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Lexikon

GHK-Cu + KPV Blend

Zwei Tripeptide in einem Vial: Kupfer-Tripeptid für Gewebe-Remodeling plus KPV als anti-entzündliches alpha-MSH-Fragment.

5 Min. Lesezeit 14 Quellen

Standbild aus dem Erklärvideo zu diesem Eintrag
Ohne eigene Studie · nicht zugelassenLaborgeprüft im Shop

Keine Lust, alles zu lesen? Schau dir das Video an: der ganze Eintrag in rund einer Minute, von der Wirkung über die Studien bis zur Lagerung.

Kurzfassung

Auf einen Blick

Quellen geprüft am 26.10.2026

Zur Mischung selbst
0 Studien

weder im Studienregister noch in PubMed, Stand 26.10.202612

GHK-Cu
4.000 Gene

mindestens so viele menschliche Gene rauf oder runter reguliert (Gendaten, Review)1

Wundfläche geschlossen (GHK-Cu-Gel)
98,5 %

Median bei diabetischen Fußgeschwüren, Trägergel 60,8 %, Gel ohne KPV4

Weniger KPV im Nanopartikel
12.000 -fach

niedrigere Konzentration als in freier Lösung bei ähnlicher Wirkung gegen Kolitis (Maus)7

Infizierte Geschwüre (GHK-Cu-Gel)
7 %

gegen 34 % mit Trägergel, Gel direkt nach der Wundreinigung4

  • Der Blend kombiniert zwei Tripeptide: GHK-Cu (Glycin, Histidin, Lysin mit Kupfer) und KPV (Lysin, Prolin, Valin), das Endstück des Hormons Alpha-MSH.16
  • Zur Mischung selbst gibt es keine Studie, weder im Studienregister noch in PubMed. Alles hier stammt aus Studien zu einem der beiden Bestandteile.1213
  • GHK-Cu fördert laut Review Kollagen und Wundheilung in Zell- und Tiermodellen. Am Menschen ist es vor allem als Gel oder Creme auf der Haut untersucht.14
  • KPV hemmte in Zellen schon in nanomolaren Konzentrationen den Entzündungsweg NF-κB und senkte in zwei Kolitis-Modellen an Mäusen die Darmentzündung.6
  • Zu KPV steht keine Humanstudie im Register, zugelassen ist keiner der beiden Wirkstoffe (Stand Oktober 2026). Alles hier ist Forschungsstand und keine Empfehlung.1114
Steckbrief

Stand Juni 2026

Typ
Blend aus zwei Tripeptiden

GHK-Cu + KPV

Vial
60 mg kombinierte Peptidmenge
Anwendung
Subkutane Injektion nach Rekonstitution
Datenlage
Einzeln präklinisch/dermatologisch erforscht, Blend selbst nicht klinisch untersucht
Größen
60 mg

1 Größe im Shop

Inhalt 16 Abschnitte
  1. Auf einen Blick
  2. Was ist GHK-Cu + KPV Blend?
  3. Wie es wirkt
  4. Was du brauchst
  5. Rekonstitution
  6. Injektion
  7. Dosierung
  8. Was die Forschung zeigt
  9. Studienlage
  10. Auf der Haut
  11. Nebenwirkungen
  12. Lagerung
  13. Verwandte Wirkstoffe
  14. Häufige Fragen
  15. Begriffe
  16. Quellen

Was ist GHK-Cu + KPV Blend?

Dieser Blend kombiniert zwei sehr kurze Peptide, die jeweils für sich seit Jahrzehnten Thema in der Forschung sind. Beide bestehen nur aus drei Aminosäuren, gehen aber unterschiedliche Wege.

GHK-Cu ist Glycyl-Histidyl-Lysin im Komplex mit einem Kupfer-Ion (Cu2+). Dieses Kupfer-Tripeptid kommt natürlich im menschlichen Plasma vor und nimmt mit dem Alter ab. In der Dermatologie und Kosmetik ist es gut untersucht, vor allem über die Arbeiten von Loren Pickart - mit Bezug auf Wundheilung, Kollagen-Aufbau und Hautregeneration.

KPV ist Lysin-Prolin-Valin, das C-terminale Fragment des Hormons alpha-MSH (alpha-Melanozyten-stimulierendes Hormon). Es gilt als das kleinste Fragment, das die anti-inflammatorische Wirkung von alpha-MSH noch trägt, ohne dessen pigmentierende Effekte.

