Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen. Produkte sind nicht zur Anwendung am Menschen freigegeben. Konsultiere bei gesundheitlichen Fragen einen Arzt.

Lexikon

Ramipril (Delix)

Der ACE-Hemmer mit der breitesten Endpunkt-Datenlage - und mit dem berüchtigten Reizhusten.

3 Min. Lesezeit 8 Quellen

Großes Molekülmodell aus glänzend blauen, hellblauen und weißen Kugeln schwebt über einem weißen Podest mit leuchtendem Rand in einem hellen Labor, Symbolbild für Ramipril
Wirkstoff zugelassen · seit 1991

Kurzfassung

Auf einen Blick

Quellen geprüft am 26.10.2026

Infarkt, Schlaganfall, Herztod (HOPE)
−22 %

9.297 Menschen mit hohem Risiko ohne Herzschwäche, gegen Placebo, im Mittel 5 Jahre1

Sterblichkeit nach Infarkt (AIRE)
−27 %

2.006 Menschen mit Zeichen einer Herzschwäche nach dem Infarkt, im Mittel 15 Monate3

Abfall der Nierenleistung pro Monat (REIN)
0,53 ml/min

gegen 0,88 unter Placebo, bei viel Eiweiß im Urin4

Halbwertszeit (Ramiprilat)
~15 Stunden

13 bis 17 Stunden im wirksamen Bereich bei täglicher Gabe6

  • Ramipril ist ein ACE-Hemmer. Es wird in der Leber zu Ramiprilat umgebaut, das die Bildung von Angiotensin II bremst. Die Gefäße weiten sich, die Aldosteron-Ausschüttung sinkt.86
  • In HOPE fielen bei Menschen mit hohem Risiko ohne Herzschwäche Infarkt, Schlaganfall und Herztod zusammen um 22 Prozent. Nach einem Infarkt mit Herzschwäche lag die Sterblichkeit in AIRE um 27 Prozent niedriger.13
  • Bei Nierenerkrankung mit viel Eiweiß im Urin sank die Nierenleistung unter Ramipril langsamer (REIN). In MICRO-HOPE gab es bei Diabetes 24 Prozent weniger offene Nierenschäden.42
  • Zusammen mit einem Sartan brachte Ramipril in ONTARGET keinen Zusatznutzen, aber mehr Nierenprobleme. Trockener Husten ist die bekannteste Nebenwirkung.56
  • Laut ChEMBL ist Ramipril seit 1991 zugelassen. Alles hier ist Forschungsstand und keine Empfehlung.8
Steckbrief

Stand Juli 2026

Wie lange bleibt es im Körper?

Anteil nach einer Gabe, gerechnet mit ~15 Stunden Halbwertszeit

Halbwertszeit ~15 Stunden
Nach 30 Stunden noch 25 %
Stunde 15 · 50 %Stunde 24, nächste Gabe · 33 %Stunde 30 · 25 %Stunde 45 · 12,5 %Stunde 75 · 3,1 %

Vereinfachtes Modell ohne Aufnahmephase, Halbwertszeit aus dem TPD-Lexikon. Das Lexikon nennt 13 bis 17 Stunden, gerechnet wird mit der Mitte.

Klasse
ACE-Hemmer

Prodrug, aktiv als Ramiprilat

Anwendung
Oral

1x täglich

Halbwertszeit
13 bis 17 Stunden

Ramiprilat, effektiv

Bekannteste Nebenwirkung
Trockener Reizhusten bei rund 10 Prozent
Status
Klinisch zugelassen

Standardwirkstoff

Inhalt 12 Abschnitte
  1. Auf einen Blick
  2. Was ist Ramipril?
  3. Wie es wirkt
  4. Anwendung und Dosierung
  5. Was die Forschung zeigt
  6. Studienlage
  7. Nebenwirkungen
  8. Lagerung
  9. Verwandte Wirkstoffe
  10. Häufige Fragen
  11. Begriffe
  12. Quellen

Was ist Ramipril?

Ramipril ist ein ACE-Hemmer. Es blockiert das Angiotensin-Converting-Enzyme, das Angiotensin I in Angiotensin II umwandelt. Angiotensin II ist der stärkste körpereigene Gefäßverenger und treibt zusätzlich die Aldosteron-Ausschüttung an, also die Salz- und Wasserretention. Beides fällt weg, wenn das Enzym blockiert ist.

