Was ist PTD-DBM?
PTD-DBM ist ein Peptid aus der Haarforschung. Es greift in den Wnt-Signalweg ein, der für die Aktivierung von Haarfollikeln wichtig ist. Anders als die meisten anderen Einträge hier wird PTD-DBM meist topisch auf die Kopfhaut aufgetragen, oft in Kombination mit Microneedling.
Vergleich
Wirkstoffe rund ums Haar
PTD-DBM neben anderen Einträgen im TPD-Lexikon, die mit Haar zu tun haben. Ein Klick öffnet den Eintrag.
Vereinfacht: Die Ansätze sind grundverschieden und nicht direkt vergleichbar. Für PTD-DBM gibt es nur Tierdaten. 1
Wie es wirkt
Ein Protein namens CXXC5 bremst normalerweise den Wnt-Signalweg, indem es an das Protein Dishevelled bindet. PTD-DBM verdrängt CXXC5 von dieser Bindung, der Wnt-Weg wird wieder aktiver. Das fördert die Aktivierung von Haarfollikeln. In Tiermodellen wurde sogar die Neubildung von Follikeln in Wunden beschrieben.
Wirkorte
Wo PTD-DBM in Versuchen wirkte
Punkt oder Karte antippen. Farbe = Ansatzpunkt. Alles aus Zell- und Tierversuchen.
- Haut und Haarfollikel
Haar wuchs schneller nach, neue Follikel in Wunden (Maus)1
CXXC5
Bekannte Ziele2
Wirkstoff PTD-DBM (nicht in PubChem oder ChEMBL): zwei beschriebene Ziele, Art der Wirkung je Karte.
- Gen
- CXXC5
- UniProt
- Q7LFL8
- ChEMBL
- CHEMBL5169170
- Wirkung
- Wird durch PTD-DBM von Dishevelled verdrängt (Konkurrenz um die Bindestelle)
- Gen
- DVL1
- UniProt
- O14640
- ChEMBL
- CHEMBL6027
- Wirkung
- Bindestelle, an der PTD-DBM statt CXXC5 andockt
Anwendung
Dosierung
Dosierung
Dosierung, Titrationsplan und Spritze
Die Dosierung wird geladen …
- Einstieg und Steigerung als Treppe
- Einheiten auf der U-100-Spritze je Stufe
- Wie lange ein Vial reicht
Was die Forschung zeigt
Eine Studie (Lee, Choi, 2017) zeigte, dass PTD-DBM bei Mäusen über die Hemmung von CXXC5 das Haarwachstum anregte und sogar die Neubildung von Haarfollikeln in Wunden förderte. Das ist eine saubere präklinische Grundlage, aber Tier- und Zellforschung, keine kontrollierten Humanstudien.
Studienergebnisse
Was die Studien gemessen haben
Zum Ausprobieren: Reiter wechseln, Punkte antippen, Arme aus- und einblenden. Die Arme heißen relativ zueinander, keine Dosisempfehlung.
Verschlossene Wundfläche nach 3 Tagen2
Anteil der neu mit Haut bedeckten Wunde in Prozent, Rücken von Mäusen
Werte aus dem Volltext. Gezeigt ist nur die Kombination, für die der Text eine Zahl nennt. PTD-DBM allein beschleunigte die Heilung laut Text etwa so stark wie der Wachstumsfaktor EGF. Tiermodell, keine Aussage über Menschen.
Forschungsstand
Studienlage
Von Zellkulturen bis zu Mausmodellen: was zu PTD-DBM veröffentlicht ist. Eine registrierte Studie am Menschen gibt es nicht. Stand 26.10.2026. 5
- Präklinik Zellkulturen, menschliche Kopfhaut-Proben und Mausmodelle
- Phase 1 keine registrierte Studie
- Phase 2 keine registrierte Studie
- Phase 3 keine registrierte Studie
- Zulassung noch nicht
Bisher gibt es keine registrierte Humanstudie. 5
Nebenwirkungen
- Topisch in der Regel gut verträglich, gelegentlich leichte Reizung der Kopfhaut.
- Belastbare Humandaten sind begrenzt.
Lagerung
Vor dem Auflösen ist das Pulver robust, normale Raumtemperatur (rund 20 bis 25 Grad) reicht, am besten dunkel lagern. Nach dem Auflösen in den Kühlschrank (2 bis 8 Grad), nicht einfrieren. Dort hält die Lösung mindestens 4 bis 6 Monate nahezu ohne Wirkstoffverlust, in der Praxis deutlich länger. Schwenken oder schütteln zum Mischen ist beides okay.
Haltbarkeit
Wie lange es hält
Robust, ein Kühlschrank ist nicht nötig. Hält so problemlos mehrere Monate.
Mindestens 4 bis 6 Monate nahezu ohne Wirkstoffverlust.
- Dunkel lagern
- Gelöst: 2 bis 8 Grad
- Anmischdatum notieren