Beschreibung
Oxandrolone (Anavar, Oxandrin) ist ein synthetisches Dihydrotestosteron-Derivat mit einer 2-Oxa-Modifikation, die das Steroid-Gerüst am A-Ring um ein Sauerstoff-Atom erweitert. Die zusätzliche 17α-Methyl-Gruppe ermöglicht orale Bioverfügbarkeit ohne sofortigen First-Pass-Abbau.
Laut Studien gilt Oxandrolone als das mildeste der klassischen 17α-Methyl-Steroide. Klinisch war die Substanz lange Zeit zugelassen für die Rekonvaleszenz nach schweren Verbrennungen und für die Behandlung von HIV-Wasting. Die anabole Wirkung ist moderat, die androgene Aktivität niedrig, die Aromatisierung praktisch nicht vorhanden.
Pharmakokinetisch oral verfügbar mit Halbwertszeit von etwa 8-10 Stunden, was zwei tägliche Dosen erfordert. Steady-State innerhalb von 2-3 Tagen. Die Bioverfügbarkeit ist mit etwa 95% sehr hoch - eine Folge der 2-Oxa-Modifikation, die First-Pass-Hepatometabolismus reduziert.
In der Recreational-Praxis ist Oxandrolone der Standard-Compound für Cutting-Phasen und Frauen-Setups (niedrige Virilisierungs-Inzidenz). Die Hepatotoxizität ist niedriger als unter klassischen 17α-Methyl-Steroiden wie Dianabol oder Anadrol, aber nicht null - längere Cycles brauchen Leber-Monitoring.
Bekannte Effekte in Studien: deutliche Verringerung von HDL und Anstieg von LDL, milde ALT/AST-Erhöhung, niedrige Suppression der HPG-Achse im Vergleich zu anderen Oralen. Anavar steht auf der WADA-Verbotsliste.
Du erhältst Oxandrolone als orale Tabletten in einer Dose mit 20mg pro Tablette.
Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.
Risiken & Sicherheit
Oxandrolone gilt laut Studien als das mildeste der klassischen 17α-Methyl-Steroide, steht damit aber dennoch klar im oberen Bereich der Risiko-Skala. Die in der Literatur beschriebenen Effekte sind milder als unter Dianabol oder Anadrol, aber nicht vernachlässigbar.
In Studien und der Anwendungs-Literatur dokumentiert:
- Leberbelastung: Oxandrolone ist 17α-methyliert. Dokumentiert sind milde ALT/AST-Erhöhungen, bei längeren Protokollen ist Leber-Monitoring in der Literatur angeraten.
- Lipid-Profil: in Studien beschrieben sind eine deutliche Verringerung von HDL und ein Anstieg von LDL, was als ungünstige kardiovaskuläre Verschiebung gilt.
- Unterdrückung der eigenen Produktion: dokumentiert ist eine Suppression der HPG-Achse, im Vergleich zu anderen Oralen niedriger, aber vorhanden.
- Virilisierung: trotz niedriger androgener Aktivität sind in der Literatur Virilisierungs-Effekte bei höheren Dosen beschrieben.
Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.
Studien
- Use of Oxandrolone in Burn Patients - Journal of Burn Care and Research 2006, Przkora et al: Klinische Bewertung von Oxandrolone in der Rehabilitation nach schweren Verbrennungen.
- The Anabolic Androgenic Steroid Oxandrolone in the Treatment of Wasting and Catabolic Disorders - Drugs 2004, Orr et al: Übersichtsarbeit zu Indikationen, Pharmakokinetik und Sicherheitsprofil bei katabolen Zuständen inklusive HIV-Wasting.
- Resistance Exercise and Oxandrolone for Men With HIV-Related Weight Loss - JAMA 2000, Fontanarosa et al: Studie zu Kombination aus Oxandrolone und Krafttraining bei HIV-assoziiertem Gewichtsverlust.
- Incidence of Hepatic Dysfunction Is Equivalent in Burn Patients Receiving Oxandrolone and Controls - Journal of Burn Care and Research 2007, McCullough et al: Hepatische Sicherheits-Studie zu Oxandrolone-Therapie bei Verbrennungspatienten.
- Oxandrolone for growth-hormone treated children and adolescents with Turner syndrome - Cochrane Database of Systematic Reviews 2013, Mohamed et al: Cochrane-Übersicht zur Wachstums-Wirkung bei Turner-Syndrom.