Ramipril selbst ist ein Prodrug und wird in der Leber zu Ramiprilat umgebaut, das die eigentliche Arbeit macht. Neben der reinen Blutdrucksenkung hat die Substanzklasse eine gut dokumentierte Schutzwirkung auf Niere und Herz, die über den Druckeffekt hinausgeht.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Vergleich

Verschiedene Wege am Blutdruck

Ramipril, Sartane, Spironolacton und Amlodipin setzen an verschiedenen Stellen an, so wie im TPD-Lexikon beschrieben. Ein Klick öffnet den Eintrag.

Vereinfacht: ACE-Hemmer bremsen die Bildung von Angiotensin II, Sartane blockieren seinen Rezeptor, Spironolacton blockiert Aldosteron, Amlodipin den Kalziumkanal der Gefäßmuskeln. 8

Wie es wirkt

Das ACE hat einen zweiten Job. Daher kommt die bekannteste Nebenwirkung: es baut Bradykinin ab. Wird es blockiert, sammelt sich Bradykinin an. In den Gefäßen ist das erwünscht, weil es zusätzlich weitet. In den Bronchien führt es bei rund jedem zehnten zu einem trockenen Reizhusten, der nicht wieder verschwindet.

Der Nieren-Effekt läuft über eine Weitung des abführenden Gefäßes im Nierenkörperchen. Dadurch sinkt der Filtrationsdruck, die Niere wird entlastet und die Eiweißausscheidung geht zurück. Genau deshalb ist die Klasse bei proteinurischen Nierenerkrankungen Standard, obwohl der Kreatinin-Wert direkt nach Beginn oft leicht ansteigt. Ein Anstieg bis etwa 30 Prozent ist bei ACE-Hemmern erwartbar und kein Abbruchgrund.

Wirkorte

Wo Ramipril in Studien wirkte

Punkt oder Karte antippen. Farbe = ACE, grau = in Studien beobachtet.

  1. Blutgefäße

    Weniger Angiotensin II, die Gefäße weiten sich, weniger Aldosteron6

    ACE
  2. Herz

    22 Prozent weniger Infarkt, Schlaganfall und Herztod (HOPE)1

    In Studien beobachtet
  3. Niere

    Langsamerer Abfall der Filtrationsleistung bei viel Eiweiß im Urin (REIN)4

    In Studien beobachtet
  4. Gehirn

    Schlaganfall bei 3,4 statt 4,9 Prozent (HOPE)1

    In Studien beobachtet
  5. Atemwege

    Trockener Husten, ACE baut sonst auch Bradykinin ab6

    In Studien beobachtet

Ziele in der Datenbank ChEMBL8

Wirkstoff CHEMBL1168: ein erfasster Mechanismus, Hemmer, direkte Bindung.

Angiotensin-Converting-Enzym
Gen
ACE
UniProt
P12821
ChEMBL
CHEMBL1808
Wirkung
Hemmer, direkte Bindung
Durchsichtiges hellblaues Gefäß mit einem grauen, klumpigen Enzym an der Innenwand, an das blaue Molekülmodelle andocken, daneben eine Ausstülpung mit weiteren Molekülen
Ramiprilat bindet an das Angiotensin-Converting-Enzym. Symbolbild.

Anwendung und Dosierung

Dosierung

Dosierung, Titrationsplan und Spritze

Die Dosierung wird geladen …

  • Einstieg und Steigerung als Treppe
  • Einheiten auf der U-100-Spritze je Stufe
  • Wie lange ein Vial reicht
Weiße Faltschachtel mit TPD-Logo neben einem Blister mit zehn weißen runden Tabletten, davor zwei lose Tabletten auf einem hellen Labortisch
Tabletten im Blister. Symbolbild.

Was die Forschung zeigt

HOPE (NEJM 2000) ist die Studie, die den Ruf der Substanz begründet hat. Über 9.000 Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko, aber ohne Herzinsuffizienz, bekamen 10mg Ramipril oder Placebo. Der kombinierte Endpunkt aus Herzinfarkt, Schlaganfall und kardiovaskulärem Tod fiel um 22 Prozent. Der Blutdruckabfall allein war zu klein, um das zu erklären, was den Schluss nahelegt, dass ein Teil des Nutzens nicht am Druck hängt.

MICRO-HOPE (Lancet 2000) sah in der Diabetes-Untergruppe dieselbe Richtung mit zusätzlich weniger Nephropathie. AIRE (Lancet 1993) zeigte nach Herzinfarkt mit Herzinsuffizienz eine um 27 Prozent niedrigere Sterblichkeit. REIN (Lancet 1997) belegte den Nierenschutz direkt: der Abfall der Filtrationsleistung verlangsamte sich. Weniger Patienten erreichten das terminale Nierenversagen.

