Was ist Winstrol?
Winstrol (Stanozolol) ist ein orales, 17a-alkyliertes DHT-Derivat - eines der bekanntesten Cutting-Steroide. Es aromatisiert nicht, gibt dem Muskel bei niedrigem Körperfett einen sehr trockenen, harten Look und senkt SHBG, wodurch mehr freies Testosteron verfügbar wird. Klinisch wird Stanozolol bis heute beim hereditären Angioödem eingesetzt.
Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.
Vergleich
Ein Wirkstoff, drei Formen
Stanozolol und ein verwandtes orales DHT-Derivat im TPD-Lexikon, so wie dort beschrieben. Ein Klick öffnet den Eintrag.
Vereinfacht: alle wirken am Androgen-Rezeptor. Die Form bestimmt, wie der Wirkstoff ins Blut kommt. 8
Wie es wirkt
Als DHT-Derivat aromatisiert Stanozolol nicht - keine Estrogen-Wassereinlagerung, daher der "trockene" Effekt. Es senkt zudem das SHBG deutlich, was den Anteil an freiem, aktivem Testosteron erhöht. Der Look ist hart und definiert, aber nur bei bereits niedrigem Körperfett sichtbar.
Wirkorte
Wo Stanozolol in Studien wirkte
Punkt oder Karte antippen. Farbe = Androgen-Rezeptor, grau = in Studien beobachtet.
- Muskel und Gewicht
Gewichtszunahme ähnlich wie unter Testosteron3
AR - Leber
Hepatische Lipase um 123 Prozent höher, Leberwerte bei einem Teil vorübergehend erhöht3
In Studien beobachtet - Blutfette
HDL bis -53 Prozent, LDL zu HDL von 2,5 auf 6,84
In Studien beobachtet - Hormonachse
Bremste die eigenen Hormone weniger stark als Testosteron3
In Studien beobachtet - Haut und Haare
Akne und vermehrter Haarwuchs in der Langzeitstudie1
In Studien beobachtet
Ziele in der Datenbank ChEMBL8
Wirkstoff CHEMBL2079587: ein erfasster Mechanismus, Agonist mit direkter Bindung an den menschlichen Rezeptor.
- Gen
- AR
- UniProt
- P10275
- ChEMBL
- CHEMBL1871
- Wirkung
- Agonist, direkte Bindung
Anwendung und Dosierung
Dosierung
Dosierung, Titrationsplan und Spritze
Die Dosierung wird geladen …
- Einstieg und Steigerung als Treppe
- Einheiten auf der U-100-Spritze je Stufe
- Wie lange ein Vial reicht
Was die Forschung zeigt
Stanozolol hat eine reale klinische Datenlage: bei hereditärem Angioödem wird es seit Jahrzehnten zur Prophylaxe eingesetzt, die Langzeit-Sicherheit ist untersucht (Sloane et al., J Allergy Clin Immunol 2007). Die AAS-Pharmakologie ist bei Kicman (2008) zusammengefasst.
Studienergebnisse
Was die Studien gemessen haben
Zum Ausprobieren: Reiter wechseln, Punkte antippen, Arme aus- und einblenden. Die Arme heißen relativ zueinander, keine Dosisempfehlung.
Blutfette nach 6 Wochen3
Veränderung in Prozent, 11 Kraftsportler, Stanozolol und Testosteron nacheinander (Crossover)
Stanozolol als Tablette, Testosteron als Injektion in die Muskulatur. Die hepatische Lipase stieg unter Stanozolol um 123 Prozent. Gewicht nahmen beide Gruppen ähnlich zu.
Blutfette nach 6 Wochen4
Veränderung in Prozent, 10 Frauen nach der Menopause mit Osteoporose
Gesamtcholesterin und Triglyceride blieben gleich, das Verhältnis LDL zu HDL stieg von 2,5 auf 6,8. Alle Änderungen waren 5 Wochen nach dem Absetzen zurückgegangen.
Forschungsstand
Studienlage
Das Register ClinicalTrials.gov kennt nur eine Studie mit Stanozolol-Tabletten, zusammen mit einem anderen Wirkstoff bei einer Bluterkrankung. Ihr Status ist unbekannt, zuletzt war sie noch nicht angelaufen. Sie ist hier nicht aufgeführt. Stand 26.10.2026. 7
- Präklinik Blutfette und Gefäße im Tiermodell (Kaninchen)
- Phase 1 keine registrierte Studie
- Phase 2 keine registrierte Studie
- Phase 3 keine registrierte Studie
- Zulassung ab 1962, heute nicht mehr im Handel
Die Zulassung ist älter als die heutigen Studienregister, für diese Form steht dort keine aktuelle Studie. 7
Nebenwirkungen
- Leber: 17a-alkyliert, deutlich leberbelastend - Cycle begrenzen, Leber-Support.
- Gelenke: der "trockene" Effekt kann Gelenke trocken und schmerzhaft machen.
- Lipide: senkt HDL stark - eines der härtesten Steroide fürs Cholesterin.
- Androgen-bedingt (DHT-Derivat) - Haarausfall bei Veranlagung, Akne.
- HPTA-Suppression - PCT-Thema.
Verträglichkeit
Häufigkeit in zwei Studien
Von 100 Teilnehmenden: wie viele das Ereignis hatten. Zwei kleine Studien mit je 21 Personen, beide mit niedrig dosierten Tabletten.
In der Langzeitstudie: vermehrter Haarwuchs, Gewichtszunahme, Zyklusstörungen, Akne und Stimmungsänderungen, alle mit geringerer Dosis rückläufig. Fünf Personen hatten ein erniedrigtes HDL, zwei erhöhte Triglyceride, die Leberwerte blieben ohne bleibende Auffälligkeit. In der 6-Monats-Studie stiegen die Leberwerte bei einem Teil vorübergehend.51
Lagerung
Trocken und kühl lagern, vor Licht geschützt. Außerhalb der Reichweite von Kindern.