

Akne bei Frauen4

Anteil in Prozent, 410 Frauen, Dosis nach 6 Wochen verdoppelt

Besser laut Teilnehmerin, Woche 244
Placebo 63 %
Spironolacton 82 %
Besser laut Teilnehmerin, Woche 124 nicht signifikant
Placebo 68 %
Spironolacton 72 %
Erfolg laut Ärztin oder Arzt, Woche 124
Placebo 6 %
Spironolacton 19 %

Der Unterschied war in Woche 24 größer als in Woche 12. Gegeben wurde zuletzt die höchste Studiendosis (100 mg).

Gläsernes Herz und eine milchig weiße Niere, umgeben von hellen Lichtbändern auf einer weißen Fläche
Die großen Studien maßen Todesfälle und Klinikaufenthalte, nicht nur Laborwerte. Symbolbild.

Forschungsstand

Studienlage

Spironolacton ist seit 1960 zugelassen, im Register ClinicalTrials.gov nennen 330 Studien den Wirkstoff unter den Interventionen. Gezeigt sind große Phase-3-Studien, darunter TOPCAT aus diesem Eintrag. RALES ist dort nicht eingetragen, PATHWAY-2 steht mit unbekanntem Status, SAFA im britischen Register ISRCTN. Stand 26.10.2026. 5

  1. Präklinik Wirkprinzip: Mineralocorticoid-Rezeptor blockieren
  2. Phase 1 keine registrierte Studie
  3. Phase 2 keine registrierte Studie
  4. Phase 3 5 Studien, 4 abgeschlossen
  5. Zulassung seit 1960
9.586 Teilnehmende in Phase 3 Bei laufenden Studien geplante Zahlen Zugelassen: ChEMBL führt Spironolacton mit höchster Phase 4 und erster Zulassung 1960.6
Alle 5 Studien aus Phase 3 im ZeitverlaufZeitverlauf ausblenden 4 abgeschlossen 1 laufend 1 mit Ergebnissen
Phase 3

Balken: Start bis Hauptendpunkt (bei laufenden Studien geplant). Grün = abgeschlossen, blau = Fortschritt bis 26.10.2026.

Nebenwirkungen

  • Erhöhtes Kalium: die gefährlichste Nebenwirkung, weil sie ohne Warnzeichen auf das Herz gehen kann. In Kombination mit ACE-Hemmern oder Sartanen zwingend mit Blutwerten begleiten.
  • Gynäkomastie bei Männern: dosisabhängig, aber schon bei 25mg nicht selten: In RALES berichteten 10 Prozent der Männer unter Spironolacton Brustvergrößerung oder Brustschmerzen, unter Placebo 1 Prozent. Bei höheren Dosen kommt es häufiger vor. Bildet sich nach Absetzen meist zurück, aber nicht immer vollständig.
  • Libidoverlust und Erektionsprobleme: gleiche Ursache, gleiche Dosisabhängigkeit.
  • Zyklusstörungen bei Frauen: häufig bei der dermatologischen Dosierung.
  • Nierenwerte: gehören bei längerer Anwendung kontrolliert.

Verträglichkeit

Häufigkeit in drei Studien

Von 100 Teilnehmenden je Gruppe: wie viele das Ereignis hatten. Jede Zeile stammt aus einer anderen Studie mit anderen Menschen.

1 von 100 Placebo
10 von 100 Spironolacton
Ereignis PlaceboSpironolacton
Brustschwellung oder -schmerz (Männer, RALES)1 1 %10 %
Zu hohes Kalium (TOPCAT)3 9 %19 %
Kopfschmerzen (SAFA)4 12 %20 %

In RALES war schwere Hyperkaliämie in beiden Gruppen selten, in PATHWAY-2 stieg das Kalium bei 6 von 285 einmal über 6,0 mmol/l. In TOPCAT stieg zudem das Kreatinin. In SAFA gab es keine schweren Nebenwirkungen.1342

Lagerung

Trocken, bei Raumtemperatur und vor Licht geschützt lagern. Außerhalb der Reichweite von Kindern.

Drei weiße Tablettendosen in einem hellen Regal neben einem gefalteten hellblauen Handtuch
Trocken, bei Raumtemperatur und vor Licht geschützt. Symbolbild.

Verwandt

Verwandte Wirkstoffe

Ein anderer Weg: alles im TPD-Lexikon.

FAQ

Häufige Fragen zu Spironolacton (Aldactone)

Kurze Antworten, jede mit den Quellen unten belegt.

Wie wirkt Spironolacton?

Es blockiert den Mineralocorticoid-Rezeptor, an dem Aldosteron wirkt. Die Niere hält weniger Natrium zurück und behält mehr Kalium. Laut ChEMBL bindet es zusätzlich an den Androgen-Rezeptor, daher die Anti-Androgen-Wirkung. Zugelassen ist es laut ChEMBL seit 1960.62

Was zeigte RALES?