Studienergebnisse

Was die Studien gemessen haben

Zum Ausprobieren: Reiter wechseln, Punkte antippen, Arme aus- und einblenden. Die Arme heißen relativ zueinander, keine Dosisempfehlung.

Weniger Ereignisse gegen Placebo123

Relative Risikosenkung des Hauptendpunkts, Werte aus den Abstracts

HOPE1 Infarkt, Schlaganfall, Herztod, hohes Risiko
Ramipril -22 %
MICRO-HOPE2 Derselbe Endpunkt, nur Menschen mit Diabetes
Ramipril -25 %
AIRE3 Sterblichkeit nach Infarkt mit Herzschwäche
Ramipril -27 %

HOPE als relatives Risiko 0,78, MICRO-HOPE und AIRE so im Abstract genannt. Die Gruppen und Endpunkte unterscheiden sich, die Balken lassen sich nicht direkt gegeneinander lesen.

Anteil mit Ereignis in rund 5 Jahren1

9.297 Menschen ab 55 Jahren mit Gefäßerkrankung oder Diabetes plus Risikofaktor

Hauptendpunkt1
Placebo 17,8 %
Ramipril 14,0 %
Herzinfarkt1
Placebo 12,3 %
Ramipril 9,9 %
Herzschwäche1
Placebo 11,6 %
Ramipril 9,1 %
Herztod1
Placebo 8,1 %
Ramipril 6,1 %
Schlaganfall1
Placebo 4,9 %
Ramipril 3,4 %

Die Gesamtsterblichkeit lag bei 10,4 statt 12,2 Prozent. In MICRO-HOPE blieb der Nutzen nach Abzug der kleinen Blutdrucksenkung gleich groß.

Abfall der Filtrationsleistung pro Monat4

Nierenerkrankung ohne Diabetes mit mindestens 3 g Eiweiß im 24-Stunden-Urin

REIN, Schicht 24 56 gegen 61 auswertbare Menschen
Placebo 0,88 ml/min
Ramipril 0,53 ml/min

Verdopplung des Kreatinins oder Nierenversagen trafen 18 Menschen unter Ramipril und 40 unter Placebo. Der Blutdruck war in beiden Gruppen gleich gut eingestellt.

Gleicher Nutzen, mehr Probleme zu zweit5

25.620 Menschen mit Gefäßerkrankung oder Diabetes, im Median 56 Monate

Hauptendpunkt5 Herztod, Infarkt, Schlaganfall, Klinik wegen Herzschwäche
Ramipril 16,5 %
Telmisartan 16,7 %
Ramipril plus Telmisartan 16,3 %
Nierenfunktionsstörung5
Ramipril 10,2 %
Ramipril plus Telmisartan 13,5 %
Zeichen von zu niedrigem Blutdruck5
Ramipril 1,7 %
Telmisartan 2,6 %
Ramipril plus Telmisartan 4,8 %

Telmisartan war Ramipril gleichwertig. Die Kombination senkte den Blutdruck etwas stärker, brachte aber keinen Zusatznutzen.

Laborregal mit Stapeln durchsichtiger Petrischalen, in der Mitte eine Niere und ein Herz aus klarem Glas
Die großen Studien maßen Herz- und Nierenereignisse. Symbolbild.

Forschungsstand

Studienlage

Ramipril ist seit 1991 zugelassen. Im Register ClinicalTrials.gov nennen 204 Studien Ramipril unter den Interventionen. HOPE, MICRO-HOPE, AIRE und REIN liefen vor dem Register und stehen dort nicht. Gezeigt sind große registrierte Studien mit Ramipril. Stand 26.10.2026. 7

  1. Präklinik Wirkprinzip: Hemmung des Angiotensin-Converting-Enzyms
  2. Phase 1 keine registrierte Studie
  3. Phase 2 keine registrierte Studie
  4. Phase 3 2 Studien, 2 abgeschlossen
  5. Zulassung seit 1991
0 Teilnehmende in Phase 3 Zugelassen: ChEMBL führt Ramipril mit höchster Phase 4 und erster Zulassung 1991.8
Alle 3 Studien aus Phase 3 und 4 im ZeitverlaufZeitverlauf ausblenden 3 abgeschlossen 0 laufend 1 mit Ergebnissen
Phase 3
Phase 4

Balken: Start bis Hauptendpunkt (bei laufenden Studien geplant). Grün = abgeschlossen, blau = Fortschritt bis 26.10.2026.

