Was ist GHK-Cu + KPV Blend?
Dieser Blend kombiniert zwei sehr kurze Peptide, die jeweils für sich seit Jahrzehnten Thema in der Forschung sind. Beide bestehen nur aus drei Aminosäuren, gehen aber unterschiedliche Wege.
GHK-Cu ist Glycyl-Histidyl-Lysin im Komplex mit einem Kupfer-Ion (Cu2+). Dieses Kupfer-Tripeptid kommt natürlich im menschlichen Plasma vor und nimmt mit dem Alter ab. In der Dermatologie und Kosmetik ist es gut untersucht, vor allem über die Arbeiten von Loren Pickart - mit Bezug auf Wundheilung, Kollagen-Aufbau und Hautregeneration.
KPV ist Lysin-Prolin-Valin, das C-terminale Fragment des Hormons alpha-MSH (alpha-Melanozyten-stimulierendes Hormon). Es gilt als das kleinste Fragment, das die anti-inflammatorische Wirkung von alpha-MSH noch trägt, ohne dessen pigmentierende Effekte.
Zusammen ist das ein Regenerations- und Anti-Entzündungs-Blend: GHK-Cu auf der Aufbau-Seite (Matrix, Kollagen, Gefäße), KPV auf der Bremse-Seite (Entzündungssignale). Im Vial stecken 60 mg kombinierte Peptidmenge. Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.
Vergleich
Ein bis vier Wirkstoffe
Welche Wirkstoffe in welchem Eintrag stecken, so wie im TPD-Lexikon beschrieben. Ein Klick öffnet den Eintrag.
Vereinfacht: Mehr Wirkstoffe in einem Vial heißt nicht automatisch besser. Zur Mischung selbst gibt es keine Studie. 12
Wie es wirkt
Die beiden Komponenten greifen an verschiedenen Stellen an, was die Logik hinter dem Blend ausmacht.
GHK-Cu wirkt im Forschungskontext als Modulator von Gewebe-Remodeling. Präklinisch und in dermatologischen Untersuchungen wurde beschrieben, dass es Reparaturzellen anzieht, die Synthese von Kollagen, Elastin und Glykosaminoglykanen anstößt und gleichzeitig die Aktivität von Matrix-Metalloproteinasen und deren Hemmern moduliert. Das Kupfer-Ion spielt dabei eine zentrale Rolle, unter anderem für Antioxidans-Effekte und Angiogenese. Pickart beschreibt zudem eine sehr breite Genregulation durch GHK.
KPV dämpft Entzündung. In Zellmodellen hemmt es im Nanomolar-Bereich den Transkriptionsfaktor NF-kB und MAP-Kinase-Signalwege, wodurch weniger pro-inflammatorische Zytokine ausgeschüttet werden. In Darmzellen läuft die Aufnahme über den Peptid-Transporter PepT1; in Keratinozyten geht das Signal über den MC-1-Rezeptor und intrazelluläres Calcium.
Wichtig zur Ehrlichkeit: Die meisten dieser Daten stammen aus Zellkultur und Tiermodellen, oft topisch oder oral verabreicht. Für genau diese Blend-Kombination als subkutane Injektion am Menschen gibt es keine kontrollierten Studien.
Wirkorte
Bestandteile und Wirkorte
Punkt oder Karte antippen. Farbe = Bestandteil, Daten aus Studien zum einzelnen Wirkstoff.
- Haut und Wunden
Gel: Fußgeschwüre bei Diabetes schlossen sich im Median zu 98,5 % (Trägergel 60,8 %)4
GHK-Cu - Darm
Darmentzündung in zwei Kolitis-Modellen der Maus gesenkt, Aufnahme über den Transporter PepT16
KPV - Knochen und Gewebe
Wundheilung laut Review auch an Knochen, Haarfollikeln und im Magen-Darm-Trakt beschrieben1
GHK-Cu
Was du brauchst
Bevor du loslegst, solltest du alles dahaben:
Material
5 Teile, nummeriert wie im Bild
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GHK-Cu + KPV-Vial
Das GHK-Cu + KPV-Vial mit dem gefriergetrockneten Pulver (typisch bläulich durch das Kupfer)
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Bakteriostatisches Wasser
Bakteriostatisches Wasser zum Auflösen
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U-100-Insulinspritzen
U-100-Insulinspritzen für die Anwendung
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Alkoholtupfer
Alkoholtupfer für Vial-Deckel und Hautstelle
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Abwurfbehälter
Einen verschließbaren Behälter für gebrauchte Nadeln
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Rekonstitution
Das Pulver wird mit bakteriostatischem Wasser aufgelöst. Wie viel Wasser du nimmst, entscheidet über die Konzentration und damit, wie viele Einheiten du auf der Insulinspritze aufziehst.
