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Lexikon

PTD-DBM

Ein Peptid aus der Haarforschung, das über den Wnt-Signalweg neues Haarwachstum anstoßen soll, meist topisch genutzt.

1 Min. Lesezeit 5 Quellen

PTD-DBM-Vial mit weißem Pulver und schwarzem TPD-Etikett auf einem weißen Podest mit leuchtendem Ring, daneben ein großes Molekülmodell aus blauen und weißen Kugeln in einem hellen Labor
Keine Studie im Register · nicht zugelassen

Kurzfassung

Auf einen Blick

Quellen geprüft am 26.10.2026

Wunde nach 3 Tagen verschlossen
42,8 %

zusammen mit Valproinsäure, ohne Behandlung 4,9 %, Maus2

Haar in Mausversuchen
2 Modelle

Nachwachsen nach dem Enthaaren und neue Follikel in Wunden1

Humanstudien im Register
0 Studien

keine Studie mit PTD-DBM bei ClinicalTrials.gov, Stand 26.10.20265

  • PTD-DBM ist ein Peptid aus der Haar- und Wundforschung: eine Transport-Sequenz plus das Stück von CXXC5, das an Dishevelled bindet.2
  • CXXC5 bremst den Wnt-Signalweg. PTD-DBM verdrängt es von Dishevelled, der Weg wird wieder aktiver. Das wurde in Zellkulturen gezeigt.24
  • Bei Mäusen wuchs das Haar nach dem Enthaaren schneller nach und in Wunden bildeten sich neue Haarfollikel.13
  • Zusammen mit Valproinsäure waren Hautwunden bei Mäusen nach 3 Tagen zu 42,8 Prozent verschlossen, ohne Behandlung zu 4,9 Prozent.2
  • Keine Zulassung und keine registrierte Studie am Menschen. Alles hier ist präklinischer Forschungsstand und keine Empfehlung.5
Steckbrief

Stand Mai 2026

Klasse
Wnt-aktivierendes Peptid

CXXC5-Disruptor

Anwendung
Topisch auf die Kopfhaut
Fokus
Haarwachstum
Status
Präklinisch

Maus, in vitro

Größen
5 mg

1 Größe im Shop

Inhalt 13 Abschnitte
  1. Auf einen Blick
  2. Was ist PTD-DBM?
  3. Wie es wirkt
  4. Anwendung
  5. Dosierung
  6. Was die Forschung zeigt
  7. Studienlage
  8. Nebenwirkungen
  9. Lagerung
  10. Verwandte Wirkstoffe
  11. Häufige Fragen
  12. Begriffe
  13. Quellen

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Was ist PTD-DBM?

PTD-DBM ist ein Peptid aus der Haarforschung. Es greift in den Wnt-Signalweg ein, der für die Aktivierung von Haarfollikeln wichtig ist. Anders als die meisten anderen Einträge hier wird PTD-DBM meist topisch auf die Kopfhaut aufgetragen, oft in Kombination mit Microneedling.

Vergleich

Wirkstoffe rund ums Haar

PTD-DBM neben anderen Einträgen im TPD-Lexikon, die mit Haar zu tun haben. Ein Klick öffnet den Eintrag.

Vereinfacht: Die Ansätze sind grundverschieden und nicht direkt vergleichbar. Für PTD-DBM gibt es nur Tierdaten. 1

Wie es wirkt

Ein Protein namens CXXC5 bremst normalerweise den Wnt-Signalweg, indem es an das Protein Dishevelled bindet. PTD-DBM verdrängt CXXC5 von dieser Bindung, der Wnt-Weg wird wieder aktiver. Das fördert die Aktivierung von Haarfollikeln. In Tiermodellen wurde sogar die Neubildung von Follikeln in Wunden beschrieben.

Wirkorte

Wo PTD-DBM in Versuchen wirkte

Punkt oder Karte antippen. Farbe = Ansatzpunkt. Alles aus Zell- und Tierversuchen.

  1. Haut und Haarfollikel

    Haar wuchs schneller nach, neue Follikel in Wunden (Maus)1

    CXXC5

Bekannte Ziele2

Wirkstoff PTD-DBM (nicht in PubChem oder ChEMBL): zwei beschriebene Ziele, Art der Wirkung je Karte.