Nebenwirkungen

  • Trockener Reizhusten: rund 10 Prozent. Harmlos, aber er verschwindet nicht und wird auch nicht besser. Wenn er auftritt, ist der Wechsel auf ein Sartan wie Losartan die Lösung, die wirken ähnlich ohne diesen Effekt.
  • Angioödem: selten, aber ernst. Schwellung von Lippen, Zunge oder Rachen gehört sofort abgeklärt und bedeutet das definitive Ende der Substanzklasse.
  • Erhöhtes Kalium: besonders in Kombination mit Spironolacton oder Kaliumpräparaten.
  • Schwindel bei der ersten Dosis: deshalb niedrig starten und abends nehmen.
  • Kreatinin-Anstieg: ein Anstieg bis etwa 30 Prozent ist erwartbar. Deutlich mehr gehört kontrolliert.

Verträglichkeit

Abbruchgründe in HOPE

Wie oft eine Nebenwirkung in HOPE zum Absetzen oder zur Pause führte, im Mittel über 5 Jahre.

2 von 100 Placebo
7 von 100 Ramipril
Ereignis PlaceboRamipril
Husten6 2 %7 %
Niedriger Blutdruck oder Schwindel6 2 %2 %
Angioödem6 0 %0 %

In einer späteren Einjahresstudie trat vermehrter Husten bei fast 12 Prozent auf, rund 4 Prozent setzten deshalb ab. In ONTARGET wurde Husten unter Ramipril bei 4,2 Prozent erfasst, unter Telmisartan bei 1,1 Prozent.65

Lagerung

Trocken, bei Raumtemperatur und vor Licht geschützt lagern. Außerhalb der Reichweite von Kindern.

Drei weiße Tablettendosen in einem hellen Regal neben einem gefalteten hellblauen Handtuch
Trocken, bei Raumtemperatur und vor Licht geschützt. Symbolbild.
Wirkspiegel · Ramipril (Delix)

Wie sich der Spiegel aufbaut

1 Gabe pro Tag: jede Gabe setzt auf den Rest der vorigen auf.

Lexikon: Oral, 1x täglich
Spitze 1,49×Tal 0,49×
Tag 2 · 3. Gabe
1,44× der ersten Gabe
Plateau
ab Tag 2

96 % des Plateaus nach der 3. Gabe

Spitze
1,49×

der ersten Gabe

Tal
0,49×

vor der nächsten Gabe

Vereinfachtes Modell, Werte relativ zur ersten Gabe, keine Dosisangabe. Gestrichelt: die erste Gabe allein, grün: das Plateau.

Verwandt

Verwandte Wirkstoffe

Ein anderer Weg: alles im TPD-Lexikon.

FAQ

Häufige Fragen zu Ramipril (Delix)

Kurze Antworten, jede mit den Quellen unten belegt.

Wie wirkt Ramipril?

Ramipril ist eine Vorstufe. Die Leber spaltet es zu Ramiprilat, das laut Fachinformation etwa sechsmal stärker am Enzym wirkt. Es hemmt das Angiotensin-Converting-Enzym, dadurch entsteht weniger Angiotensin II. Die Gefäße weiten sich und es wird weniger Aldosteron ausgeschüttet.68

Ist Ramipril zugelassen?

Ja. ChEMBL führt Ramipril als zugelassenen Wirkstoff mit erster Zulassung 1991. Im Register ClinicalTrials.gov nennen 204 Studien Ramipril unter den Interventionen (Stand 26. Oktober 2026). Alles hier ist Forschungsstand und keine Empfehlung.87

Was zeigte die HOPE-Studie?

9.297 Menschen mit hohem Risiko, aber ohne Herzschwäche bekamen die höchste Studiendosis von 10 mg oder Placebo. Infarkt, Schlaganfall oder Herztod trafen 14,0 statt 17,8 Prozent. In der Diabetes-Gruppe (MICRO-HOPE) sank der Blutdruck nur um 2,4 zu 1,0 mmHg, der Nutzen war trotzdem 25 Prozent groß.12

Warum der trockene Husten?