Zusammen ist das ein Regenerations- und Anti-Entzündungs-Blend: GHK-Cu auf der Aufbau-Seite (Matrix, Kollagen, Gefäße), KPV auf der Bremse-Seite (Entzündungssignale). Im Vial stecken 60 mg kombinierte Peptidmenge. Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Vergleich

Ein bis vier Wirkstoffe

Welche Wirkstoffe in welchem Eintrag stecken, so wie im TPD-Lexikon beschrieben. Ein Klick öffnet den Eintrag.

Vereinfacht: Mehr Wirkstoffe in einem Vial heißt nicht automatisch besser. Zur Mischung selbst gibt es keine Studie. 12

Wie es wirkt

Die beiden Komponenten greifen an verschiedenen Stellen an, was die Logik hinter dem Blend ausmacht.

GHK-Cu wirkt im Forschungskontext als Modulator von Gewebe-Remodeling. Präklinisch und in dermatologischen Untersuchungen wurde beschrieben, dass es Reparaturzellen anzieht, die Synthese von Kollagen, Elastin und Glykosaminoglykanen anstößt und gleichzeitig die Aktivität von Matrix-Metalloproteinasen und deren Hemmern moduliert. Das Kupfer-Ion spielt dabei eine zentrale Rolle, unter anderem für Antioxidans-Effekte und Angiogenese. Pickart beschreibt zudem eine sehr breite Genregulation durch GHK.

KPV dämpft Entzündung. In Zellmodellen hemmt es im Nanomolar-Bereich den Transkriptionsfaktor NF-kB und MAP-Kinase-Signalwege, wodurch weniger pro-inflammatorische Zytokine ausgeschüttet werden. In Darmzellen läuft die Aufnahme über den Peptid-Transporter PepT1; in Keratinozyten geht das Signal über den MC-1-Rezeptor und intrazelluläres Calcium.

Wichtig zur Ehrlichkeit: Die meisten dieser Daten stammen aus Zellkultur und Tiermodellen, oft topisch oder oral verabreicht. Für genau diese Blend-Kombination als subkutane Injektion am Menschen gibt es keine kontrollierten Studien.

Wirkorte

Bestandteile und Wirkorte

Punkt oder Karte antippen. Farbe = Bestandteil, Daten aus Studien zum einzelnen Wirkstoff.

  1. Haut und Wunden

    Gel: Fußgeschwüre bei Diabetes schlossen sich im Median zu 98,5 % (Trägergel 60,8 %)4

    GHK-Cu
  2. Darm

    Darmentzündung in zwei Kolitis-Modellen der Maus gesenkt, Aufnahme über den Transporter PepT16

    KPV
  3. Knochen und Gewebe

    Wundheilung laut Review auch an Knochen, Haarfollikeln und im Magen-Darm-Trakt beschrieben1

    GHK-Cu
Gläserne Hautschichten mit feinen Fasern, darin blaue und kupferfarbene Moleküle, unten hellblau leuchtende Zellen
Symbolbild.

Was du brauchst

Bevor du loslegst, solltest du alles dahaben:

Material

5 Teile, nummeriert wie im Bild

Hak ab, was du schon hast. Vial und BAC-Wasser sind unsere echten Shop-Fotos in gleicher Größe.

GHK-Cu + KPV Blend-Vial mit blauem Pulver und bakteriostatisches Wasser in gleicher Größe mit schwarzem TPD-Etikett, daneben zwei U-100-Insulinspritzen, zwei Alkoholtupfer und ein Abwurfbehälter mit blauem Deckel
  1. GHK-Cu + KPV-Vial

    Das GHK-Cu + KPV-Vial mit dem gefriergetrockneten Pulver (typisch bläulich durch das Kupfer)

    Im Shop
  2. Bakteriostatisches Wasser

    Bakteriostatisches Wasser zum Auflösen

    Im Shop
  3. U-100-Insulinspritzen

    U-100-Insulinspritzen für die Anwendung

  4. Alkoholtupfer

    Alkoholtupfer für Vial-Deckel und Hautstelle

  5. Abwurfbehälter

    Einen verschließbaren Behälter für gebrauchte Nadeln

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Rekonstitution

Das Pulver wird mit bakteriostatischem Wasser aufgelöst. Wie viel Wasser du nimmst, entscheidet über die Konzentration und damit, wie viele Einheiten du auf der Insulinspritze aufziehst.

