Was ist Ivermectin?
Ivermectin ist ein makrozyklisches Lakton-Antiparasitikum, das durch Fermentation aus dem Bodenbakterium Streptomyces avermitilis gewonnen wird. Es wirkt gegen eine Vielzahl von Parasiten einschließlich Fadenwürmer (Nematoden) und Arthropoden. Ivermectin wird für die Behandlung von Onchozerkose (Flusskrankheit), Strongyloidiasis und Krätze eingesetzt.
Forschung untersucht seine Wirkung gegen verschiedene parasitäre Erkrankungen. Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.
Wie es wirkt
Ivermectin wirkt durch Potenzierung der Gamma-Aminobuttersäure (GABA)-Signalübertragung in Parasiten-Nervensystemen. Dies führt zu:
- Lähmung der Parasitenmuskulatur
- Störung der Funktion von Ionenkanälen
- Überflutung von Glutamat-Rezeptoren
- Verlust der Parasitenreaktivität und Motilität
- Letaler Effekt auf Parasiten
Die Selektivität für Parasiten basiert auf unterschiedlicher GABA-Rezeptor-Expression und Blut-Hirn-Schranken-Unterschieden.
Anwendung und Dosierung
Nur für Mitglieder
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Was die Forschung zeigt
Klinische Studien deuten an, dass Ivermectin:
- Hochwirksam gegen Onchocerca volvulus ist
- Strongyloides stercoralis-Infektionen eliminiert
- Bei Krätze (Scabies) wirksam ist
- Bei verschiedenen Dosierungen unterschiedliche Wirksamkeitsprofile zeigt
- Eine abhängige Dosisbeziehung bei schweren parasitären Belastungen zeigt
- Breite Anwendbarkeit gegen Arthropoden ermöglicht
Meta-Analysen verdeutlichen, dass höhere Dosen oder mehrfache Gaben bei komplexeren parasitären Infektionen erforderlich sein können.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen sind:
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Durchfall)
- Juckreiz (Herxheimer-ähnliche Reaktion bei Parasitenabbau)
Schwerwiegendere Nebenwirkungen sind selten, können aber neurologische Symptome bei sehr hohen Dosen einschließen. Ivermectin ist kontraindiziert bei Neurofilaria-Infektionen in Westafrika ohne weitere Überwachung.
Lagerung
Ivermectin-Tabletten sollten trocken und kühl, vor Licht geschützt gelagert werden. Die Lagerungstemperatur sollte zwischen 15-25 Grad Celsius liegen. Die Originalbehälter schützen vor Feuchte und Licht und sollten fest verschlossen bleiben. Nicht im Kühlschrank lagern.