ACE baut auch Bradykinin ab. Wird das Enzym gehemmt, bleibt mehr Bradykinin übrig, das in den Atemwegen Husten auslösen kann. Laut Fachinformation trat in einer Einjahresstudie bei fast 12 Prozent mehr Husten auf. In HOPE war Husten bei 7 statt 2 Prozent ein Grund zum Absetzen.6

Warum nicht zusammen mit einem Sartan?

In ONTARGET bekamen über 25.000 Menschen Ramipril, Telmisartan oder beides. Der Hauptendpunkt lag mit 16,3 Prozent unter der Kombination praktisch gleich wie unter Ramipril allein mit 16,5 Prozent. Nierenfunktionsstörungen gab es aber bei 13,5 statt 10,2 Prozent, Zeichen von zu niedrigem Blutdruck bei 4,8 statt 1,7 Prozent.5

Was zeigt die Forschung an der Niere?

In REIN sank bei Nierenerkrankung mit viel Eiweiß im Urin die Filtrationsleistung unter Ramipril um 0,53 statt 0,88 ml/min pro Monat. Der Vorteil ging über die Blutdrucksenkung hinaus. In MICRO-HOPE gab es bei Diabetes 24 Prozent weniger offene Nierenschäden.42

Was ist mit dem Kalium?

Weil weniger Aldosteron ausgeschüttet wird, kann das Kalium leicht steigen. Laut Fachinformation hatten in einer Studie über bis zu 56 Wochen rund 4 Prozent einen auffällig hohen Kaliumwert. Kaliumsparende Mittel wie Spironolacton verstärken das.6

Glossar

Begriffe kurz erklärt

Gepunktet unterstrichene Wörter im Text zeigen diese Erklärungen direkt an.

ACE-Hemmer
Wirkstoffgruppe, die das Angiotensin-Converting-Enzym hemmt und so den Blutdruck senkt.
Aldosteron
Hormon der Nebenniere, das Salz und Wasser im Körper hält und Kalium ausscheidet.
Angioödem
Plötzliche Schwellung von Haut und Schleimhäuten, etwa an Lippen, Zunge oder Rachen.
Angiotensin II
Körpereigener Botenstoff, der Gefäße stark verengt und die Aldosteron-Ausschüttung antreibt.
Bradykinin
Botenstoff, der Gefäße weitet. Sammelt er sich an, kann er Husten und selten Schwellungen auslösen.
Filtrationsleistung (GFR)
Wie viel Blut die Nieren pro Minute filtern. Das wichtigste Maß der Nierenfunktion.
Kreatinin
Abbauprodukt aus dem Muskel im Blut. Steigt es, filtert die Niere schlechter.
Nephropathie
Schädigung der Niere, bei Diabetes oft zuerst an Eiweiß im Urin erkennbar.
Ramiprilat
Die wirksame Form, in die die Leber Ramipril umbaut.
Sartan
Wirkstoffgruppe, die den Rezeptor von Angiotensin II blockiert, statt seine Bildung zu bremsen.

Evidenz

Quellen

Alle 8 Quellen anzeigenQuellen ausblenden 5 Studien1 Studienregister2 Datenbank geprüft am 26.10.2026

Studien

  1. HOPE: Ramipril bei hohem Herz-Kreislauf-Risiko

    HOPE Study Investigators (Yusuf et al.), New England Journal of Medicine, 2000

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  2. MICRO-HOPE: Ramipril bei Diabetes

    Heart Outcomes Prevention Evaluation Study Investigators, The Lancet, 2000

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  3. AIRE: Ramipril nach Herzinfarkt mit Herzschwäche

    AIRE Study Investigators, The Lancet, 1993

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  4. REIN: Ramipril bei Nierenerkrankung mit Eiweiß im Urin

    GISEN Group, The Lancet, 1997

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  5. ONTARGET: Ramipril, Telmisartan oder beides

    ONTARGET Investigators (Yusuf et al.), New England Journal of Medicine, 2008

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed

Studienregister

  1. Studien zu Ramipril im Register ClinicalTrials.gov

    ClinicalTrials.gov, U.S. National Library of Medicine

    Geprüft am 26.10.2026 über ClinicalTrials.gov API v2

Datenbank

  1. US-Fachinformation zu Ramipril

    DailyMed, U.S. National Library of Medicine (Stand 05.06.2026)

    Geprüft am 26.10.2026 über DailyMed, openFDA
  2. Wirkmechanismus und Zulassung in ChEMBL

    ChEMBL, EMBL-EBI (CHEMBL1168)

    Geprüft am 26.10.2026 über ChEMBL