Den Peptid-Rechner kannst du genau dafür nutzen: Vial-Größe und Wassermenge wählen.

Beim Auflösen das BAC-Wasser einfach reingeben, es ist egal ob es direkt aufs Pulver trifft. Danach schwenken oder schütteln, bis sich alles gelöst hat, beides ist okay.

Kupfer-Tripeptide sind leicht lichtempfindlich. Schütze die fertige Lösung vor direktem Licht.

Schritt für Schritt

So löst du das Pulver

Vier Schritte, gleich für jede Vial-Größe.

  1. 1Deckel abwischen

    Den Gummistopfen mit einem Alkoholtupfer reinigen.

  2. 2BAC-Wasser zugeben

    Einfach reingeben, egal ob es direkt aufs Pulver trifft.

  3. 3Schwenken oder schütteln

    Bis sich alles gelöst hat, beides ist okay.

  4. 4Aufziehen

    Mit der U-100-Insulinspritze.

Weniger Wasser höhere Konzentration weniger Einheiten auf der Spritze Beispiel: 60 mg + 3 ml = 20 mg/ml

Injektion

Gespritzt wird subkutan, also ins Unterhautfettgewebe. Typische Stellen sind der Bauch (etwa zwei Finger breit rund um den Nabel aussparen), die Vorderseite und die Innenseite des Oberschenkels oder die Rückseite des Oberarms.

Der Ablauf in Kurzform:

Injektion

Wo und in welchem Winkel

Stelle antippen oder Winkel umschalten. Subkutan heißt: ins Unterhautfett, nicht in den Muskel.

Stelle jedes Mal wechseln, nie zweimal hintereinander dieselbe.

90°Mehr Unterhautfett

Faustregel: Wo mehr Unterhautfett ist, gerade im 90-Grad-Winkel einstechen. Bei schlanken Personen mit wenig Fett im 45-Grad-Winkel, damit die Nadel im Unterhautfett bleibt. Vereinfachtes Schema.

  1. Hautstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und kurz trocknen lassen

  2. Eine kleine Hautfalte abheben

  3. Die Nadel einstechen: im 90-Grad-Winkel, wenn an der Stelle mehr Unterhautfett ist, im 45-Grad-Winkel bei schlanken Personen mit wenig Fett

  4. Langsam injizieren, kurz warten, dann die Nadel zurückziehen

  5. Die Nadel sofort in den Sammelbehälter geben

Wechsle die Einstichstelle von Mal zu Mal, damit sich das Gewebe nicht reizt. Nie zweimal hintereinander dieselbe Stelle.

Bei diesem Blend kann an der Einstichstelle eher eine Reaktion (Rötung, kurzes Brennen) auftreten als bei reinen Peptiden ohne Kupfer.

Dosierung

Dosierung

Dosierung, Titrationsplan und Spritze

Die Dosierung wird geladen …

  • Einstieg und Steigerung als Treppe
  • Einheiten auf der U-100-Spritze je Stufe
  • Wie lange ein Vial reicht

Was die Forschung zeigt

Die Datenlage ist für die beiden Einzelbausteine ordentlich, für den Blend dünn.

GHK-Cu: Pickart fasst in zwei Reviews (2008, 2015) zusammen, dass GHK-Cu in zahlreichen präklinischen Modellen Wundheilung, Kollagen-Aufbau und Gewebe-Remodeling unterstützt und in kosmetischen Anwendungen mit verbesserter Hautfestigkeit und reduzierten Linien assoziiert wird. Eine neuere präklinische Arbeit (Yang 2022) zeigte für ein GHK-funktionalisiertes Scaffold beschleunigte Wundheilung und Angiogenese im Maus-Modell.

KPV: Dalmasso (2008) und Laroui (2010) zeigten in Gastroenterology, dass KPV im Nanomolar-Bereich NF-kB hemmt und chemisch induzierte Colitis bei Mäusen mildert - aufgenommen über den Transporter PepT1. Elliott (2004) charakterisierte KPV als kleinstes anti-inflammatorisches alpha-MSH-Fragment mit Signal über den MC-1-Rezeptor in Keratinozyten.