CXXC5, Bremse des Wnt-Signalwegs
Gen
CXXC5
UniProt
Q7LFL8
ChEMBL
CHEMBL5169170
Wirkung
Wird durch PTD-DBM von Dishevelled verdrängt (Konkurrenz um die Bindestelle)
Dishevelled (DVL1 als Vertreter)
Gen
DVL1
UniProt
O14640
ChEMBL
CHEMBL6027
Wirkung
Bindestelle, an der PTD-DBM statt CXXC5 andockt
Querschnitt durch Hautschichten aus Glas mit einer Haarwurzel, in der ein Schalter hell aufleuchtet, daneben bricht ein dunkler Block auseinander und blaue Molekülmodelle schweben über der Haut
CXXC5 wird von Dishevelled gelöst, gezeigt in Zellkulturen. Symbolbild.

Anwendung

Dosierung. Die Dosierung wird geladen …
Hand tippt auf einen Klecks weißer Creme auf einer hellen Marmorplatte mit Wassertropfen und weißen Blüten
Symbolbild.

Dosierung

Dosierung

Dosierung, Titrationsplan und Spritze

Die Dosierung wird geladen …

  • Einstieg und Steigerung als Treppe
  • Einheiten auf der U-100-Spritze je Stufe
  • Wie lange ein Vial reicht

Was die Forschung zeigt

Eine Studie (Lee, Choi, 2017) zeigte, dass PTD-DBM bei Mäusen über die Hemmung von CXXC5 das Haarwachstum anregte und sogar die Neubildung von Haarfollikeln in Wunden förderte. Das ist eine saubere präklinische Grundlage, aber Tier- und Zellforschung, keine kontrollierten Humanstudien.

Studienergebnisse

Was die Studien gemessen haben

Zum Ausprobieren: Reiter wechseln, Punkte antippen, Arme aus- und einblenden. Die Arme heißen relativ zueinander, keine Dosisempfehlung.

Verschlossene Wundfläche nach 3 Tagen2

Anteil der neu mit Haut bedeckten Wunde in Prozent, Rücken von Mäusen

Hautwunde, 1,5 cm2 Täglich auf die Wunde aufgetragen, 16 Mäuse je Gruppe
Ohne Behandlung 5 %
PTD-DBM plus Valproinsäure 43 %

Werte aus dem Volltext. Gezeigt ist nur die Kombination, für die der Text eine Zahl nennt. PTD-DBM allein beschleunigte die Heilung laut Text etwa so stark wie der Wachstumsfaktor EGF. Tiermodell, keine Aussage über Menschen.

Hautblock aus mattem Glas mit einer Haarwurzel, aus der dunkle Haare wachsen, auf einem Laborwagen aus Edelstahl in einem hellen Labor, von unten gesehen
Bisher nur Zellkulturen und Mausmodelle. Symbolbild.

Forschungsstand

Studienlage

Von Zellkulturen bis zu Mausmodellen: was zu PTD-DBM veröffentlicht ist. Eine registrierte Studie am Menschen gibt es nicht. Stand 26.10.2026. 5

  1. Präklinik Zellkulturen, menschliche Kopfhaut-Proben und Mausmodelle
  2. Phase 1 keine registrierte Studie
  3. Phase 2 keine registrierte Studie
  4. Phase 3 keine registrierte Studie
  5. Zulassung noch nicht
Keine Zulassung und keine registrierte Studie am Menschen. Die Arbeiten stammen aus einer Forschungsgruppe in Seoul.5

Bisher gibt es keine registrierte Humanstudie. 5

Nebenwirkungen

  • Topisch in der Regel gut verträglich, gelegentlich leichte Reizung der Kopfhaut.
  • Belastbare Humandaten sind begrenzt.

Lagerung

Vor dem Auflösen ist das Pulver robust, normale Raumtemperatur (rund 20 bis 25 Grad) reicht, am besten dunkel lagern. Nach dem Auflösen in den Kühlschrank (2 bis 8 Grad), nicht einfrieren. Dort hält die Lösung mindestens 4 bis 6 Monate nahezu ohne Wirkstoffverlust, in der Praxis deutlich länger. Schwenken oder schütteln zum Mischen ist beides okay.

Haltbarkeit

Wie lange es hält

Ungelöst (Pulver) Raumtemperatur, rund 20 bis 25 Grad, dunkel

Robust, ein Kühlschrank ist nicht nötig. Hält so problemlos mehrere Monate.

Gelöst (angemischt) Kühlschrank, 2 bis 8 Grad, nicht einfrieren

Mindestens 4 bis 6 Monate nahezu ohne Wirkstoffverlust.

  • Dunkel lagern
  • Gelöst: 2 bis 8 Grad
  • Anmischdatum notieren
Neun Vials mit weißem Pulver und blauen Kappen im Türfach eines hellen Kühlschranks
Pulver dunkel bei Raumtemperatur, gelöst in den Kühlschrank (2 bis 8 Grad), dort mindestens 4 bis 6 Monate haltbar. Symbolbild.

