LL-37, Produktfoto
Immunsystem

LL-37

Cathelicidin-Antimikrobielles Peptid. Wirkstoff für angeborene Immunität.

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Auf einen Blick

LL-37 in Zahlen

Die wichtigsten Werte aus unserem Lexikon.

Ganzer Lexikon-Eintrag
Klasse
Antimikrobielles Peptid

Cathelicidin

Halbwertszeit
kurz
Anwendung
Subkutan

in mcg

Größen
5 bis 10 mg

2 Größen im Shop

Nur für Forschungs- und Bildungszwecke. Werte aus dem TPD-Lexikon, Quellen dort verlinkt.

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Wissen

Alles zu LL-37

Beschreibung

LL-37 ist das einzige humane Cathelicidin und das primäre antimikrobielle Peptid der angeborenen Immunität beim Menschen. Strukturell ist es ein 37-Aminosäuren-Peptid, das aus dem Vorläufer-Protein hCAP-18 nach proteolytischer Spaltung freigesetzt wird. Der Name “LL-37” leitet sich von den zwei N-terminalen Leucin-Resten und der Gesamt-Länge von 37 Aminosäuren ab.

Der Mechanismus ist mehrschichtig. Die zentrale Aktivität liegt in der direkten antimikrobiellen Wirkung gegen Bakterien, Viren und Pilze. Die kationische, amphipathische Struktur von LL-37 erlaubt die Interaktion mit negativ geladenen mikrobiellen Membranen und führt zur Membran-Permeabilisierung. In präklinischen Studien wurde dieses breite antimikrobielle Spektrum dokumentiert.

Über die direkte antimikrobielle Aktivität hinaus zeigt LL-37 in Studienmodellen immun-modulatorische Effekte: Chemotaxis von Leukozyten, Modulation von Zytokin-Produktion, Förderung der Wundheilung und angiogene Eigenschaften. Diese Multi-Modalität macht LL-37 zu einem mechanistisch komplexen aber gut charakterisierten Werkzeug an der Schnittstelle zwischen angeborener Immunität und Reparatur.

In präklinischen Studien wurde LL-37 in Wundheilungs-Modellen, Hautforschungs-Setups und Inflammations-Studien eingesetzt. Eine Besonderheit: LL-37-Spiegel sind in einigen chronischen Inflammations-Zuständen verändert, was den Compound auch in pathophysiologischer Forschung relevant macht.

Du erhältst LL-37 in 5mg-Vials im 10er-Pack.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Risiken & Sicherheit

LL-37 wird laut Studien als überwiegend gut verträglich beschrieben. Als körpereigenes antimikrobielles Peptid der angeborenen Immunität ist der Compound mechanistisch gut charakterisiert.

In Forschung und Anwender-Berichten beobachtet:

  • Injektions-Stelle: leichte Rötung oder Reizung an der Einstich-Stelle sind die häufigste lokale Beobachtung, typisch für subkutan applizierte Peptide.
  • Membran-Aktivität: die kationische, amphipathische Struktur von LL-37 permeabilisiert mikrobielle Membranen, lokale Reizungen sind als Ausdruck dieser Aktivität plausibel.
  • Immun-Modulation: über die antimikrobielle Wirkung hinaus moduliert LL-37 Chemotaxis und Zytokin-Produktion, ein aktiver Eingriff in die angeborene Immunität. Veränderte LL-37-Spiegel sind in einigen chronischen Inflammations-Zuständen dokumentiert.
  • Langzeitdaten fehlen: die Charakterisierung stammt überwiegend aus präklinischen Modellen, belastbare Langzeit-Humandaten existieren nicht.

Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.

Studien

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FAQ

Häufige Fragen

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Ist LL-37 zugelassen oder am Menschen untersucht?

Nicht zugelassen, aber am Menschen geprüft. Allerdings nur lokal: aufgetragen auf schwer heilende Beingeschwüre (eine Studie mit 34 und eine mit 148 Teilnehmenden) und als Spritze in Melanom-Metastasen (4 Teilnehmende). Eine Studie mit LL-37 unter die Haut gespritzt gibt es nicht. Die Angaben hier beschreiben den Forschungsstand.

Woher kommt LL-37 im Körper?

Es wird aus dem Vorläufer hCAP18 abgespalten. Abwehrzellen bilden es ständig, Haut und Schleimhäute vor allem bei Entzündung und Infektion. In Wunden steigt der Spiegel bis etwa 48 Stunden nach der Verletzung und fällt wieder, wenn die Wunde zu ist. Abwehrzellen bilden es auch abhängig von Vitamin D.

Wie wirkt LL-37?

Auf zwei Wegen. Es legt sich an die Hülle von Bakterien und bricht sie auf. Außerdem lockt es Abwehrzellen wie Neutrophile, Monozyten und T-Zellen an, im Zellversuch über den Rezeptor FPR2. Im Hautmodell trägt es dazu bei, dass sich Wunden mit neuer Haut schließen.

Was zeigten die Wundstudien?

In der ersten Studie mit 34 Teilnehmenden schlossen sich Beingeschwüre in den beiden niedrigeren Konzentrationen rund sechs- und dreimal schneller als mit Placebo, die mittlere Fläche sank um 68 und 50 Prozent. Die höchste Konzentration wirkte nicht besser als Placebo. Die größere Phase-2b-Studie mit 148 Teilnehmenden fand insgesamt keinen Unterschied, nur eine nachträgliche Auswertung großer Wunden sprach für LL-37.

Kann LL-37 Entzündungen verstärken?

Ja, das ist beschrieben. Bei Rosazea ist Cathelicidin in der Gesichtshaut stark erhöht und anders zerlegt, in Mäusen lösten diese Bruchstücke Entzündung aus. Bei Schuppenflechte bindet LL-37 körpereigene DNA und macht sie für bestimmte Immunzellen sichtbar, die dann Interferon ausschütten. Darauf weist auch der Eintrag hin.

Welche Nebenwirkungen sind bekannt?

In den beiden Wundstudien war LL-37 gut verträglich, es gab keine Sicherheitsbedenken an der Wunde oder im Körper. Für gespritztes LL-37 unter die Haut gibt es keine Studiendaten. Der Eintrag nennt mögliche Reaktionen an der Einstichstelle, weil LL-37 Zellhüllen angreift.

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