Ehrlich eingeordnet: Das sind solide präklinische und dermatologische Befunde für die Einzelpeptide. Für den injizierbaren Blend selbst, am Menschen, gibt es keine kontrollierten klinischen Studien. Alles darüber hinaus ist Extrapolation.

Studienergebnisse

Was die Studien gemessen haben

Zum Ausprobieren: Reiter wechseln, Punkte antippen, Arme aus- und einblenden. Die Arme heißen relativ zueinander, keine Dosisempfehlung.

Wundverschluss bei diabetischen Fußgeschwüren4

Median der geschlossenen Wundfläche, randomisierte Studie mit GHK-Cu-Gel auf der Wunde

Alle Geschwüre an der Fußsohle4 Gel täglich, dazu Standard-Wundversorgung
Trägergel ohne Wirkstoff +60,8 %
GHK-Cu-Gel (ohne KPV) +98,5 %
Große Geschwüre (über 100 mm²)4 Unter Trägergel wurde das Geschwür im Median größer
Trägergel ohne Wirkstoff -10,3 %
GHK-Cu-Gel (ohne KPV) +89,2 %

Plus = Anteil der Fläche, der sich geschlossen hat, minus = das Geschwür wurde größer. Nur GHK-Cu als Gel auf der Haut, ohne KPV und nicht als Injektion.

Petrischalen und Pipetten um eine geschichtete Hautprobe und ein Darmmodell in Glasschalen auf einem hellen Labortisch
Die Daten stammen aus Studien zu GHK-Cu (Haut) und KPV (Darm), nicht zur Mischung. Symbolbild.

Forschungsstand

Studienlage

Zur Mischung selbst gibt es keine Studie. Gezeigt ist die einzige auswertbare Registerstudie mit GHK-Cu, ein Hautserum aus mehreren Peptiden. Zu KPV steht keine Studie im Register. Stand 26.10.2026. 11

  1. Präklinik Zell- und Tierversuche zu beiden Bestandteilen
  2. Phase 1 1 Studie zu Bestandteilen, 0 abgeschlossen
  3. Phase 2 keine registrierte Studie
  4. Phase 3 keine registrierte Studie
  5. Zulassung noch nicht
Keine Zulassung, weder für die Mischung noch für GHK-Cu oder KPV. ChEMBL führt GHK ohne klinische Phase.12

Neben 1 Phase-1-Studie gibt es keine registrierte Studie ab Phase 2. 11

Auf der Haut

GHK-Cu wurde am Menschen vor allem aufgetragen, etwa als Gel auf Fußgeschwüre bei Diabetes. Dort schlossen sich die Wunden in einer randomisierten Studie besser als mit einem Gel ohne Wirkstoff (Mulder 1994). Zu KPV auf der Haut des Menschen gibt es keine Studie. Für den Blend selbst ist eine Anwendung auf der Haut nicht untersucht.

Hand tippt auf einen Klecks weißer Creme auf einer hellen Marmorplatte mit Wassertropfen und weißen Blüten
Symbolbild.

Nebenwirkungen

Systematische Sicherheitsdaten zum injizierbaren Blend fehlen. Was aus der Erfahrung mit den Einzelpeptiden plausibel ist:

  • Reaktion an der Einstichstelle: Rötung, kurzes Brennen, Juckreiz - bei Kupfer-Peptiden tendenziell häufiger
  • Vorübergehende Hautverfärbung oder leichte Schwellung lokal
  • Bei zu hoher oder zu häufiger Kupfer-Zufuhr theoretisch Kupfer-Überschuss-Themen - ein Grund, niedrig zu bleiben und nicht dauerhaft hochzudosieren
  • Allgemeine Peptid-Risiken: Unsicherheit über Reinheit und korrekte Rekonstitution, Infektionsrisiko bei unsteriler Handhabung

Im Zweifel absetzen und nicht weiter hochtitrieren. Bei anhaltenden oder ausgeprägten Reaktionen ärztlichen Rat suchen.

Verträglichkeit

Infektionen in der Gel-Studie mit GHK-Cu

Die einzige Sicherheitszahl aus einer kontrollierten Studie zu einem Bestandteil.