Verwandt

Verwandte Wirkstoffe

Ein anderer Weg: alles im TPD-Lexikon.

FAQ

Häufige Fragen zu PTD-DBM

Kurze Antworten, jede mit den Quellen unten belegt.

Ist PTD-DBM zugelassen oder am Menschen untersucht?

Nein. Es gibt keine Zulassung und am 26. Oktober 2026 keine Studie mit PTD-DBM im Register ClinicalTrials.gov. Die veröffentlichten Arbeiten sind Zellkulturen, Kopfhaut-Proben und Mausmodelle.51

Wie soll PTD-DBM wirken?

CXXC5 ist eine körpereigene Bremse des Wnt-Signalwegs: Es bindet an Dishevelled und dämpft so das Signal. PTD-DBM trägt genau das Bindestück von CXXC5 und besetzt die Stelle. CXXC5 kann nicht mehr bremsen, Beta-Catenin steigt an.24

Was zeigen die Haar-Versuche?

In kahlen Stellen menschlicher Kopfhaut fand sich mehr CXXC5. Bei Mäusen ließ PTD-DBM das Haar schneller nachwachsen und in Wunden neue Haarfollikel entstehen. Auch Haarausfall durch das Hormon PGD2 ließ sich bei Mäusen damit aufheben.13

Was zeigen die Wund-Versuche?

Auf Hautwunden von Mäusen beschleunigte PTD-DBM die Heilung etwa so stark wie der Wachstumsfaktor EGF. Zusammen mit Valproinsäure waren die Wunden nach 3 Tagen zu 42,8 Prozent neu mit Haut bedeckt, ohne Behandlung zu 4,9 Prozent.2

Warum wird es auf die Haut aufgetragen?

In den Mausversuchen wurde PTD-DBM auf die enthaarte Haut oder direkt auf die Wunde aufgetragen. Die Transport-Sequenz soll helfen, dass es in die Zellen gelangt. Wie viel bei Menschen in der Kopfhaut ankommt, ist nicht untersucht.13

Welche Nebenwirkungen sind bekannt?

Belastbare Daten am Menschen gibt es nicht. Der Eintrag nennt gelegentlich leichte Reizungen der Kopfhaut, eine Studie dazu gibt es nicht.5

Glossar

Begriffe kurz erklärt

Gepunktet unterstrichene Wörter im Text zeigen diese Erklärungen direkt an.

CXXC5
Körpereigenes Eiweiß, das an Dishevelled bindet und damit den Wnt-Signalweg bremst.
Dishevelled
Schaltstelle im Wnt-Signalweg. Wird sie gebremst, kommt das Signal nicht weiter.
Haarfollikel
Kleine Einstülpung der Haut, in der das Haar wächst.
In vitro
Im Reagenzglas oder in der Zellkultur, also außerhalb eines lebenden Körpers.
Microneedling
Viele feine Einstiche in die oberste Hautschicht, etwa mit einem Nadelroller.
Präklinisch
Forschung vor dem ersten Einsatz am Menschen, also in Zellkulturen und Tiermodellen. Ergebnisse lassen sich nicht direkt auf Menschen übertragen.
Topisch
Auf die Haut aufgetragen, nicht gespritzt oder geschluckt.
Wnt-Signalweg
Signalkette in der Zelle, die Wachstum und Erneuerung steuert, auch die von Haarfollikeln und Haut.

Evidenz

Quellen

Alle 5 Quellen anzeigenQuellen ausblenden 4 Studien1 Studienregister geprüft am 26.10.2026

Studien

  1. PTD-DBM regt Haarwachstum und neue Follikel an (Maus, Kopfhaut-Proben)

    Lee et al., Journal of Investigative Dermatology, 2017

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  2. CXXC5 bremst die Wundheilung, PTD-DBM löst die Bremse (Zellen und Maus)

    Lee et al., Journal of Experimental Medicine, 2015

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed, PMC (Volltext)
  3. CXXC5 vermittelt hormonbedingten Haarausfall (Maus)

    Ryu et al., Cells, 2023

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed
  4. CXXC5 als Bremse des Wnt-Signalwegs (Knochenzellen)

    Kim et al., Cell Death and Differentiation, 2015

    Geprüft am 26.10.2026 über doi.org, Crossref, PubMed

Studienregister

  1. Suche im Register ClinicalTrials.gov (keine Studie mit PTD-DBM)

    ClinicalTrials.gov, U.S. National Library of Medicine

    Geprüft am 26.10.2026 über ClinicalTrials.gov API v2

Im Shop

PTD-DBM im Katalog

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