Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen. Produkte sind nicht zur Anwendung am Menschen freigegeben. Konsultiere bei gesundheitlichen Fragen einen Arzt.

Lexikon

PCT & Hormonsteuerung

Enclomiphene (Androxal)

Das saubere Clomifen-Isomer - hebt Testosteron, ohne den estrogenen Stimmungs-Ballast.

1 Min. Lesezeit 2 Quellen Titration Stand Juni 2026
Klasse
SERM (reines trans-Isomer von Clomifen)
Anwendung
Oral, 1x pro Tag
Halbwertszeit
rund 10 Stunden
Status
Forschung (Phase 3 gelaufen)

Einstieg

Übliche Dosierung (Research-Kontext)

Werte pro Tag in mg, oral. Kann als PCT oder als laufende TRT-Alternative genutzt werden.

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Was ist Enclomiphene?

Clomifen besteht aus zwei Isomeren: Zuclomifen (langwirksam, estrogen) und Enclomiphene (kurzwirksam, anti-estrogen). Enclomiphene ist das isolierte, "saubere" trans-Isomer von Clomifen - es übernimmt die HPTA-stimulierende Wirkung, lässt aber den estrogenen, stimmungsdrückenden Anteil (das Zuclomifen) weg.

Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Wie es wirkt

Wie Clomifen blockiert Enclomiphene die Estrogen-Rezeptoren im Hypothalamus und treibt dadurch LH und FSH hoch - das kurbelt die körpereigene Testosteron-Produktion an. Der Unterschied: ohne das langwirksame Zuclomifen treten estrogene Nebenwirkungen (Stimmung, Sehstörungen) seltener auf, und die Substanz klingt schneller ab.

Enclomiphene vs Clomid

  • Enclomiphene: reineres Wirkprofil, weniger Stimmungs- und Seh-Nebenwirkungen, kürzere Halbwertszeit - dadurch auch als laufende TRT-Alternative beliebt, weil die Fertilität erhalten bleibt.
  • Clomid: günstiger und breiter verfügbar, aber mit dem estrogenen Zuclomifen-Anteil.

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Was die Forschung zeigt

Wiehle et al. zeigten in mehreren Studien (BJU International 2013, Fertility and Sterility 2014), dass Enclomiphene bei sekundärem Hypogonadismus das Testosteron zuverlässig anhebt und dabei - anders als topisches Testosteron - die Spermien-Produktion erhält. Das macht es zur interessanten Option, wenn Fertilität ein Thema ist.

Nebenwirkungen

  • Insgesamt milder als Clomid wegen des fehlenden Zuclomifen.
  • Selten Kopfschmerzen, Übelkeit.
  • Sehstörungen deutlich seltener als bei Clomifen.

Lagerung

Trocken und vor Licht geschützt lagern. Außerhalb der Reichweite von Kindern.

Evidenz

Quellen

  1. 1 Enclomifen stimuliert Testosteron und verhindert Oligospermie - randomisierte Phase-2-Studie. Wiehle et al., Fertility and Sterility, 2014
  2. 2 Testosteron-Restauration mit Enclomifen bei sekundärem Hypogonadismus. Wiehle et al., BJU International, 2013

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