Den Peptid-Rechner kannst du genau dafür nutzen: Vial-Größe und Wassermenge wählen.
Beim Auflösen das BAC-Wasser einfach reingeben, es ist egal ob es direkt aufs Pulver trifft. Danach schwenken oder schütteln, bis sich alles gelöst hat, beides ist okay.
Kupfer-Tripeptide sind leicht lichtempfindlich. Schütze die fertige Lösung vor direktem Licht.
Schritt für Schritt
So löst du das Pulver
Vier Schritte, gleich für jede Vial-Größe.
- 1Deckel abwischen
Den Gummistopfen mit einem Alkoholtupfer reinigen.
- 2BAC-Wasser zugeben
Einfach reingeben, egal ob es direkt aufs Pulver trifft.
- 3Schwenken oder schütteln
Bis sich alles gelöst hat, beides ist okay.
- 4Aufziehen
Mit der U-100-Insulinspritze.
Injektion
Gespritzt wird subkutan, also ins Unterhautfettgewebe. Typische Stellen sind der Bauch (etwa zwei Finger breit rund um den Nabel aussparen), die Vorderseite und die Innenseite des Oberschenkels oder die Rückseite des Oberarms.
Der Ablauf in Kurzform:
Injektion
Wo und in welchem Winkel
Stelle antippen oder Winkel umschalten. Subkutan heißt: ins Unterhautfett, nicht in den Muskel.
Stelle jedes Mal wechseln, nie zweimal hintereinander dieselbe.
Faustregel: Wo mehr Unterhautfett ist, gerade im 90-Grad-Winkel einstechen. Bei schlanken Personen mit wenig Fett im 45-Grad-Winkel, damit die Nadel im Unterhautfett bleibt. Vereinfachtes Schema.
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Hautstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und kurz trocknen lassen
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Eine kleine Hautfalte abheben
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Die Nadel einstechen: im 90-Grad-Winkel, wenn an der Stelle mehr Unterhautfett ist, im 45-Grad-Winkel bei schlanken Personen mit wenig Fett
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Langsam injizieren, kurz warten, dann die Nadel zurückziehen
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Die Nadel sofort in den Sammelbehälter geben
Wechsle die Einstichstelle von Mal zu Mal, damit sich das Gewebe nicht reizt. Nie zweimal hintereinander dieselbe Stelle.
Bei diesem Blend kann an der Einstichstelle eher eine Reaktion (Rötung, kurzes Brennen) auftreten als bei reinen Peptiden ohne Kupfer.
Dosierung
Dosierung
Dosierung, Titrationsplan und Spritze
Die Dosierung wird geladen …
- Einstieg und Steigerung als Treppe
- Einheiten auf der U-100-Spritze je Stufe
- Wie lange ein Vial reicht
Was die Forschung zeigt
Die Datenlage ist für die beiden Einzelbausteine ordentlich, für den Blend dünn.
GHK-Cu: Pickart fasst in zwei Reviews (2008, 2015) zusammen, dass GHK-Cu in zahlreichen präklinischen Modellen Wundheilung, Kollagen-Aufbau und Gewebe-Remodeling unterstützt und in kosmetischen Anwendungen mit verbesserter Hautfestigkeit und reduzierten Linien assoziiert wird. Eine neuere präklinische Arbeit (Yang 2022) zeigte für ein GHK-funktionalisiertes Scaffold beschleunigte Wundheilung und Angiogenese im Maus-Modell.
KPV: Dalmasso (2008) und Laroui (2010) zeigten in Gastroenterology, dass KPV im Nanomolar-Bereich NF-kB hemmt und chemisch induzierte Colitis bei Mäusen mildert - aufgenommen über den Transporter PepT1. Elliott (2004) charakterisierte KPV als kleinstes anti-inflammatorisches alpha-MSH-Fragment mit Signal über den MC-1-Rezeptor in Keratinozyten.