34 von 100 Trägergel ohne Wirkstoff
7 von 100 GHK-Cu-Gel (ohne KPV)
Ereignis Trägergel ohne WirkstoffGHK-Cu-Gel (ohne KPV)
Infektion des Geschwürs4 34 %7 %

Gel auf der Haut, keine Injektion. Für KPV, für GHK-Cu als Injektion und für die Mischung gibt es keine Sicherheitsdaten am Menschen. Ein Review zu Peptiden im Sport betont, dass belastbare Sicherheitsdaten für viele solcher Stoffe fehlen.49

Lagerung

Ungelöstes Pulver kühl und dunkel lagern. Angemischt im Kühlschrank (2 bis 8 Grad) mindestens 4 bis 6 Monate haltbar. Kupfer-Tripeptide sind lichtempfindlich - die Lösung möglichst dunkel halten, zum Beispiel im Karton oder lichtdicht umwickelt.

Haltbarkeit

Wie lange es hält

Ungelöst (Pulver) Kühl und dunkel

Das ungelöste Pulver kühl und vor Licht geschützt lagern.

Gelöst (angemischt) Kühlschrank, 2 bis 8 Grad, möglichst dunkel

Mindestens 4 bis 6 Monate haltbar. Kupfer-Tripeptide sind lichtempfindlich.

  • Dunkel lagern
  • Gelöst: 2 bis 8 Grad
  • Anmischdatum notieren
Neun Vials mit weißem Pulver und blauen Kappen im Türfach eines hellen Kühlschranks
Gelöst in den Kühlschrank (2 bis 8 Grad), dort mindestens 4 bis 6 Monate haltbar, möglichst dunkel. Symbolbild.

Verwandt

Verwandte Wirkstoffe

Gleiche Wirkstoffe oder ein anderer Weg: alles im TPD-Lexikon.

FAQ

Häufige Fragen zu GHK-Cu + KPV Blend

Kurze Antworten, jede mit den Quellen unten belegt.

Gibt es Studien zum GHK-Cu + KPV Blend?

Nein. Stand 26. Oktober 2026 findet sich zur Mischung keine Studie, weder im Register ClinicalTrials.gov noch in PubMed. Die einzige Arbeit, die beide Peptide nennt, ist ein Review zu Tripeptiden in der Wundheilung ohne eigene Daten zur Mischung. Untersucht sind nur die einzelnen Bestandteile.121310

Warum gerade diese beiden Peptide?

Der Gedanke ist, dass sich die Wege ergänzen: GHK-Cu auf der Seite von Aufbau und Kollagen, KPV auf der Seite der Entzündungshemmung. Geprüft ist diese Ergänzung nicht. Ob die Kombination mehr bringt als jeder Stoff allein, hat keine Studie untersucht.1612

Was ist zu GHK-Cu am Menschen bekannt?

Die beste Studie ist eine randomisierte Gel-Studie bei diabetischen Fußgeschwüren: Im Median schlossen sich 98,5 Prozent der Wundfläche, mit Trägergel 60,8 Prozent. Weitere Daten stammen vor allem aus der Kosmetik. Eine aktuelle Übersichtsarbeit nennt die klinische Datenlage dünn, Studien zur Injektion gibt es nicht.415

Was ist zu KPV bekannt?

KPV gelangt über den Transporter PepT1 in Darm- und Immunzellen und hemmt dort schon in nanomolaren Konzentrationen den Entzündungsweg NF-κB. In zwei Kolitis-Modellen an Mäusen senkte KPV im Trinkwasser die Entzündung. In Nanopartikeln reichte eine 12.000-fach niedrigere Konzentration. In Hautzellen löste KPV ein Calcium-Signal aus. Studien am Menschen gibt es nicht.67811

Welche Nebenwirkungen sind bekannt?

Für die Mischung gibt es keine Daten. In der Gel-Studie mit GHK-Cu infizierten sich 7 Prozent der Geschwüre, mit Trägergel 34 Prozent. Für KPV und für GHK-Cu als Injektion fehlen Sicherheitsdaten am Menschen. Ein Review zu Peptiden im Sport warnt, dass belastbare Sicherheitsdaten für viele dieser Stoffe fehlen.49

Ist der Blend zugelassen?