1.663 Menschen mit schwerer Herzinsuffizienz bekamen zusätzlich zur Standardtherapie Spironolacton oder Placebo. Nach im Mittel 24 Monaten waren 35 statt 46 Prozent gestorben, das Sterberisiko sank um 30 Prozent. Die Studie wurde deshalb vorzeitig beendet.1

Warum ist es der vierte Wirkstoff beim Bluthochdruck?

In PATHWAY-2 bekamen Menschen, deren Blutdruck trotz drei Mitteln zu hoch war, nacheinander Spironolacton, Bisoprolol, Doxazosin und Placebo. Spironolacton senkte den Heimblutdruck am stärksten, um 8,7 mmHg mehr als Placebo und rund 4 bis 4,5 mmHg mehr als die beiden anderen.2

Und bei Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion?

Dort verfehlte es in TOPCAT das Hauptziel: 18,6 gegen 20,4 Prozent Herztod, Herzstillstand oder Klinikaufenthalt. Nur die Klinikaufenthalte wegen Herzschwäche sanken. Zu hohes Kalium kam doppelt so oft vor wie unter Placebo.3

Was hat Spironolacton mit Akne zu tun?

Über die Anti-Androgen-Wirkung. In SAFA bekamen 410 Frauen mit Akne Spironolacton oder Placebo. Nach 24 Wochen berichteten 82 statt 63 Prozent von Besserung. Kopfschmerzen kamen häufiger vor (20 gegen 12 Prozent), schwere Nebenwirkungen gab es keine.4

Warum ist es für Männer heikel?

Weil es auch den Androgen-Rezeptor blockiert. In RALES hatten 10 Prozent der Männer unter Spironolacton Brustschwellung oder Brustschmerzen, unter Placebo 1 Prozent. Wer gleichzeitig auf Testosteron setzt, arbeitet damit gegen dessen Wirkung.16

Warum ist Kalium die harte Grenze?

Spironolacton hält Kalium im Körper. In TOPCAT war das Kalium bei 18,7 Prozent zu hoch, unter Placebo bei 9,1 Prozent. In PATHWAY-2 stieg es bei 6 von 285 einmal über 6,0 mmol/l. ACE-Hemmer und Sartane heben Kalium ebenfalls, diese Kombination braucht Blutwerte.32

Glossar

Begriffe kurz erklärt

Gepunktet unterstrichene Wörter im Text zeigen diese Erklärungen direkt an.

Aldosteron
Hormon der Nebenniere, das die Niere Natrium zurückhalten und Kalium ausscheiden lässt.
Androgen-Rezeptor
Rezeptor, an den Testosteron und DHT binden. Wird er blockiert, schwächt das die männliche Hormonwirkung.
Anti-Androgen
Stoff, der die Wirkung männlicher Hormone bremst.
Crossover
Studienform, in der jede Person alle Behandlungen nacheinander bekommt und mit sich selbst verglichen wird.
Diuretikum
Entwässerungsmittel. Kaliumsparend heißt: es schwemmt kein Kalium aus, sondern hält es zurück.
Gynäkomastie
Wachstum der Brustdrüse beim Mann.
Herzinsuffizienz
Herzschwäche: das Herz pumpt nicht mehr genug Blut für den Bedarf des Körpers.
Hyperkaliämie
Zu hohes Kalium im Blut. Es kann ohne Warnzeichen den Herzrhythmus stören.
Mineralocorticoid-Rezeptor
Rezeptor im Zellkern, an dem Aldosteron wirkt, vor allem in der Niere.
Placebo
Scheinpräparat ohne Wirkstoff. Der Vergleich damit zeigt, was am Wirkstoff selbst liegt.
Pumpfunktion
Anteil des Blutes, den die linke Herzkammer pro Schlag auswirft. Erhalten heißt: ab etwa 45 Prozent.
Therapieresistente Hypertonie
Bluthochdruck, der trotz drei Blutdrucksenkern in voller Dosis zu hoch bleibt.

Evidenz

Quellen

Alle 6 Quellen anzeigenQuellen ausblenden 4 Studien1 Studienregister1 Datenbank geprüft am 26.10.2026

Studien

  1. RALES: Spironolacton bei schwerer Herzinsuffizienz

    Pitt et al., New England Journal of Medicine, 1999

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  2. PATHWAY-2: vierter Wirkstoff bei therapieresistentem Bluthochdruck

    Williams et al., The Lancet, 2015

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  3. TOPCAT: Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion

    Pitt et al., New England Journal of Medicine, 2014

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  4. SAFA: Spironolacton gegen Akne bei Frauen

    Santer et al., BMJ, 2023

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed

Studienregister

  1. Studien zu Spironolacton im Register ClinicalTrials.gov

    ClinicalTrials.gov, U.S. National Library of Medicine

    Geprüft am 26.10.2026 über ClinicalTrials.gov API v2

Datenbank

  1. Wirkmechanismus, Messdaten und Zulassung in ChEMBL

    ChEMBL, EMBL-EBI (CHEMBL1393)

    Geprüft am 26.10.2026 über ChEMBL