Ehrlich eingeordnet: Das sind solide präklinische und dermatologische Befunde für die Einzelpeptide. Für den injizierbaren Blend selbst, am Menschen, gibt es keine kontrollierten klinischen Studien. Alles darüber hinaus ist Extrapolation.
Studienergebnisse
Was die Studien gemessen haben
Zum Ausprobieren: Reiter wechseln, Punkte antippen, Arme aus- und einblenden. Die Arme heißen relativ zueinander, keine Dosisempfehlung.
Wundverschluss bei diabetischen Fußgeschwüren4
Median der geschlossenen Wundfläche, randomisierte Studie mit GHK-Cu-Gel auf der Wunde
Plus = Anteil der Fläche, der sich geschlossen hat, minus = das Geschwür wurde größer. Nur GHK-Cu als Gel auf der Haut, ohne KPV und nicht als Injektion.
Forschungsstand
Studienlage
Zur Mischung selbst gibt es keine Studie. Gezeigt ist die einzige auswertbare Registerstudie mit GHK-Cu, ein Hautserum aus mehreren Peptiden. Zu KPV steht keine Studie im Register. Stand 26.10.2026. 11
- Präklinik Zell- und Tierversuche zu beiden Bestandteilen
- Phase 1 1 Studie zu Bestandteilen, 0 abgeschlossen
- Phase 2 keine registrierte Studie
- Phase 3 keine registrierte Studie
- Zulassung noch nicht
Neben 1 Phase-1-Studie gibt es keine registrierte Studie ab Phase 2. 11
Auf der Haut
GHK-Cu wurde am Menschen vor allem aufgetragen, etwa als Gel auf Fußgeschwüre bei Diabetes. Dort schlossen sich die Wunden in einer randomisierten Studie besser als mit einem Gel ohne Wirkstoff (Mulder 1994). Zu KPV auf der Haut des Menschen gibt es keine Studie. Für den Blend selbst ist eine Anwendung auf der Haut nicht untersucht.
Nebenwirkungen
Systematische Sicherheitsdaten zum injizierbaren Blend fehlen. Was aus der Erfahrung mit den Einzelpeptiden plausibel ist:
- Reaktion an der Einstichstelle: Rötung, kurzes Brennen, Juckreiz - bei Kupfer-Peptiden tendenziell häufiger
- Vorübergehende Hautverfärbung oder leichte Schwellung lokal
- Bei zu hoher oder zu häufiger Kupfer-Zufuhr theoretisch Kupfer-Überschuss-Themen - ein Grund, niedrig zu bleiben und nicht dauerhaft hochzudosieren
- Allgemeine Peptid-Risiken: Unsicherheit über Reinheit und korrekte Rekonstitution, Infektionsrisiko bei unsteriler Handhabung
Im Zweifel absetzen und nicht weiter hochtitrieren. Bei anhaltenden oder ausgeprägten Reaktionen ärztlichen Rat suchen.
Verträglichkeit
Infektionen in der Gel-Studie mit GHK-Cu
Die einzige Sicherheitszahl aus einer kontrollierten Studie zu einem Bestandteil.
| Ereignis | Trägergel ohne Wirkstoff | GHK-Cu-Gel (ohne KPV) |
|---|---|---|
| Infektion des Geschwürs4 | 34 % | 7 % |
Gel auf der Haut, keine Injektion. Für KPV, für GHK-Cu als Injektion und für die Mischung gibt es keine Sicherheitsdaten am Menschen. Ein Review zu Peptiden im Sport betont, dass belastbare Sicherheitsdaten für viele solcher Stoffe fehlen.49
Lagerung
Ungelöstes Pulver kühl und dunkel lagern. Angemischt im Kühlschrank (2 bis 8 Grad) mindestens 4 bis 6 Monate haltbar. Kupfer-Tripeptide sind lichtempfindlich - die Lösung möglichst dunkel halten, zum Beispiel im Karton oder lichtdicht umwickelt.
Haltbarkeit
Wie lange es hält
Das ungelöste Pulver kühl und vor Licht geschützt lagern.
Mindestens 4 bis 6 Monate haltbar. Kupfer-Tripeptide sind lichtempfindlich.
- Dunkel lagern
- Gelöst: 2 bis 8 Grad
- Anmischdatum notieren