Nein. Weder die Mischung noch GHK-Cu oder KPV ist als Arzneimittel zugelassen (Stand Oktober 2026). ChEMBL führt GHK ohne klinische Phase, zu KPV steht keine Studie im Register.1411

Glossar

Begriffe kurz erklärt

Gepunktet unterstrichene Wörter im Text zeigen diese Erklärungen direkt an.

Alpha-MSH
Körpereigenes Hormon, das unter anderem die Hautbräunung steuert und Entzündungen dämpft.
GHK-Cu
Tripeptid aus Glycin, Histidin und Lysin mit gebundenem Kupfer. Kommt im Blut vor, der Spiegel sinkt mit dem Alter.
Kolitis
Entzündung des Dickdarms. In der Forschung oft künstlich bei Mäusen ausgelöst, um Wirkstoffe zu testen.
Kollagen
Wichtigstes Strukturprotein von Haut, Sehnen und Bindegewebe.
KPV
Tripeptid aus Lysin, Prolin und Valin, das Endstück des Hormons Alpha-MSH. In Mausmodellen entzündungshemmend.
Lyophilisat
Gefriergetrocknetes Pulver. Ohne Wasser ist ein Peptid so deutlich länger haltbar.
NF-κB
Schalter in der Zelle, der Entzündungsgene anwirft. Viele entzündungshemmende Stoffe bremsen ihn.
PepT1
Transporter in der Darmwand, der kleine Peptide in die Zellen holt. Bei Darmentzündung wird er im Dickdarm vermehrt gebildet.
Präklinisch
Untersucht an Zellen oder Tieren, noch nicht am Menschen.
Subkutan
In das Fettgewebe direkt unter der Haut.
Trägergel (Vehikel)
Dasselbe Gel ohne Wirkstoff. Der Vergleich damit zeigt, was am Wirkstoff selbst liegt.
Tripeptid
Ein Peptid aus genau drei Aminosäuren.

Evidenz

Quellen

Alle 14 Quellen anzeigenQuellen ausblenden 10 Studien2 Studienregister2 Datenbank geprüft am 26.10.2026

Studien

  1. Review zu GHK in der Haut-Regeneration

    Pickart et al., BioMed Research International, 2015

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  2. Review zu GHK und Gewebeumbau

    Pickart, Journal of Biomaterials Science, Polymer Edition, 2008

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  3. Hydrogel mit Kupfer-Peptid bei Wunden diabetischer Mäuse

    Yang et al., Macromolecular Bioscience, 2022

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  4. Randomisierte Studie mit GHK-Cu-Gel bei diabetischen Fußgeschwüren

    Mulder et al., Wound Repair and Regeneration, 1994

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  5. Systematische Übersicht zur Evidenz von GHK-Cu

    Mateescu et al., Pharmaceutics, 2026

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  6. Aufnahme von KPV über PepT1 senkt die Darmentzündung (Zellen und Mäuse)

    Dalmasso et al., Gastroenterology, 2008

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  7. KPV in Nanopartikeln gegen Kolitis (Maus)

    Laroui et al., Gastroenterology, 2010

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  8. Signale von KPV in menschlichen Hautzellen

    Elliott et al., Journal of Investigative Dermatology, 2004

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  9. Review zu Sicherheit und Wirksamkeit von Peptiden im Sport

    Mendias & Awan, Sports Medicine, 2026

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  10. Review zu Tripeptiden in Wundheilung und Haut-Regeneration

    Adnan et al., International Journal of Medical Sciences, 2025

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed

Studienregister

  1. Studien zu den Bestandteilen im Register ClinicalTrials.gov

    ClinicalTrials.gov, U.S. National Library of Medicine

    Geprüft am 26.10.2026 über ClinicalTrials.gov API v2
  2. Registersuche nach der Mischung (0 Treffer)

    ClinicalTrials.gov, U.S. National Library of Medicine

    Geprüft am 26.10.2026 über ClinicalTrials.gov API v2

Datenbank

  1. PubMed-Suche nach beiden Peptiden (1 Review, keine Studie)

    PubMed, U.S. National Library of Medicine

    Geprüft am 26.10.2026 über PubMed E-utilities
  2. GHK in ChEMBL (ohne klinische Phase)

    ChEMBL, EMBL-EBI (CHEMBL1814493)

    Geprüft am 26.10.2026 über ChEMBL

Im Shop

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